Markus 2: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Am Feiertag soll man es ruhig angehen lassen)
 
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=== Ein Körperbehinderter wird gesund ===
  
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1 Ein paar Tage später war Jesus wieder in Kapernaum. Dass er wieder da war, sprach sich schnell rum.
  
=== Johannes der Täufer meint: Ändert euch! ===
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2 Es dauerte keinen Tag, da war sein Haus schon wieder von tausend Leuten belagert. Die Sitzplätze waren schnell weg, nicht mal mehr vor den Fenstern und der Tür war noch was frei. Und Jesus erzählte ihnen von Gott.
  
1 Hier geht es um eine sehr coole Sache, wirklich gute Nachrichten für alle, über Jesus Christus, den Sohn von Gott!
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3 Plötzlich kamen vier Männer, die einen querschnittsgelähmten Freund auf einer Trage heranschleppten.
  
2 Es fing alles genau so an, wie es der Prophetentyp Jesaja schon im alten Buch vorhergesagt hatte: „Pass auf! Ich werde für dich einen Ansager organisieren. Er wird im Voraus für alles sorgen.
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4 Weil es so voll war und sie einfach nicht durchkamen, kletterten die vier aufs Dach. Einer nahm die Ziegel runter, und dann ließen sie ihren Freund durch das Loch mit ein paar Seilen fahrstuhlmäßig langsam runter.
  
3 Der ist wie ein Megaphon, man hört ihn schon von weitem, und er wird rufen: ‚Platz da! Der Meister kommt! Macht den Weg frei!‘“
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5 Als Jesus bemerkte, wie groß ihr Vertrauen auf ihn war, redete er mit dem Gelähmten: „Hey du, der ganze Mist, den du gebaut hast, ist jetzt vergeben und vorbei!
  
4 Dieser Ansager hieß Johannes. Er lebte mitten in der Wüste und forderte die Leute auf, so ein religiöses Waschritual zu machen, man nannte das Taufe. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass man sein Leben ändern wollte.
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6 Einige von den Jungs, die viel Ahnung von den religiösen Texten hatten, waren davon nicht so begeistert.
  
5 Von überall kamen die Leute angereist, aus Jerusalem und Judäa, um sich seine Reden anzuhören. Sie erzählten ihm, wo sie Mist in ihrem Leben gebaut hatten, und dann taufte er sie.
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7 „Wie kann der bitte so ’ne Ansage machen? Der macht doch Gott lächerlich! Nur Gott alleine kann unsere Schuld vergeben, nur er kann diese Distanz zwischen ihm und uns wieder wegmachen!“
  
6 Johannes hatte Klamotten aus Kamelhaaren und trug dazu einen Ledergürtel. Er aß Heuschrecken und Honig zum Mittag, so derbe drauf war er.
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8 Jesus hatte schon längst bemerkt, was in denen vorging: „Warum machen Sie sich über so was nur solche Gedanken?
  
7 Er machte allen Leuten die Ansage: „Bald wird einer da sein, der ist so wichtig und groß, dem kann ich noch nicht mal die Schuhe putzen.
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9 Was ist denn leichter? Zu dem Behinderten hinzugehen und zu sagen: ‚Dein Mist ist vergeben und vorbei‘‚ oder zu ihm zu sagen: ‚Steh auf, nimm dein Zeug unter deinen Arm und lauf wieder‘?
  
8 Ich hab nur mit Wasser getauft. Der wird aber mit der Power von Gott taufen, mit seinem Geist!
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10 Aber ich werde Ihnen jetzt beweisen, dass der Auserwählte Gottes die Vollmacht hat, den Mist zu vergeben und die Schulden zu erlassen, die man bei Gott hat.Dann beugte er sich zu dem Typen runter und sagte ihm:
  
9 Schließlich kam Jesus, der aus der Stadt Nazareth stammte, mal vorbei. Er wollte sich auch taufen lassen.
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11 „Los, steh auf! Nimm deine Sachen und geh nach Hause! Du bist jetzt wieder gesund.
  
10 Als er nach der Taufe aus dem Wasser wieder hochkam, öffnete sich der Himmel ganz plötzlich über ihm. Der Geist, der von Gott kommt, schwebte auf ihn runter, und zwar in Form einer Taube.
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12 Der Typ sprang sofort von seiner Trage runter, nahm seine Klamotten und drängelte sich durch die Menschenmasse nach draußen. Da waren alle total geplättet und dankten Gott für dieses Wunder. „So was haben wir hier ja noch nie erlebt!“
  
11 Und dann hörte man plötzlich eine Stimme aus dem Off, die sagte laut: „Du bist mein Sohn, den ich sehr liebe. Ich freue mich total über dich!“
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13 Schließlich ging Jesus wieder ans Ufer vom See. Dort unterrichtete er viele Leute, die zu ihm gekommen waren.
  
=== Ab in die Wüste ===
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14 Auf dem Weg in eine andere Gegend traf er Levi, der aus der Familie vom Alphäus kam. Levi war [[Zöllner|Steuereintreiber]] und saß gerade in seinem Zollhäuschen an der Straße. „Komm mit!“, sagte Jesus zu ihm. Das ließ der sich nicht zweimal sagen.
  
12 Kurze Zeit später führte der Geist von Gott Jesus in die Wüste.
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15 Levi organisierte erst mal ’ne große Party. Er hatte neben Jesus und seinen Freunden auch viele Menschen eingeladen, die in der Gesellschaft als Dreck galten. Dazu gehörten auch einige andere Steuereintreiber, die sehr unbeliebt waren, weil sie die Menschen abzockten und den einen oder anderen Euro in die eigene Tasche wandern ließen. Außerdem waren dort noch andere Leute, die bisher nichts mit Gott zu tun hatten.
  
13 Vierzig Tage lang hatte er dort eine ätzende Zeit. Satan versuchte ihn dabei vom richtigen Weg abzubringen. Er lebte mit den Tieren zusammen, und ein paar Engel kamen vorbei, die für ihn sorgten.
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16 Als die religiösen Streber, diese Pharisäer, mitkriegten, mit was für Leuten Jesus zusammen war, fragten sie seine Freunde: „Warum hängt der bloß mit so einem Gesocks ab?“
  
=== Jesus sagt: Es geht jetzt los ===
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17 Jesus bekam das mit und meinte: „Die Leute, die gesund sind, brauchen nicht zum Arzt zu gehen. Aber die Kranken und Fertigen, die brauchen einen Arzt. Und für genau die bin ich ja auch da, nicht für die, die sowieso schon mit Gott leben!“
  
14 Nachdem Johannes von Herodes Antipas, der damals das Sagen hatte, in den Knast gesteckt worden war, zog Jesus nach Galiläa, um von da aus loszulegen. Er erzählte folgende Message:
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=== Neue Sachen passen nicht in alte Formen ===
  
15 „Es geht los, Leute! Es hat eine neue Zeit begonnen, eine Zeit, in der Gott das Sagen hat. Hört auf, Dinge zu tun, die Gott nicht will, und setzt euer Vertrauen auf diese neue gute Nachricht!“
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18 Die Gruppe um Johannes und auch diese religiösen Streber fasteten öfters mal. Das heißt, sie aßen aus religiösen Gründen eine Zeit lang nichts und verzichteten auch noch auf andere Sachen. Irgendwann kamen ein paar Typen zu Jesus und wollten von ihm wissen, warum die Leute von Johannes und auch die Pharisäer fasten, aber seine Leute nicht.
  
16 Am See Genezareth traf Jesus auf Simon und dessen Bruder Andreas. Die waren von Beruf Fischer und gerade bei der Arbeit.
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19 Jesus meinte dazu: „Wie ist das denn bei einer Hochzeit? Sitzen die Gäste da auch frustriert rum, wenn der Typ, der heiratet, noch dabei ist? Natürlich nicht! Sie feiern, bis der Arzt kommt, solange der Bräutigam noch da ist.
  
17 Jesus meinte zu den beiden: „Hey ihr zwei! Kommt mit, ich will euch zeigen, wie man Menschen an die Angel kriegt.
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20 Aber irgendwann wird der verschwinden, und dann gibt es noch genug Zeit zum Traurigsein und zum Fasten.
  
18 Die zwei ließen sofort alles stehen und liegen und gingen mit ihm mit.
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21 Keiner würde einen 200-PS-Porschemotor in eine alte Ente einbauen. Das Teil würde sich bei 180 auf der Autobahn von selbst zerlegen.  
  
19 Gleich um die Ecke hingen die Söhne von Zebedäus, Jakobus und Johannes, im Boot, um Netze zu flicken.
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22 Genauso würde niemand, der Wein macht, den Traubensaft in alte brüchige Flaschen einfüllen. Wenn der dann gärt und sich ausdehnt, explodieren die Teile, und alles wäre kaputt. Genauso müssen die neuen Ideen über Gott auch auf eine neue Grundlage gestellt werden.
  
20 Zu denen sagte Jesus auch nur: „Mitkommen!“, und beide folgten ihm sofort. Sie ließen ihren Vater bei den Zeitarbeitern, die auch mit im Boot waren, zurück und gingen mit ihm.
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=== Am Feiertag soll man es ruhig angehen lassen ===
  
21 Schließlich kamen sie in die Stadt Kapernaum. An dem besonderen jüdischen Feiertag, dem Sabbat, ging Jesus in die Synagoge(*), um den Leuten dort was beizubringen.
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23 An dem religiösen Feiertag, dem Sabbat, gingen Jesus und seine Leute durch die Getreidefelder spazieren. Auf dem Weg pflückten sie ein paar Getreidekörner, um darauf rumzukauen.
  
22 Alle waren total baff von seiner Art und von dem, was er so rüberbrachte. Er hatte es voll drauf, im Gegensatz zu diesen Schriftgelehrten, den religiösen Profis, die auch immer aus dem alten besonderen Buch zitierten. Alle merkten sehr krass, dass durch Jesus Gott zu ihnen redete.
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24 Die religiösen Streber machten deswegen voll den Aufstand: „Unglaublich, sehen Sie sich das mal an! Nach unserem religiösen Gesetz ist es strengstens verboten, am Sabbat etwas abzupflücken.
  
23 In der Synagoge war ein Typ, der hatte so einen fiesen Geist in seinem Körper, einen Dämon.
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25 Jesus blieb aber ganz cool und meinte nur: „Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich schon mal in den alten Texten gelesen? Unser ehemaliger Präsident David und seine Männer
  
24 Der fing voll an zu zappeln und schrie: „Was willst du, Jesus? Bist du da, um uns fertig zu machen? Ich weiß genau, wer du bist. Du bist der von Gott Auserwählte!“
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26 haben sich, als ihnen der Magen knurrte, auch im Haus von Gott an den Broten bedient, die eigentlich für die Priester reserviert waren.
  
25 „Halt’s Maul!“, schrie Jesus zurück. „Verlass diesen Typen!“
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27 Der Sabbat wurde als besonderer Tag für den Menschen gemacht, an dem er sich mal ausruhen kann und es ist nicht so, dass der Mensch gemacht wurde, um etwas für den Sabbat zu machen.
  
26 Der Dämon zappelte hin und her, quiekte noch einmal, und dann zog er Leine.
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28 Darum hat der Auserwählte Gottes das Recht zu entscheiden, was am Sabbat okay ist und was nicht.“
 
 
27 Die Zuschauer waren alle total durch! Sie steckten die Köpfe zusammen und meinten: „Was ist das für eine derbe Geschichte, die der da erzählt? Und woher hat er diese Power? Sogar die Dämonen müssen tun, was er sagt!“
 
 
 
28 Die News verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in ganz Galiläa.
 
 
 
29 Als Jesus aus der Synagoge draußen war, wollten sie noch Simon und Andreas besuchen gehen. Jakobus und Johannes waren auch dabei.
 
 
 
30 Die Schwiegermutter von Simon war sehr krank. Sie hatte Grippe und lag mit vierzig Fieber im Bett. Als sie ihm das gesagt hatten,
 
 
 
31 machte er auch noch einen Krankenbesuch klar. Er ging in das Zimmer und packte ihre Hand. Dann zog er sie aus dem Bett hoch, und im selben Augenblick war das Fieber weg! Die Frau ging erst mal in die Küche und machte einen Imbiss für alle.
 
 
 
=== Jesus hat Sprechstunde und heilt Menschen von Krankheiten ===
 
 
 
32 Abends nach Sonnenuntergang war Sprechstunde angesagt. Alle Leute, die irgendwie krank waren oder auch Probleme mit Dämonen hatten, wurden vorbeigebracht.
 
 
 
33 Die ganze Stadt war plötzlich an der Tür und wollte was.
 
 
 
34 Sehr viele Leute wurden an dem Abend von Jesus wieder gesund gemacht. Er bekämpfte viele Dämonen erfolgreich. Nachdem die Dämonen aus dem Menschen rausgeschmissen waren, gab Jesus ihnen die Order, bloß nichts zu sagen. Denn die wussten genau, wer ihnen da gegenüberstand.
 
 
 
35 Am nächsten Morgen ging Jesus erst mal an einen Ort, wo er ganz alleine sein konnte, um zu beten.
 
 
 
36 Später gingen ihm Simon und die anderen hinterher.
 
 
 
37 Als sie ihn gefunden hatten, meinte einer: „Hey Jesus, alle wollen wissen, wo du bist!“
 
 
 
38 „Wir haben noch eine lange Tour vor uns, ich will noch in anderen Städten Predigten halten. Dazu bin ich da.“
 
 
 
39 Also zog er durch das ganze Gebiet von Galiläa, er predigte in den Synagogen, und bei vielen Leuten vertrieb er auch die bösen Geister aus ihrem Körper.
 
 
 
40 Da kam ein Typ, der eine ganz schlimme Krankheit hatte, so was wie Aids, zu Jesus. Er kniete sich vor ihm hin und bettelte: „Herr Jesus, ich weiß, wenn Sie wollen, dann können Sie mich gesund machen!“
 
 
 
41 Der Typ tat Jesus voll Leid. Er fasste ihn an und sagte: „Ist in Ordnung. Du bist jetzt gesund!“
 
 
 
42 Sofort waren die Symptome weg, und er war geheilt.
 
 
 
43 Jesus verpasste ihm aber erst mal einen Maulkorb:
 
 
 
44 „Geh jetzt sofort zum Priester und lass dich von ihm durchchecken. Unterwegs mit keinem reden, klar? Nimm ein paar Sachen auf dem Weg mit, die du dann in unserem Tempel nach den Vorschriften von Mose auf dem Altar verbrennen musst. Damit soll allen bewiesen werden, dass du wirklich gesund bist!
 
 
 
45 Aber der Typ hielt sich nicht an die Abmachung. Völlig begeistert erzählte er jedem, den er vors Rohr kriegte, von seiner Heilung. Dadurch wurde Jesus berühmt und konnte sich nicht mehr überall blicken lassen. Schließlich hing er nur noch an Plätzen rum, die nicht so viele Leute kannten. Aber auch da waren schnell viele Menschen von überall bei ihm.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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(*) Synagogen nannte man die Häuser, in denen die Juden am Sabbat (Samstag) ihren Gottesdienst feierten.
 

Aktuelle Version vom 11. April 2019, 17:36 Uhr


Ein Körperbehinderter wird gesund

1 Ein paar Tage später war Jesus wieder in Kapernaum. Dass er wieder da war, sprach sich schnell rum.

2 Es dauerte keinen Tag, da war sein Haus schon wieder von tausend Leuten belagert. Die Sitzplätze waren schnell weg, nicht mal mehr vor den Fenstern und der Tür war noch was frei. Und Jesus erzählte ihnen von Gott.

3 Plötzlich kamen vier Männer, die einen querschnittsgelähmten Freund auf einer Trage heranschleppten.

4 Weil es so voll war und sie einfach nicht durchkamen, kletterten die vier aufs Dach. Einer nahm die Ziegel runter, und dann ließen sie ihren Freund durch das Loch mit ein paar Seilen fahrstuhlmäßig langsam runter.

5 Als Jesus bemerkte, wie groß ihr Vertrauen auf ihn war, redete er mit dem Gelähmten: „Hey du, der ganze Mist, den du gebaut hast, ist jetzt vergeben und vorbei!“

6 Einige von den Jungs, die viel Ahnung von den religiösen Texten hatten, waren davon nicht so begeistert.

7 „Wie kann der bitte so ’ne Ansage machen? Der macht doch Gott lächerlich! Nur Gott alleine kann unsere Schuld vergeben, nur er kann diese Distanz zwischen ihm und uns wieder wegmachen!“

8 Jesus hatte schon längst bemerkt, was in denen vorging: „Warum machen Sie sich über so was nur solche Gedanken?

9 Was ist denn leichter? Zu dem Behinderten hinzugehen und zu sagen: ‚Dein Mist ist vergeben und vorbei‘‚ oder zu ihm zu sagen: ‚Steh auf, nimm dein Zeug unter deinen Arm und lauf wieder‘?

10 Aber ich werde Ihnen jetzt beweisen, dass der Auserwählte Gottes die Vollmacht hat, den Mist zu vergeben und die Schulden zu erlassen, die man bei Gott hat.“ Dann beugte er sich zu dem Typen runter und sagte ihm:

11 „Los, steh auf! Nimm deine Sachen und geh nach Hause! Du bist jetzt wieder gesund.“

12 Der Typ sprang sofort von seiner Trage runter, nahm seine Klamotten und drängelte sich durch die Menschenmasse nach draußen. Da waren alle total geplättet und dankten Gott für dieses Wunder. „So was haben wir hier ja noch nie erlebt!“

13 Schließlich ging Jesus wieder ans Ufer vom See. Dort unterrichtete er viele Leute, die zu ihm gekommen waren.

14 Auf dem Weg in eine andere Gegend traf er Levi, der aus der Familie vom Alphäus kam. Levi war Steuereintreiber und saß gerade in seinem Zollhäuschen an der Straße. „Komm mit!“, sagte Jesus zu ihm. Das ließ der sich nicht zweimal sagen.

15 Levi organisierte erst mal ’ne große Party. Er hatte neben Jesus und seinen Freunden auch viele Menschen eingeladen, die in der Gesellschaft als Dreck galten. Dazu gehörten auch einige andere Steuereintreiber, die sehr unbeliebt waren, weil sie die Menschen abzockten und den einen oder anderen Euro in die eigene Tasche wandern ließen. Außerdem waren dort noch andere Leute, die bisher nichts mit Gott zu tun hatten.

16 Als die religiösen Streber, diese Pharisäer, mitkriegten, mit was für Leuten Jesus zusammen war, fragten sie seine Freunde: „Warum hängt der bloß mit so einem Gesocks ab?“

17 Jesus bekam das mit und meinte: „Die Leute, die gesund sind, brauchen nicht zum Arzt zu gehen. Aber die Kranken und Fertigen, die brauchen einen Arzt. Und für genau die bin ich ja auch da, nicht für die, die sowieso schon mit Gott leben!“

Neue Sachen passen nicht in alte Formen

18 Die Gruppe um Johannes und auch diese religiösen Streber fasteten öfters mal. Das heißt, sie aßen aus religiösen Gründen eine Zeit lang nichts und verzichteten auch noch auf andere Sachen. Irgendwann kamen ein paar Typen zu Jesus und wollten von ihm wissen, warum die Leute von Johannes und auch die Pharisäer fasten, aber seine Leute nicht.

19 Jesus meinte dazu: „Wie ist das denn bei einer Hochzeit? Sitzen die Gäste da auch frustriert rum, wenn der Typ, der heiratet, noch dabei ist? Natürlich nicht! Sie feiern, bis der Arzt kommt, solange der Bräutigam noch da ist.

20 Aber irgendwann wird der verschwinden, und dann gibt es noch genug Zeit zum Traurigsein und zum Fasten.

21 Keiner würde einen 200-PS-Porschemotor in eine alte Ente einbauen. Das Teil würde sich bei 180 auf der Autobahn von selbst zerlegen.

22 Genauso würde niemand, der Wein macht, den Traubensaft in alte brüchige Flaschen einfüllen. Wenn der dann gärt und sich ausdehnt, explodieren die Teile, und alles wäre kaputt. Genauso müssen die neuen Ideen über Gott auch auf eine neue Grundlage gestellt werden.“

Am Feiertag soll man es ruhig angehen lassen

23 An dem religiösen Feiertag, dem Sabbat, gingen Jesus und seine Leute durch die Getreidefelder spazieren. Auf dem Weg pflückten sie ein paar Getreidekörner, um darauf rumzukauen.

24 Die religiösen Streber machten deswegen voll den Aufstand: „Unglaublich, sehen Sie sich das mal an! Nach unserem religiösen Gesetz ist es strengstens verboten, am Sabbat etwas abzupflücken.“

25 Jesus blieb aber ganz cool und meinte nur: „Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich schon mal in den alten Texten gelesen? Unser ehemaliger Präsident David und seine Männer

26 haben sich, als ihnen der Magen knurrte, auch im Haus von Gott an den Broten bedient, die eigentlich für die Priester reserviert waren.

27 Der Sabbat wurde als besonderer Tag für den Menschen gemacht, an dem er sich mal ausruhen kann und es ist nicht so, dass der Mensch gemacht wurde, um etwas für den Sabbat zu machen.

28 Darum hat der Auserwählte Gottes das Recht zu entscheiden, was am Sabbat okay ist und was nicht.“