Wort Gottes: Unterschied zwischen den Versionen

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#Bezeichnung für die Bibel
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#Der Code, mit dem Gott, die Welt geschaffen hat, und wie er für die Menschen im jüdischen Gesetz einerseits und in Jesus andererseits erscheint, damit daraus eine Beziehung zwischen Gott, den Menschen, und den Menschen untereinander nach seinem Willen besteht.
 
#Worte, die Gott spricht. Z.B. in der Versuchungsgeschichte (Mt 3,4; Lk 4,4). Diese Worte sind wichtig für das Leben der Menschen, weil sie ihrem Leben eine Richtung geben.
 
#Worte, die Gott spricht. Z.B. in der Versuchungsgeschichte (Mt 3,4; Lk 4,4). Diese Worte sind wichtig für das Leben der Menschen, weil sie ihrem Leben eine Richtung geben.
#V.a. im Johannesevangelium wird Jesus als "Wort Gottes" bezeichnet. Das heißt letztlich, dass er direkt von Gott stammt - sozusagen eine Teil von ihm ist. Dahinter steckt eine theologische und philosophische Lehre der Antike, die auch als Weisheitslehre bezeichnet wird. Diese Lehre gab es sowohl bei den Griechen als auch im Judentum, z.B. in Teilen des Alten Testaments. Die Weisheit (Sophia) ist danach eine art personifizierte Eigenschaft Gottes, eine eigene Person, die untrennbar mit Gott verbunden ist und deshalb selbst göttlich ist. Sie ist sozusagen Gottes Liebling und war ganz vom Anfang an bei Gott (Spr. 8,22-36). Das Wort (logos) ist bei Johannes nur eine andere Bezeichnung für die Weisheit, die sich auch schon im Alten Testament findet, denn durch sein Wort hat Gott alle Dinge geschaffen (Ps 33,6; Weisheit 9,1 - Joh 1,3). Johannes benutzte also Weisheitslehre für sein Evangelium, weil er darin die Möglichkeiten fand, um Jesus und seine Bedeutung - sein Wesen - zu beschreiben. Wenn er von "dem Wort" schreibt, sagt er damit aus, dass in dem wirklichen Menschen Jesus Gott selbst auf die Welt gekommen ist.
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#Ein Ratschlag, eine Verheißung, Zusicherung usw. von Gott, die man in der lebendigen Begegnung mit Gott für sich annimmt. Das betrifft die Botschaften der Propheten in allen Religionen, oder auch die Erkenntnisse beim Bibellesen oder Meditieren wenn man mit Gottes Kraft, dem Heiligen Geist, abgefüllt ist.
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V.a. im Johannesevangelium wird Jesus als "Wort Gottes" bezeichnet. Das heißt letztlich, dass er direkt von Gott stammt - sozusagen eine Teil von ihm ist. Dahinter steckt eine theologische und philosophische Lehre der Antike, die auch als Weisheitslehre bezeichnet wird. Diese Lehre gab es sowohl bei den Griechen als auch im Judentum, z.B. in Teilen des Alten Testaments. Die Weisheit (Sophia) ist danach eine art personifizierte Eigenschaft Gottes, eine eigene Person, die untrennbar mit Gott verbunden ist und deshalb selbst göttlich ist (und von der gesagt wird, dass sie den Glaube, die Liebe und die Hoffnung als Kinder hat). Sie ist sozusagen Gottes Liebling und war ganz vom Anfang an bei Gott (Spr. 8,22-36). Das Wort (logos) ist bei Johannes nur eine andere Bezeichnung für die Weisheit, die sich auch schon im Alten Testament findet, denn durch sein Wort hat Gott alle Dinge geschaffen (Ps 33,6; Weisheit 9,1 - Joh 1,3). Johannes benutzte also Weisheitslehre für sein Evangelium, weil er darin die Möglichkeiten fand, um Jesus und seine Bedeutung - sein Wesen - zu beschreiben. Wenn er von "dem Wort" schreibt, sagt er damit aus, dass in dem wirklichen Menschen Jesus Gott selbst auf die Welt gekommen ist.
 
--[[Benutzer:Sophia|Sophia]] 12:30, 8. Aug 2006 (CEST)
 
--[[Benutzer:Sophia|Sophia]] 12:30, 8. Aug 2006 (CEST)
 
[[Kategorie:Synonyme und Begriffe]]
 
[[Kategorie:Synonyme und Begriffe]]

Version vom 10. Dezember 2020, 02:43 Uhr

Wort Gottes

Dieser Ausdruck kann unterschiedliche Dinge bedeuten:

  1. Der Code, mit dem Gott, die Welt geschaffen hat, und wie er für die Menschen im jüdischen Gesetz einerseits und in Jesus andererseits erscheint, damit daraus eine Beziehung zwischen Gott, den Menschen, und den Menschen untereinander nach seinem Willen besteht.
  2. Worte, die Gott spricht. Z.B. in der Versuchungsgeschichte (Mt 3,4; Lk 4,4). Diese Worte sind wichtig für das Leben der Menschen, weil sie ihrem Leben eine Richtung geben.
  3. Ein Ratschlag, eine Verheißung, Zusicherung usw. von Gott, die man in der lebendigen Begegnung mit Gott für sich annimmt. Das betrifft die Botschaften der Propheten in allen Religionen, oder auch die Erkenntnisse beim Bibellesen oder Meditieren wenn man mit Gottes Kraft, dem Heiligen Geist, abgefüllt ist.


V.a. im Johannesevangelium wird Jesus als "Wort Gottes" bezeichnet. Das heißt letztlich, dass er direkt von Gott stammt - sozusagen eine Teil von ihm ist. Dahinter steckt eine theologische und philosophische Lehre der Antike, die auch als Weisheitslehre bezeichnet wird. Diese Lehre gab es sowohl bei den Griechen als auch im Judentum, z.B. in Teilen des Alten Testaments. Die Weisheit (Sophia) ist danach eine art personifizierte Eigenschaft Gottes, eine eigene Person, die untrennbar mit Gott verbunden ist und deshalb selbst göttlich ist (und von der gesagt wird, dass sie den Glaube, die Liebe und die Hoffnung als Kinder hat). Sie ist sozusagen Gottes Liebling und war ganz vom Anfang an bei Gott (Spr. 8,22-36). Das Wort (logos) ist bei Johannes nur eine andere Bezeichnung für die Weisheit, die sich auch schon im Alten Testament findet, denn durch sein Wort hat Gott alle Dinge geschaffen (Ps 33,6; Weisheit 9,1 - Joh 1,3). Johannes benutzte also Weisheitslehre für sein Evangelium, weil er darin die Möglichkeiten fand, um Jesus und seine Bedeutung - sein Wesen - zu beschreiben. Wenn er von "dem Wort" schreibt, sagt er damit aus, dass in dem wirklichen Menschen Jesus Gott selbst auf die Welt gekommen ist. --Sophia 12:30, 8. Aug 2006 (CEST)

Interpretation in der Volxbibel & Synonyme

Der griechische Urtext des Johannesprologs erzeugt eine absichtliche Verwirrung, weil man nicht weiß, ob mit "seiner Herrlichkeit" nun die des Logos, oder Jesus gemeint ist, also wohl beides. Eine Übersetzung in der Tradition Luthers, die aus "Logos (der)" das "Wort (das)" macht, kriegt das nicht mehr so gut hin. Obwohl die ältere VB-Version mit dem “absolut planvollen und lebenschaffenden Reden” sehr ikonisch war, legt es unsere häufige Verwendung von Programmiersprache nahe, daraus "Code" zu machen, weil mit diesem modernen Wort die Grammatik plötzlich wieder im Sinn des Urtextes passt.

- Worte von Gott

- Gott redet

- das absolut richtige geplante und lebenschaffende Reden

- der Code

- der Spruch