Philipper 2

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Version vom 19. August 2011, 09:57 Uhr von Rainer Güting (Diskussion | Beiträge) (Wir haben viel Grund, für Gott abzugehen)

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Jesus, unser Star und unser Vorbild

1 Ihr seid doch so drauf, dass ihr euch gegenseitig aufbaut. Man kann bei euch doch liebevoll getröstet werden, wenn man das mal braucht. Ihr haltet doch zusammen, weil der heilige Geist das möglich macht. Und ihr spürt das, wenn es anderen schlecht geht und sie Hilfe brauchen.

2 Darüber freu ich mich auch! Total freuen würde ich mich aber, wenn ihr alle dieselbe Denkweise bekommen würdet. Wenn ihr durch die Liebe eng miteinander verbunden seid und ganz fest zusammenhaltet, das wäre echt toll.

3 Wenn es am Ende doch immer nur um euch und eure eigenen Interessen geht, dass ihr vielleicht sogar ein Star werden wollt, das wäre nicht gut. Ganz im Gegenteil, Leute, nehmt euch selber nicht so wichtig und lebt immer so, als wären alle anderen wichtiger als ihr selber.

4 Denkt nicht immer zuerst an euren Vorteil, sondern lasst die anderen Leute gut aussehen und helft ihnen.

5 Ihr sollt so draufkommen wie Jesus!

6 Obwohl er alle Möglichkeiten hatte, die einem Gott zur Verfügung stehen, hat er da drauf verzichtet, diese Möglichkeiten auch voll auszuschöpfen.

7 Er gab sogar alle seine Rechte auf. Er wurde zu einem Nichts und schlüpfte in die Rolle eines billigen Angestellten, nur um einer von uns zu werden.

8 Er schmiss sich in den Dreck und gehorchte Gott bis zum letzten Atemzug, bis zur Hinrichtung am Kreuz.

9 Darum hat Gott ihn am Ende auch groß rausgebracht. Er hat ihm eine hohe Stellung gegeben, eine höhere gibt es nicht!

10 Alles wird sich einmal vor Jesus hinschmeißen, weil er die absolute Autorität ist. Alles, was aus der übernatürlichen und natürlichen Welt kommt, wird das tun. Sogar alle, die sich im Land der Toten aufhalten,

11 alle werden irgendwann bekennen, dass Jesus Christus über allem steht! Gott der Vater soll geehrt werden.

Wir haben viel Grund, für Gott abzugehen

12 Also ihr Lieben, ihr habt ja immer alles umgesetzt, was ich euch empfohlen habe. Egal ob ich bei euch vor Ort bin oder ob ich gerade nicht da sein kann: Hört auf das, was ich euch sage! Tut was dafür, dass ihr von Gott gerettet werdet! Von dem Gott, vor dem man zittern muss.

Neuer Vorschlag für Vers 12: Hört auf das, was ich euch sage! Macht was aus eurer Errettung. Sie soll euer ganzes Leben verändern! Fürchtet Gott und nehmt ihn absolut ernst!

Begründung: Die bisherige Formulierung "Tut was dafür, dass ihr von Gott gerettet werdet" ist falsch. a) Sie ist keine korrekte Wiedergabe des griechischen Bibeltextes. Das griechische Wort, das hier steht, ist katergazesthe; Es heißt hier: vollenden, sich mühen um. In der englischen Bibel heißt es richtig: "Work out your salvation " (New Revised Standard Version, King James Version) oder (Continue to work out your salvation) Work out heißt wörtlich ausarbeiten. "Ausarbeiten" ist etwas anderes als sich etwas "erarbeiten". Wir sollen das, was Gott geschenkt hat, nicht einfach als Fahrkarte für den Himmel betrachten, die man für spätere Verwendung irgenwann in der Tasche hat, sondern ihm schon jetzt unser ganzes Leben zur Verfügung stellen, damit er uns verändern und zu seiner Ehre gebrauchen kann. (Vgl.Röm 12,1) Luthers Übersetzung: "Schaffet, dass ihr selig werdet" beruht auf einer anderen Bedeutung des Wortes katergazein, die man aber hier nicht verwenden darf, weil sie dem Gesamtzeugnis der Bibel widerspricht. Wer übersetzt, muss darauf achten, dass er den Zusammenhang des Textes beachtet (siehe 1.b) und 1 c) weiter unten) und nicht irgendeine Bedeutung des Wortes einsetzt, sondern nur eine Bedeutung, die dem Kontext entspricht. Luthers Übersetzung (bei allem Respekt für Luther!) ist also falsch (siehe auch die folgenden Erklärungen). Vollenden: Gott hat die Errettung geschenkt, sie ist ein Geschenk, ohne eigenes Zutun. Vgl. Eph. 2,8: Es ist reine Gnade, dass wir gerettet sind. Wir können nichts dazu beitragen als im Vertrauen anzunehmen, was Gott uns schenkt. Die Bibel spricht von neuem Leben, das Gott uns gibt. Genausowenig, wie wir zu unserer Geburt etwas beitragen können, können wir auch nichts dazu beitragen, dass wir gerettet werden. Jesus Christus hat alles getan. Wir müssen sein Erlösungswerk nur im Glauben annehmen. Vgl. auch Apg 15,11; Apg. 16,31. Aber die Errettung, zu der wir nichts beitragen können, ist nur der Anfang. Sie muss vollendet werden. Sie ist nur das Fundament, auf dem wir etwas bauen sollen. Gott will unser Leben umgestalten. Deshalb muss er noch an uns arbeiten. Und darum geht es. Wir sollen uns nicht auf unserer Errettung ausruhen, sondern sie mit Gottes Hilfe in unser Leben übertragen. Epheser 2,10 spricht davon, dass wir (als Christen) Gottes Werk sind und dass er gute Werke vorbereitet hat, die wir nun auch tun sollen. b) Es ist auch zu beachten, dass der Philipperbrief sich an Menschen wendet, die schon Christen sind. (Philipper 1,1). Gott hat sein gutes Werk schon in ihnen angefangen (Philipper 1,6) und Paulus ist zuversichtlich, dass Gott es auch zur Vollendung führt (ebda). Paulus spricht sie als Brüder an (Philipper 1,12; 3,1; 4,1, was in der Volxbibel aber nicht deutlich herauskommt) c) Es gibt keine Stelle im Neuen Testament, wo es heißt, dass wir, bevor wir errettet werden, erst etwas leisten müssen. Vielmehr wird überall betont, dass wir nur aus Gnade gerettet werden. Aber das ganze Neue Testament ist voll davon, dass sich unser Christsein auswirken muss. Dabei geht es nicht darum, dass wir uns Gottes Gnade nachträglich verdienen müssen (davon ist nie die Rede), sondern darum, dass Gott etwas Gutes mit uns vorhat, nichts was uns neuen Zwang auferlegt, sondern wozu uns der Dank gegen Gott und die Liebe zu Gott bewegt.

Diese Gedanken kann man nicht alle in der Übersetzung von Phil. 2,12 unterbringen, aber die Formulierung sollte so sein, dass der Vers mit der gesamten Botschaft des Neuen Testaments im Einklang ist und nicht der Bibel widerspricht. Unterschrift: Dr. Rainer Güting

13 Aber dieser Gott sorgt ja für beides bei euch, einmal, dass ihr das überhaupt wollt, und dann, dass ihr es überhaupt schaffen könnt, damit er sich über euch freut.

14 Bei allem, was ihr so anpackt, versucht immer gut drauf zu sein und passt auf, nicht ständig ins Grübeln und Zweifeln zu kommen.

15 Dann wird euer Leben sauber und mit einer guten Einstellung abgehen. Und das mitten in einer total verdrehten und perversen Welt. Ihr werdet dann strahlen wie ein Stern in einer dunklen Nacht, so sehr werdet ihr auffallen.

16 Dazu ist es wichtig, dass ihr an den Worten festhaltet, die euch den Weg zum Leben gezeigt haben. Wenn Jesus dann wiederkommt, kann ich echt stolz auf euch sein. Die ganze Arbeit mit euch hat sich echt gelohnt.

17 Selbst wenn ich bei der Arbeit für euch umgebracht werden sollte und mein Blut sozusagen wie ein Opfer für euch vergossen wird, freue ich mich. Ich freu mich nämlich, dass ihr Jesus kennen gelernt habt und jetzt mit ihm lebt!

18 Da drüber könnt ihr übrigens auch mal ’ne Runde ausrasten und euch mit mir da drüber freuen!

Auf Timotheus ist Verlass

19 Hoffentlich kann ich Timotheus bald bei euch vorbeischicken. Jesus, bitte mach, dass das klappt! Dann könnte er mir erzählen, was bei euch so abgeht, und mich ein bisschen ermutigen.

20 Es gibt echt keinen anderen Menschen, der in vielen Sachen genau so denkt und fühlt wie ich, und Timotheus sorgt sich auch genauso um euch wie ich.

21 Überall will jeder nur sein eigenes Ding machen, und keiner kümmert sich da drum, was Jesus eigentlich will.

22 Ihr wisst ja, dass man sich auf Timotheus verlassen kann. Wir haben fast eine Vater-Sohn-Beziehung, und genauso treu unterstützt er mich, wenn ich die gute Nachricht überall verbreite.

23 Sobald ich endlich weiß, wie es hier weitergeht, schicke ich ihn mal bei euch vorbei.

24 Ich vertraue Gott, dass es bald möglich sein wird, persönlich bei euch aufzuschlagen.

25 Ich hatte das Gefühl, es wäre eine gute Idee, den Epaphroditus wieder zu euch zurückzuschicken. Er war hier eine große Hilfe für mich und ist mir als Glaubensbruder, Mitarbeiter und Mitkämpfer immer gut zur Hand gegangen.

26 Er hatte jetzt aber wirklich Heimweh nach euch allen, schon alleine wegen der Sorgen, die ihr euch wegen seiner Erkrankung gemacht habt.

27 Epaphroditus war wirklich kurz davor, zu sterben, so krank war er! Aber Gott hat ihm ganz lieb geholfen, im Grunde nicht nur ihm, sondern uns beiden. Ich hätte bestimmt voll abgeheult und wäre noch trauriger geworden, als ich eh schon bin.

28 Ich hab ihn jetzt, so schnell es geht, wieder zu euch geschickt. Ich hoffe, ihr freut euch, wenn er wieder gesund bei euch ankommt. Für mich bedeutet das auch, eine Sorge weniger zu haben.

29 Organisiert ihm einen netten jesusmäßigen Empfang und freut euch mal, dass er kommt! So Leute wie er haben das echt verdient!

30 Er hat für Jesus wirklich alles gegeben und sich für mich sogar einmal in Lebensgefahr begeben. Als ihr nicht da sein konntet, war er zur Stelle.