Lost in Köln: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Mehmet]], 15 Jahre: Keine christliche Sozialisation (nicht konfirmiert oder im Kommunionsunterricht gewesen), hängt oft im Jugendzentrum rum. Mehmet ist nicht dumm, nur fehlt ihm sehr viel Kontext. (Und wichtig: Mehmet will nicht vermittelt bekommen, dass er dumm sei, indem man Sätze wiederholt oder Füllworte benutzt.) Durch seinen Gebrauch der Volxbibel aber auch Bibelprofi, der durch die (für ihn so empfundene) Entstellung des Textes zu neuen Erkenntnissen und Sichtweisen kommt.
 
[[Mehmet]], 15 Jahre: Keine christliche Sozialisation (nicht konfirmiert oder im Kommunionsunterricht gewesen), hängt oft im Jugendzentrum rum. Mehmet ist nicht dumm, nur fehlt ihm sehr viel Kontext. (Und wichtig: Mehmet will nicht vermittelt bekommen, dass er dumm sei, indem man Sätze wiederholt oder Füllworte benutzt.) Durch seinen Gebrauch der Volxbibel aber auch Bibelprofi, der durch die (für ihn so empfundene) Entstellung des Textes zu neuen Erkenntnissen und Sichtweisen kommt.
  
[[?]], 19 Jahre: Die Straße mit den Punks ist ihr Leben, aber immer noch besser als die Eltern daheim. Eigentlich findet sie Religion bescheuert und interessiert sich nicht dafür. Aber seit ihrer letzten Psychose vom Kiffen hat sie doch ihre spirituelle Seite für bisschen entdeckt, und irgendwie spürt sie, dass bei Jesus was für sie drin ist. Deshalb ist sie immer neugierig, was ihr die Bibel dazu sagt. Dennoch sind ihr die meisten Texte aber viel zu trocken und zu gestochen, so dass sie wenig versteht, und schon wegen ihrer schlechten Konzentration liest sie selten mehr als einen Vers, aber den dafür mit Herz.
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[[Ulli]], 20 Jahre: Sonderschulschülerin aus Marzahn (ursprünglich). Die Straße mit den Punks ist ihr Leben, aber immer noch besser als die Eltern daheim. Eigentlich findet sie Religion bescheuert und interessiert sich nicht dafür. Aber seit ihrer letzten Psychose vom Kiffen hat sie doch ihre spirituelle Seite bisschen entdeckt, und irgendwie spürt sie, dass bei Jesus was für sie drin ist. Deshalb ist sie immer neugierig, was ihr die Bibel dazu sagt. Dennoch sind ihr die meisten Texte aber viel zu trocken und zu gestochen, so dass sie wenig versteht, und schon wegen ihrer schlechten Konzentration liest sie selten mehr als einen Vers, aber den dafür mit Herz.
  
[[?]], 41 Jahre: War in seiner Jugend mal Jesus Freak, ist jetzt Soldat. Fiel ihm nicht leicht, der Berufsweg, und stresst seine Psyche mega wenn er im Einsatz ist. Er würde gerne öfter beten und den Leuten von Jesus erzählen, aber die typische Christensprache ist ihm oft zu weich und zu anständig. Seine derbe und brutale Lebenswirklichkeit, die er ohne Gott nicht aushalten würde, tangiert das nicht. Ist befreundet mit Fred, 52, Dachdecker, der auch gern mal wieder Bibellesen würde, und erzählt ihm gerne von seinen Lieblingstexten.
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[[?]], 41 Jahre: War in seiner Jugend mal Jesus Freak, ist jetzt Soldat. Fiel ihm nicht leicht, der Berufsweg, und stresst seine Psyche mega wenn er im Einsatz ist. Er würde gerne öfter beten und den Leuten von Jesus erzählen, aber die typische Christensprache ist ihm oft zu weich und zu anständig. Seine derbe und brutale Lebenswirklichkeit, die er ohne Gott nicht aushalten würde, kratzt das mal so gar nicht. Ist übrigens befreundet mit Fred, 52, Dachdecker, der auch gern mal wieder Bibellesen würde, und erzählt ihm gerne von seinen Lieblingstexten.
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Das erste Treffen war, sagen wir mal, recht chaotisch. Uli hatte eine schlechte Nacht und der Redebedarf war groß. Obwohl sich Mehmet vorgenommen hatte den Leader zu mimen, lief es nicht so, wie er wollte. Dabei hatte er extra einen Karton Volxbibeln beim Amazon bestellt und sich einen Zettel mit Fragen gemacht, die er mit den anderen Diskutieren wollte. Immerhin war ? da und hatte auch Lust zu reden, wenn seine Beiträge auch immer ein wenig zu sehr im Befehlston rüber kamen. Wer mit ? sprach musste sich da drüber im klaren sein, dass man ihn von nichts überzeugen konnte. Dennoch entstand ein gutes Gespräch über die Frage, woher Gott den weiß, was gut für den Mensch ist und was nicht. Uli sprengt die Diskussion mit zum Teil wirren Beiträgen, wie "Jetzt, wo wir wissen, dass es UFOS gibt, müssen wir da nicht den Missionsbefehl Interstellar verstehen?". Der Beitrag war an und für sich nicht verrückt, nur seine Umsetzungsideen. Er schwadronierte von einer Besetzung der NASA und einer Entführung von Elon Musk. Irgendwann war es Uli zu viel. Sie stand auf und ging.

Aktuelle Version vom 31. Mai 2021, 09:53 Uhr

Drei Christen? Naja, sagen wir lieber, drei Typen, die sich für Bibel und Jesus interessieren! Die sind alle irgendwie „Lost in Köln” - also haben sie eine Gemeinde gegründet, die so heißt. Alles frei erfunden? Ja. Alles nutzlos? Nö! Denn für solche Leute wird die Volxbibel übertragen, und sie stehen alle als Proto-Typen für die Volxbibelleser, die wir immer im Blick haben sollten.

Folgende Mitglieder gehören dazu:

Mehmet, 15 Jahre: Keine christliche Sozialisation (nicht konfirmiert oder im Kommunionsunterricht gewesen), hängt oft im Jugendzentrum rum. Mehmet ist nicht dumm, nur fehlt ihm sehr viel Kontext. (Und wichtig: Mehmet will nicht vermittelt bekommen, dass er dumm sei, indem man Sätze wiederholt oder Füllworte benutzt.) Durch seinen Gebrauch der Volxbibel aber auch Bibelprofi, der durch die (für ihn so empfundene) Entstellung des Textes zu neuen Erkenntnissen und Sichtweisen kommt.

Ulli, 20 Jahre: Sonderschulschülerin aus Marzahn (ursprünglich). Die Straße mit den Punks ist ihr Leben, aber immer noch besser als die Eltern daheim. Eigentlich findet sie Religion bescheuert und interessiert sich nicht dafür. Aber seit ihrer letzten Psychose vom Kiffen hat sie doch ihre spirituelle Seite bisschen entdeckt, und irgendwie spürt sie, dass bei Jesus was für sie drin ist. Deshalb ist sie immer neugierig, was ihr die Bibel dazu sagt. Dennoch sind ihr die meisten Texte aber viel zu trocken und zu gestochen, so dass sie wenig versteht, und schon wegen ihrer schlechten Konzentration liest sie selten mehr als einen Vers, aber den dafür mit Herz.

?, 41 Jahre: War in seiner Jugend mal Jesus Freak, ist jetzt Soldat. Fiel ihm nicht leicht, der Berufsweg, und stresst seine Psyche mega wenn er im Einsatz ist. Er würde gerne öfter beten und den Leuten von Jesus erzählen, aber die typische Christensprache ist ihm oft zu weich und zu anständig. Seine derbe und brutale Lebenswirklichkeit, die er ohne Gott nicht aushalten würde, kratzt das mal so gar nicht. Ist übrigens befreundet mit Fred, 52, Dachdecker, der auch gern mal wieder Bibellesen würde, und erzählt ihm gerne von seinen Lieblingstexten.

Das erste Treffen war, sagen wir mal, recht chaotisch. Uli hatte eine schlechte Nacht und der Redebedarf war groß. Obwohl sich Mehmet vorgenommen hatte den Leader zu mimen, lief es nicht so, wie er wollte. Dabei hatte er extra einen Karton Volxbibeln beim Amazon bestellt und sich einen Zettel mit Fragen gemacht, die er mit den anderen Diskutieren wollte. Immerhin war ? da und hatte auch Lust zu reden, wenn seine Beiträge auch immer ein wenig zu sehr im Befehlston rüber kamen. Wer mit ? sprach musste sich da drüber im klaren sein, dass man ihn von nichts überzeugen konnte. Dennoch entstand ein gutes Gespräch über die Frage, woher Gott den weiß, was gut für den Mensch ist und was nicht. Uli sprengt die Diskussion mit zum Teil wirren Beiträgen, wie "Jetzt, wo wir wissen, dass es UFOS gibt, müssen wir da nicht den Missionsbefehl Interstellar verstehen?". Der Beitrag war an und für sich nicht verrückt, nur seine Umsetzungsideen. Er schwadronierte von einer Besetzung der NASA und einer Entführung von Elon Musk. Irgendwann war es Uli zu viel. Sie stand auf und ging.