Markus 1

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Version vom 25. Mai 2010, 22:09 Uhr von Gudi (Diskussion | Beiträge) (Jesus sagt: Es geht jetzt los)

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Johannes der Täufer meint: Ändert euch!

1 Hier geht es um eine sehr coole Sache, wirklich gute Nachrichten für alle, es geht um Jesus Christus, den Sohn von Gott!

2 Es fing alles genau so an, wie es der Prophet Jesaja schon im alten Buch vorhergesagt hatte: „Pass auf! Ich werde jemanden losschicken, der den Weg für dich schon mal vorbereitet.

3 Der ist wie ein Megaphon, man hört ihn schon von weitem. Er wird in der Wüste rufen: ‚Macht den Weg frei für den Chef! Baut eine Straße für ihn!‘“

4 Dieser Ansager hieß Johannes. Er lebte mitten in der Wüste und forderte die Leute auf, sich bei einem religiösen Ritual waschen zu lassen, man nannte das Taufe. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass man sein Leben ändern wollte.

5 Aus der ganzen Gegend kamen die Leute angereist, um sich seine Reden anzuhören. Sie gaben zu, dass sie Mist gebaut hatten und dann taufte er sie.

6 Johannes hatte Klamotten aus Kamelhaaren und trug dazu einen Ledergürtel. Er aß nur Heuschrecken und Honig, so krass drauf war er.

7 Er sagte allen Leuten: „Bald wird einer da sein, der ist total wichtig und groß. Ich bring es im Gegensatz zu dem so wenig, dass ich noch nicht mal seine Schuhe zubinden dürfte.

8 Ich hab euch nur mit Wasser getauft. Der wird euch aber mit der ganz besonders krassen Kraft von Gott taufen!“

9 Schließlich kam Jesus, der aus der Stadt Nazareth stammte, mal vorbei. Er wollte sich auch taufen lassen.

10 Als er nach der Taufe aus dem Wasser wieder hochkam, öffnete sich der Himmel ganz plötzlich über ihm. Der Geist von Gott schwebte zu ihm hinunter und zwar in Form einer Taube.

11 Und dann hörte man plötzlich eine Stimme aus dem Himmel, die laut sagte: „Du bist mein Sohn, den ich sehr liebe. Ich freue mich total über dich!“

Ab in die Wüste

12 Kurze Zeit später führte der Geist von Gott Jesus in die Wüste.

13 Vierzig Tage lang hatte er dort eine ätzende Zeit. Satan versuchte ihn dabei vom richtigen Weg abzubringen. Er lebte mit den Tieren zusammen, und ein paar Engel kamen vorbei, die für ihn sorgten.

Jesus sagt: Es geht jetzt los

14 Nachdem Johannes von Herodes Antipas, der damals das Sagen hatte, in den Knast gesteckt worden war, zog Jesus nach Galiläa, um von da aus loszulegen. Er erzählte folgendes:

15 „Es geht los, Leute! Es hat eine neue Zeit begonnen, eine Zeit, in der Gott das Sagen hat. Hört auf, Dinge zu tun, die Gott nicht will, und setzt euer Vertrauen auf diese neue gute Nachricht!“

16 Am See Genezareth traf Jesus auf Simon und dessen Bruder Andreas. Die waren von Beruf Fischer und gerade bei der Arbeit.

17 Jesus meinte zu den beiden: „Hey ihr zwei! Kommt mit, ich will euch beibringen, wie man Menschen dazu bringt, mit Gott zu leben! Ihr sollt jetzt Menschen fischen und nicht mehr Fische!“

18 Die zwei ließen sofort alles stehen und liegen und gingen mit ihm mit.

19 Gleich um die Ecke hingen die Söhne von Zebedäus, Jakobus und Johannes, in ihrem Boot rum, um die Netze zu flicken.

20 Zu denen sagte Jesus auch nur: „Mitkommen!“, und beide folgten ihm sofort. Sie ließen ihren Vater bei den Zeitarbeitern, die auch mit im Boot waren zurück und gingen mit ihm.

21 Schließlich kamen sie in die Stadt Kapernaum. An dem besonderen religiösen Feiertag, dem Sabbat, ging Jesus in die Synagoge, um den Leuten dort was beizubringen. In der Synagoge wurde am Sabbat immer der Gottesdienst gefeiert.

22 Alle waren total baff von seiner Art und von dem, was er so rüberbrachte. Was er sagte, strahlte Kraft aus und war nicht nur so ein dünnes Rumgelabere wie bei den religiösen Profis, diesen Schriftgelehrten. Alle merkten sofort, dass Gott durch Jesus zu ihnen redete.

23 In der Synagoge war ein Typ, der hatte so einen fiesen Geist in seinem Körper, einen Dämon.

24 Der fing voll an zu zappeln und schrie: „Was willst du, Jesus? Bist du da, um uns fertig zu machen? Ich weiß genau, wer du bist. Du bist der von Gott Auserwählte!“

25 „Sei ruhig!“, schrie Jesus zurück. „Verlass diesen Typen!“

26 Der Dämon zappelte hin und her, schrie noch einmal, und dann verließ er den Mann.

27 Die Zuschauer waren alle total baff! Sie steckten die Köpfe zusammen und meinten: „Was sind das denn für krasse Sachen, die der da erzählt? Und woher hat er diese Power? Sogar die Dämonen müssen tun, was er sagt!“

28 Die News verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in ganz Galiläa.

29 Als Jesus aus der Synagoge draußen war, wollten sie noch Simon und Andreas besuchen gehen. Jakobus und Johannes waren auch dabei.

30 Die Schwiegermutter von Simon war sehr krank. Sie hatte Grippe und lag mit 40°C Fieber im Bett. Als sie Jesus das gesagt hatten,

31 ging er in ihr Zimmer und nahm ihre Hand. Dann zog er sie aus dem Bett hoch, und im selben Augenblick war das Fieber weg! Die Frau ging dann in die Küche und machte einen Imbiss für alle.

Jesus heilt kranke Menschen

32 Abends nach Sonnenuntergang wurden alle Leute bei Jesus vorbeigebracht, die irgendwie krank waren oder Probleme mit Dämonen hatten.

33 Die ganze Stadt war plötzlich an der Tür und wollte was.

34 Sehr viele Leute wurden an dem Abend von Jesus wieder gesund gemacht. Er bekämpfte viele Dämonen erfolgreich. Nachdem die Dämonen aus dem Menschen rausgeschmissen waren, gab Jesus ihnen die Order, bloß nichts zu sagen. Denn die wussten genau, wer ihnen da gegenüberstand.

35 Am nächsten Morgen ging Jesus erst mal an einen Ort, wo er ganz alleine sein konnte, um zu beten.

36 Später gingen ihm Simon und die anderen hinterher.

37 Als sie ihn gefunden hatten, meinte einer: „Hey Jesus, alle wollen wissen, wo du bist!“

38 „Wir haben noch eine lange Tour vor uns, ich will noch in anderen Städten von Gottes Sachen erzählen. Dazu bin ich da.“

39 Also zog er durch das ganze Gebiet von Galiläa, er redete in den Synagogen, und bei vielen Leuten vertrieb er auch die bösen Geister aus ihrem Körper.

40 Da kam ein Typ, der eine ganz schlimme Hautkrankheit hatte, die total ansteckend war, zu Jesus. Er kniete sich vor ihm hin und bettelte: „Herr Jesus, ich weiß, wenn Sie wollen, dann können Sie mich gesund machen!“

41 Der Typ tat Jesus voll Leid. Er fasste ihn an und sagte: „Ist in Ordnung. Du bist jetzt gesund!“

42 Sofort waren die Krankheit weg, und er war geheilt.

43 Jesus verpasste ihm aber erst mal einen Maulkorb und schickte ihn gleich weg:

44 „Erzähl das jetzt nicht überall rum, sondern mach das, was in den Gesetzen von Mose steht: geh zu einem Priester, damit der bestätigt, dass deine Krankheit weg ist. Und zum Schluss vergiss nicht für Gott so ein Opfer durchzuziehen. Damit wird auch klar, dass du wirklich von Gott geheilt worden bist.“

45 Aber der Typ hielt sich nicht an die Abmachung. Völlig begeistert erzählte er jedem, den er traf, von seiner Heilung. Dadurch wurde Jesus berühmt und konnte sich nicht mehr überall blicken lassen. Schließlich war er nur noch an Plätzen, die nicht so viele Leute kannten. Aber auch da waren schnell viele Menschen von überall bei ihm.