Matthäus 6

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Matthäus 5 Matthäus 7


6. Kapitel

Sinnloser Gottesdienst

1 „Passt auf, dass ihr nicht nur gute Sachen tut, um vor den Kollegen den Lauten zu machen! Dafür bekommt ihr vom Papa im Himmel keinen Preis ausgehändigt.

2 Wenn du irgendeinem Penner auf der Straße Geld schenkst, dann tön damit nicht groß rum, wie es die Pseudos machen. Sie labern in jedem Gottesdienst die Leute voll und erzählen es jedem, ob der es hören will oder nicht. Sie wollen als die großen Helden dastehen. Ich sag nur: Die haben ihren Preis schon bekommen.

3 Also, wenn du mal irgendwo jemanden aus der Klemme ziehst, dann häng das nicht an die große Glocke, behalt es für dich.

4 Dein Papa, der dich genau beobachtet, wird dir dafür was schenken.“

Beten leicht gemacht

5 „Wenn ihr mit Gott redet, könnt ihr schön locker bleiben. Nicht so wie die religiösen Spinner, die gerne in den Kirchen oder auf der Straße rumlungern und Showbeten veranstalten, damit sie jeder bewundern kann. Ich sag dazu nur eins: Vergesst es! Da kommt von Gott auch nichts bei rüber!

6 Wenn du aber mit Gott reden willst, dann hock dich in deine Bude, mach die Tür hinter dir zu und quatsch dich mit ihm aus. Gott ist wie ein richtig guter Papa, der weiß genau, was in dir abgeht, er wird dir helfen können.

7/8 Laber deine Gebete nicht so daher wie die Leute, die keine Ahnung von Gott haben. Die glauben doch tatsächlich, wenn sie Gott total zutexten, wird er ihnen schon eine Antwort geben. Hey, euer Papa weiß schon immer vorher, worum es euch diesmal geht.

9 Jetzt mal ein Paradebeispiel, wie ihr beten könntet: ,Hey, unser Papa da oben! Du allein sollst auf dieser Welt ganz groß rauskommen!

10 Du sollst hier das Sagen haben, auf der Erde genauso, wie es ja schon da oben im Himmel der Fall ist.

11 Bitte versorg uns mit allem, was wir heute so zum Leben brauchen!

12 Und verzeih uns die Sachen, wo wir mal wieder Mist gebaut haben. Wir wollen auch denen verzeihen, die sich bei uns was zu Schulden kommen lassen.

13 Pass auf uns auf, damit wir nicht irgendwelchen fiesen Gedanken nachgeben und dir auch so untreu werden. Hol uns aus der Gefangenschaft von dunklen Gedanken und Taten raus. Denn dir ist doch nichts unmöglich, du hast die ganze Power und du sollst für immer unser Held sein. So passt es!‘

14/15 Der himmlische Papa wird euch freisprechen, wenn ihr die freisprecht, die euch etwas schulden. Tut ihr das nicht, wird Gott euch auch nicht freisprechen.“

Dinge mal sein lassen

16 „Wenn ihr mal aus religiösen Gründen nichts essen wollt, dann zieht dabei nicht so eine Fresse wie diese Pseudos, damit bloß jeder mitkriegt, wie hardcoremäßig die gerade unterwegs sind. Viel mehr als diese Reaktion von Menschen werden sie dafür sowieso nicht absahnen können.

17 Wenn du jedoch mal für Gott auf irgendwas verzichtest, dann zieh dir ganz normale Klamotten über und geh auch unter die Dusche,

18 sodass niemand etwas davon mitkriegt. Nur dein Papa im Himmel soll es sehen, der weiß ja eh alles und er wird dir dafür etwas anderes schenken.“

Kohle scheffeln, bis der Arzt kommt? Das bringt es nicht!

19 „Scheffel nicht ohne Ende Kohle und leg sie dann auf die hohe Kante! Die Kohle ist schneller weg, als du denkst, falls du nicht sogar vorher mal beklaut wirst.

20 Versuch lieber, so viel wie möglich auf dein Konto bei Gott einzuzahlen, denn das sind Werte, die nie verloren gehen und die dir auch niemand klauen kann.

21 Denn die Dinge, die ganz besonderen Wert für dich haben, dafür lebst du am Ende auch.“

Tag und Nacht

22 „Mit deinen Augen schaust du dich um und kannst so alles deutlich erkennen. Und wenn mit deinen Augen alles paletti ist, geht’s dir erst mal gut.

23 Wenn du aber Dreck auf der Linse hast, verlierst du total die Peilung. Wie übel ist es dann erst, wenn du richtig im Dunkeln bist und wenn du dann auch noch Gott aus dem Blick verloren hast!“

Gott muss die Nummer eins in deinem Leben sein!

24 „Niemand kann in zwei Mannschaften gleichzeitig spielen. Wenn er für die eine kämpft, kann er nicht auch noch für die andere da sein. Genauso wenig könnt ihr für Gott und für das Geld kämpfen. Es geht nur eins von beiden.

25 Also lasst keine Panik aufkommen, wenn ihr nichts zu fressen habt oder zu trinken oder auch keine Kleidung. Das Leben besteht aus mehr als nur zu futtern und cool auszusehen.

26 Guckt euch doch mal die Vögel an! Die gehen auch nicht Tag für Tag arbeiten oder sparen, was das Zeug hält, und trotzdem werden sie von ihrem Papa aus dem Himmel gut versorgt. Glaubt ihr nicht auch, er wird dasselbe mit euch machen können?

27 Und selbst wenn du vor lauter Panik einen roten Kopf kriegst: Länger leben kannst du dadurch auch nicht.

28 Warum habt ihr dann immer so viel Schiss, dass eure Klamotten total out und sogar peinlich werden könnten? Seht euch doch mal die Blumen auf den Wiesen genau an! Die gehen auch nicht jeden Tag arbeiten und machen sich trotzdem keinen Kopf, was sie heute wieder anziehen sollen.

29 Hey, selbst der große König Salomo, der so tierisch gut aussah, hatte längst nicht so geile Klamotten wie auch nur eine dieser schönen Blumen.

30 Also, wenn Gott sich schon so einen Kopf macht, wie sein Grünzeug aussieht, was ja heute noch blüht, aber morgen schon wieder vergammelt ist, wie viel mehr wird er sich darum kümmern, dass ihr gut ausseht?

31 Macht euch also nicht so viele Gedanken, ob ihr nun genug zu fressen und zu trinken haben werdet. Und schon gar nicht über euren Style.

32 Ihr habt doch nicht ernsthaft Bock drauf, so zu sein wie die Leute, die keine Ahnung von Gott haben und sich nur mit so einem Quatsch abgeben? Der Papa aus dem Himmel hat den genauen Plan, er weiß, was ihr so braucht und was nicht.

33 Ihr müsst nur darauf achten, dass Gott die Nummer eins in eurem Leben ist, dann wird er euch auch alles geben, was ihr so braucht.

34 Also habt keine Angst, was die Zukunft angeht! Es reicht doch, wenn jeder Tag seine Probleme mit sich bringt.“