Matthäus 11

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Version vom 16. Januar 2007, 02:03 Uhr von Martin (Diskussion | Beiträge) (Jesus betet zum Vater)

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1 Nachdem Jesus diese heftigen Ansagen an seine zwölf Leute abgelassen hatte, ging er weiter in die anderen Städte, die in der Gegend waren. Dort wollte er mit seinen Schülern auch seine Botschaft unters Volk bringen.

Jesus trifft auf Johannes

2 Johannes, der Mann, der die Leute getauft hatte, den hatten sie in der Zeit in den Knast geworfen. Dort erzählte man ihm von den heftigen Sachen, die bei Jesus so abgingen. Er schickte deshalb ein paar aus seiner Gruppe zu Jesus, um ihn mal auszutesten:

3 „Bist du der Typ, der uns alle aus dem Dreck rausholen soll, oder müssen wir noch länger warten?“

4 Jesus sagte dazu nur: „Geht zu Johannes und erzählt ihm, was ihr gesehen habt, als ihr bei mir wart:

5 Blinde können wieder sehen, Krüppel können wieder gehen, Aidskranke können wieder lachen, weil sie gesund sind, die mit kaputten Ohren können wieder hören, selbst Tote fangen wieder an zu leben, und den Leuten, die keine Kohle haben, wird eine gute Nachricht erzählt.

6 Und dann sagt ihm noch: Die, die keine Probleme mit mir haben, die haben das große Los gezogen!“

7 Nachdem sie wieder abgehauen waren, hatte Jesus noch was für den Rest der Menschen, die da rumstanden: „Warum seid ihr überhaupt zu Johannes gegangen, als der in der Wüste abhing und seine Geschichten erzählte? Wolltet ihr einen Typen sehen, der immer sofort einknickt, wenn mal ein Windchen weht?

8 Oder wolltet ihr einen feinen Pinkel sehen im Armanilook? Dann hättet ihr nach Monaco fahren sollen!

9 Oder wolltet ihr jemanden sehen, der den direkten Draht zu Gott hat, einen Propheten? Also Johannes ist auf jeden Fall ein großer Prophet.

10 Johannes ist der Mann, von dem schon in dem alten Buch steht: ‚Ich schicke jemanden schon mal vorweg, der ist die Preview, der Vorfilm für denjenigen, der dann auflaufen wird.‘

11 Eine Sache gebe ich euch schriftlich: Er ist jetzt schon der derbste von allen Menschen, die je geboren wurden. Trotzdem werden die, die jetzt am wenigsten zu sagen haben, mal im Land, wo Gott wohnt, ganz vorne sein, weiter als er auf jeden Fall.

12 Und seit Johannes versuchen die Mächtigen mit allen Mitteln zu verhindern, dass Gott ganz groß rauskommt.

13 Das ganze alte Buch und die Jungs mit dem besonderen Draht nach oben, die Propheten bis hin zu Johannes, hatten das schon vorausgesagt.

14 Falls ihr das überhaupt kapiert: Er ist Elia, von dem die Propheten schon immer Geschichten erzählt haben. Die meinten, wenn er kommt, dann geht’s richtig ab, dann bricht die Zeit an, in der Gott das Sagen hat.

15 Sperrt eure Lauscher auf und tut, was ich euch sage!“

Jesus geht mit den Leuten seiner Zeit hart zur Sache

16 „Was für Vergleiche fallen mir ein, wenn ich an die Menschen denke, die ich heute so kenne? Sie sind wie Kids, die im Jugendzentrum rumhängen und nicht so richtig verstanden haben, worum es eigentlich geht. Was auch gerade abgeht, man kann es ihnen nicht recht machen. Sie sagen zu ihren Freunden:

17 ,Wir waren auf ’ner krassen Party und ihr habt nicht abgetanzt. Anschließend waren wir auf einer Beerdigung, und ihr wolltet nicht heulen.‘

18 Johannes hat zum Beispiel manchmal wochenlang nichts gegessen und getrunken. Da meintet ihr sofort: ‚In dem lebt ein fieser Geist!‘

19 Jetzt ist der Typ da, der einer von euch ist und gleichzeitig Gott, der ernährt sich genauso wie ihr. Und ihr motzt gleich rum: ,Der frisst und säuft sich die Hucke voll und hängt nur mit seltsamen Leuten rum.‘ Doch Gott wird das irgendwann klarstellen, wer hier richtig liegt und wer falsch.“

20 Danach ließ Jesus noch seinen Frust ab über die Städte, in denen er die heftigsten Wunder getan hatte und man sich trotzdem kein Stück verändern wollte.

21 „Oh Mann, ihr da in Chorazin und Betsaida, wacht endlich auf! Wenn die Wunder, die ich bei euch getan habe, in den ekligen, dreckigen Städten passiert wären, wie zum Beispiel in Tyrus oder Sidon, dann hätten sie alle angefangen, ihr Leben zu hinterfragen, sie hätten eingesehen, dass sie viel Mist bauen, und hätten das geändert!

22 Am letzten Tag der Abrechnung, da werden Tyrus und Sidon besser wegkommen als ihr.

23 Und dir, eingebildetes Kapernaum, wird es richtig dreckig gehen! Wenn rauskommen wird, was du so alles erlebt hast, und man das mit Sodom(*) vergleicht, dann würde diese Stadt noch stehen.

24 Darauf kannst du dich verlassen: Sodom wird am letzten Tag, wo Gott die große Abrechnung startet, besser dastehen als du!“

Jesus betet zum Vater

25 Und Jesus fing an vor allen mit Gott zu reden: „Hey Papa, du regierst über das ganze Universum. Danke, dass du den Leuten, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, nicht erzählt hast, was wirklich abgeht, aber denen, die das Gefühl haben, dass sie dumm sind und nichts begreifen, denen hast du es gezeigt.

26 Yes, Daddy, du willst, dass es so passiert und nicht anders.

27 Mein Papa hat mir den Joystick für diese Welt in die Hand gegeben. Nur der Papa kennt seinen Sohn, und keiner kennt den Papa im Himmel so gut, wie ich ihn kenne. Und natürlich auch die, denen ich zeige, wie der Papa ist.

28 All ihr Depressiven, Fertigen und Kaputten, kommt zu mir her! Ich werde dafür sorgen, dass ihr euch so richtig ausruhen könnt.

29 Lasst mich der Boss in eurem Leben sein und lasst euch von mir zeigen, wie man richtig lebt! Ich bin nicht so drauf, dass ich euch von oben herab zu irgendetwas zwingen will. Bei mir könnt ihr Ruhe finden.

30 Ich will euch nicht unter Druck setzen, ich möchte, dass es euch gut geht!“




(*) Sodom war eine ziemlich fiese Stadt, wo die Menschen, die da wohnten, nur Mist gebaut haben: Leute ausgeraubt, andere Götter angebetet, Sex mit Eseln und alles so Sachen, auf die Gott überhaupt keinen Bock hat.