Matthäus 5

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Version vom 31. Juli 2007, 18:54 Uhr von Micha (Diskussion | Beiträge) (Wer für Jesus gut drauf ist und wer nicht)

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Jesus macht eine neue Ansage: Was wichtig ist

1 Als Jesus sah, wie fett die Anzahl der Leute war, die ihm gefolgt waren, ging er auf einen kleinen Hügel und setzte sich mit seinen Jüngern dort hin.

2 Weil er ihnen was beibringen wollte, sagte er Folgendes zu ihnen:

Wer für Jesus gut drauf ist und wer nicht

3 Richtig glücklich sind die Zerbrochenen, die am Ende ihrer eigenen Kraft sind. Die in ihrer Verzweiflung zu Gott schreien, den aus ihnen besteht meine Welt.

4 Richtig glücklich sind die Depressiven, denn Gott wird jetzt ihre Tränen abtrocknen.

5 Richtig glücklich sind die Leute, die nicht aggromäßig drauf kommen, denn ihnen wird einmal alles gehören.

6 Richtig glücklich sind die Leute, die sich danach sehnen, dass Gott sein Ding durchzieht und für Gerechtigkeit sorgt, denn sie werden genau das erleben.

7 Richtig glücklich sind die Leute, die ein Herz für die Menschen haben, denen es dreckig geht, denn Gott hat auch ein Herz für sie.

8 Richtig glücklich sind die Leute, die kein schlechtes Gewissen mehr haben müssen; ihre Gedanken sind nicht mehr dunkel und sie werden Gott erkennen können.

9 Richtig glücklich sind die Leute, die dafür sorgen, dass sich Menschen wieder vertragen, denn man wird von ihnen sagen: das sind die Kinder von Gott.

10 Wie glücklich sind die, die voll Gottes Gerechtigkeit durchziehen, denn aus diesen Leuten besteht die Himmelswelt.

11 Wenn ihr verarscht oder gelinkt werdet oder man Gerüchte über euch verbreitet weil ihr mit mir lebt, dann könnt ihr echt froh sein.

12 Feiert deswegen und freut euch, denn nach dem Leben werdet ihr dafür ganz fett absahnen. Auch die Propheten von früher hat man übel verfolgt.“

Salz und Licht: Wie Christen in der Welt abgehen sollen

13 „Ihr seid so wichtig, wie Salz wichtig ist für diese Welt. Ohne euch würde nichts mehr richtig schmecken und ohne euch würde auch alles Gute vergammeln. Wenn das Salz lasch geworden ist und nicht mehr wirkt, gehört es in den Mülleimer, damit es da restlos entsorgt wird.

14 Auch sehe ich euch wie eine 1000-Watt-Halogenlampe in dieser Welt. Wenn eine Stadt oben auf einem Berg liegt, kann man ihre Beleuchtung nachts ja auch noch kilometerweit sehen.

15 Wenn du dir eine Lampe für dein Zimmer besorgst und sie nachts anmachst, dann stellst du sie doch auch nicht unters Bett. Ganz im Gegenteil, du hängst sie oben irgendwo auf, damit es im ganzen Zimmer hell wird.

16 Genauso soll auch euer Licht für alle Menschen sichtbar sein. So wie ihr lebt und an eurer Einstellung, daran sollen sie euren Papa im Himmel erkennen und von ihm begeistert sein.“

Was Gott sagt

17 „Ihr glaubt doch nicht im Ernst, ich bin da, um das, was Gott damals durch die Propheten gesagt hat und durch Mose, der den alten Vertrag für euch unterschrieben hat(*), für null und nichtig zu erklären. Ganz im Gegenteil, ich bin dazu da, um genau das voll durchzuziehen, was dort steht.

18 Denn das müsst ihr euch klar machen: Nicht die kleinste Klausel wird jetzt unwirksam, es wird so lange funktionieren, wie die Erde funktioniert.

19 Wenn einer behauptet, dieser alte Vertrag zwischen Gott und Israel wäre jetzt total egal, und andere Leute dazu bringt, ihr eigenes Ding zu machen, der wird auch irgendwann für Gottes Ding total egal sein. Wenn jemand aber anderen diesen Vertrag erklärt, ihnen klar macht, was Gott geil findet und was nicht, der wird mal bei Gott eine fette Rolle spielen.“

Was bei Gott angesagt ist und was nicht: Jesus legt die Gesetze der Juden anders und auch radikaler aus

20 „Hey, ihr müsst echt voll aufpassen, dass ihr nicht so werdet wie die religiösen Profis, diese Pharisäer und Theologen. Ihr müßte es sehr viel besser bringen. So kommt ihr nämlich nicht in das Land, wo Gott das Sagen hat(**).

21 Ihr habt gehört, dass Mose, der ja den alten Vertrag unterzeichnet hat, meinte: ,Ihr sollt niemanden ermorden! Wenn du aber jemanden ermordest, wirst du angeklagt und bestraft.‘

22 Ich sage dazu aber Folgendes: Selbst wenn du nur ein Hasskappe auf deinen Kollegen schiebst, musst du damit rechnen, angeklagt zu werden. Wenn jemand zu seinem Kollegen sagt: ‚Du Schwein‘, der wird vom Weltgerichtshof verurteilt werden, und wer noch ganz andere üble Sachen über ihn ausspricht, wird in der Hölle verkohlen.

23 Wenn du auf deinem Platz im Gottesdienst hockst und dir plötzlich einfällt, dass ein Kollege gerade ein Problem mit dir hat,

24 dann lass alles stehen und liegen, geh zu deinem Bruder und versuche erst mal das Ding mit ihm klarzukriegen, bevor du wieder in den Gottesdienst gehst.

25 Und wenn du mal angeklagt wirst, versuch dich um jeden Preis mit deinem Gegner zu einigen, bevor ihr vor dem Richter landet. Am Ende steckt der dich sonst in den Knast.

26 Dann wird man dich am Ende so lange im Knast schmoren lassen, bis du den letzten Cent bezahlt hast.“

Versuche um jeden Preis straight zu leben

27 „Ihr wisst doch zum Beispiel auch, dass im alten Vertrag steht: ‚Du sollst nicht fremdgehen, wenn du verheiratet bist!‘

28 Dagegen meine ich: Wer alleine auf eine verheiratete Frau scharf ist und sie in seiner Phantasie schon fast ausgezogen hat, ist mit ihr in Gedanken schon fremdgegangen.

29 Wenn du damit also auf Dauer ein Problem hast und das nicht auf die Reihe kriegst, dann solltest du lieber deine Augen rausoperieren lassen und blind rumlaufen. Ich bin der Meinung: Besser blind im Himmel, als sehend in der Hölle.

30 Wenn du deine Finger nicht von bestimmten Sachen lassen kannst, dann hack sie lieber ab, als damit Mist zu bauen. Ich bin der Meinung: Besser einhändig im Himmel, als mit beiden Händen in der Hölle.“

Wie man den alten Vertrag in Bezug auf Ehe auslegen sollte

31 „Bis jetzt war die Ansage: ‚Wenn ein Mann seine Frau in die Wüste schicken will, soll er ihr ein Formular ausfüllen und sich dann von ihr verabschieden. Dann ist er sie los.‘

32 Dagegen meine ich: Wenn sich ein Mann von seiner Frau trennt, obwohl die ihn nicht betrogen hat, so bringt er sie im Grunde dazu, ihre bestehende Ehe zu brechen, sobald sie mit einem anderen ins Bett steigt. Das bedeutet auch, dass jemand, der eine geschiedene Frau heiratet, sie im Grunde dazu bringt, ihre bestehende Ehe zu brechen.“

Straight sein in Dingen, die man sagt

33 „Ihr habt ja auch gehört, dass in dem alten Vertrag steht: ‚Wenn du dein großes Ehrenwort gibt, musst du auch wirklich die Wahrheit sagen, und wenn du irgendwas hoch und heilig versprichst, musst du das auch halten.‘

34 Ich meine dagegen: Du sollst generell überhaupt kein Ehrenwort abgeben und auf etwas schwören! Und erst recht nicht, indem du dich dabei auf den Himmel berufst, denn da wohnt ja Gott und er hat da alleine das Sagen.

35 Das Gleiche gilt im Grunde auch, wenn du auf Dinge aus der Welt schwörst, wie zum Beispiel auf deine Mutter oder so, denn das ist genauso ein anmaßender Blödsinn, weil Gott das ja alles geschaffen hat. Das gilt auch für Städte, wie zum Beispiel Jerusalem, denn gerade die ist nun wirklich alleine Gottes Stadt.

36 Auf dich selbst kannst du ja auch nicht schwören, denn du bist ja noch nicht mal in der Lage, deine Haarfarbe von Geburt an zu bestimmen.

37 Bleib doch einfach bei den zwei Worten, sag entweder ‚ja‘ oder ‚nein‘, alles andere ist total übel und es zeigt nur, dass du irgendwie falsch gepolt bist und es mit der Wahrheit nicht so eng siehst, wenn du mal gerade nicht schwörst.“

Lieben ist besser als Hassen

38 „In dem alten Vertrag steht: ‚Wenn dir jemand auf das eine Auge haut, darfst du zurückschlagen, aber nur so, dass er auch ein Veilchen kriegt. Wenn dir jemand die Fresse poliert, dann darfst du ihm auch die Fresse polieren, aber nicht mehr.‘

39 Ich stelle dagegen: Haltet aus, wenn euch jemand anzeckt, lasst euch ein entspanntes Gegenmittel einfallen! Wenn du was von jemandem aufs rechte Ohr bekommst, dann sag ihm zum Beispiel, er soll dir auf das linke auch noch mal draufhauen!

40 Wenn jemand dir deine Klamotten klauen will, dann gib ihm die Schuhe auch noch dazu!

41 Falls jemand von dir verlangt, dass du mit ihm einen Kilometer spazieren gehst, dann geh mit ihm zwei!

42 Sei großzügig und gib, was man von dir will, auch wenn man es nur leihen möchte.

43 Man meint ja auch bei euch: ,Liebe die Leute, die nett zu dir sind, und hasse die Leute, die ätzend zu dir sind!‘

44 Ich sage euch aber: Liebe die Leute, die ätzend zu dir sind. Bete für alle, die keinen Bock auf dich haben, miese Intrigen gegen dich anstiften und dir übel nachstellen!

45 Wenn ihr so drauf seid, merkt man euch an, dass ihr zu einer anderen Familie gehört, nämlich zu der des Papas im Himmel. Sein Motto ist ja: Lass die Sonne für die guten Leute genauso scheinen wie für die miesen, und lass es für die, die auf Gott Bock haben, genauso regnen wie für die, die ohne Gott leben wollen.

46/47 Wenn du nur nett zu deinen Freunden bist, was ist daran schon cool? Dann bist du genauso drauf wie die, die nicht mit Gott leben.

48 Euer Ziel sollte aber sein, so perfekt draufzukommen, wie Gott. Denn der ist ja nun wirklich total perfekt.“




(*) Der „alte Vertrag“, im Original „das Gesetz“, aus dem ersten Teil der Bibel war sozusagen ein komplettes Lebensprogramm mit vielen Regeln, nach dem sich die Menschen richten sollten. Gott hatte ihn mit den Israeliten und ihrem Anführer Mose geschlossen.

(**) In diesem Land, wo Gott das Sagen hat, im Original „Reich Gottes“, hat das Böse und Dunkle nichts mehr zu melden. Gott ist dort so was wie der Bundeskanzler oder der Präsident und bestimmt alles durch seine Liebe.