Matthäus 2

Aus Volxbibel Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Übersichtsseite Matthäus | zurück zu Matthäus 1 | weiter zu Matthäus 3



Die studierten Jungs suchen den neuen König

1 Jesus wurde in dem Kuhdorf Bethlehem im Bezirk Judäa in Israel geboren. Herodes hatte damals dort das Sagen. Irgendwann kamen so Forscher aus Vorderasien, die sich tierisch gut mit den Sternen auskannten, in die Hauptstadt Jerusalem und quetschten überall die Leute aus:

2 „Wo ist der Typ, der in Zukunft das Sagen hat in Jerusalem? Wir haben das in den Sternen gesehen und sind hergekommen, um ihm zu sagen, wie geil wir das finden.“

3 Der König Herodes war total fertig, als er das hörte, und nicht nur er, alle in Jerusalem waren das.

4 Er organisierte sofort ein Meeting mit den angesagtesten religiösen Typen und den Leuten, die viel studiert hatten und eine Menge wussten. Die fragte er: „Wisst ihr, wo dieser König geboren werden soll?“

5 Darauf meinten sie zu ihm: „In Bethlehem, das hat Micha schon in seinem Prophetenbuch geschrieben. Dort steht:

6 ‚Bethlehem, du bist nicht die unangesagteste Stadt in Judäa. Denn aus dir wird der Mann kommen, der sich um meine Leute in Israel kümmern wird.‘“

7 Da rief Herodes die Forscher heimlich zu sich, weil er genau wissen wollte, wann sie den Stern zum ersten Mal gesehen hatten. Danach befahl er ihnen, nach Bethlehem zu gehen:

8 „Ihr müsst dort das Kind suchen und mir sofort Bescheid geben, wenn ihr es gefunden habt, okay? Ich gehe dann auch mal vorbei, um ihm und allen anderen klar zu machen, wie toll ich das finde.“

9 Nachdem sie dies so bequatscht hatten, gingen die Forscher nach Bethlehem. Dort passierte etwas total Abgefahrenes: Der Stern, den sie in Vorderasien gesehen hatten, leitete sie fast wie ein GPS-System direkt zu dem Haus, wo das Baby lag.

10 Darüber rasteten sie vor Freude total aus.

11 Sie gingen in die Hütte, wo der Stern drüber stehen blieb, und fanden dort Maria mit ihrem Baby. Sie fielen sofort auf ihre Knie und jubelten ihm zu. Anschließend packten sie die Geschenke aus, ein paar Goldbarren sowie ganz wertvolle Räucherstäbchen und Kräuter, die sie extra aus ihrem Land mitgebracht hatten.

12 In der Nacht sagte Gott durch einen Traum zu ihnen, sie sollten nicht mehr bei Herodes vorbeischauen. Darum wählten sie einen Umweg, um nach Hause zu kommen.

Maria und Josef hauen nach Ägypten ab

13 In der nächsten Nacht hatte Josef einen heftigen Traum: Er sah einen Engel Gottes, der ihm befahl: „Ab nach Ägypten! Nimm das Baby und die Mutter und mach dich auf die Socken. Ich werde mich bei dir melden, wenn ihr zurückgehen könnt. Herodes will nämlich euer Kind töten.“

14 Da haute Josef in der Nacht mit Maria und dem Baby ab nach Ägypten.

15 Dort versteckten sie sich, bis Herodes abgenippelt war. Damit erfüllte sich, was schon die alten Propheten früher mal vorausgesagt hatten: „Ich habe meinen Sohn aus Ägypten rausgeholt.“

Jesus soll umgebracht werden

16 Herodes rastete total aus, als er mitbekam, dass die Astronomen ihn gelinkt hatten. Wütend ließ er alle Jungen töten, die unter zwei Jahre alt waren und in Bethlehem und Umgebung wohnten. Als Anhaltspunkt berechnete er die Geburtszeit nach den Angaben der Sternenforscher.

17 Mit diesem derben, brutalen Mord wurde wahr, was der Prophet Jeremia schon vor langer Zeit vorhergesagt hatte:

18 „In der Stadt Rama wird man ohne Ende Angst haben und weinen. Rahel wird tierisch abheulen, weil ihre Kinder alle tot sind.“

Wieder in Ägypten …

19 Als Herodes schließlich das Gras von unten sah, hatte Josef im Traum wieder Besuch von einem Engel Gottes, der zu ihm sagte:

20 „Mach dich auf die Socken, nimm die Mutter und geh wieder nach Israel zurück! Die Typen, die das Kind umbringen wollten, sind tot.“

21 Also machten sich Josef und Maria auf den Weg zurück nach Israel.

22 Schließlich hörte er das Gerücht, dass Archelaus, der Sohn von Herodes, der neue König von Judäa war. „Schlechte News!“, dachte Josef, denn der war auch ziemlich berüchtigt. Gott sagte ihm aber in einem Traum, er sollte in das Gebiet Galiläa gehen und sich da erst mal ’ne Wohnung nehmen.

23 Sie gingen darum erst mal rüber nach Nazareth und bauten dort ihren Stützpunkt auf. Dadurch wurde auch das noch wahr, was die Propheten über den Auserwählten, den Christus, schon vor Jahrhunderten vorhergesagt hatten. Sie sagten nämlich: „Man wird von ihm sagen: ,Er ist einer aus Nazareth.‘“