Esther 5: Unterschied zwischen den Versionen

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1 Nach drei Tagen zog sich Esther schick an und ging zu dem Platz im Palastzentrum, der direkt vor der Kommandozentral liegt. Der Präsident saß gerade gegenüber der offenen Saaltür in seinem Chefsessel.
 
  
2 Da sah er plötzlich Esther auf dem Platz rumstehen. Aber sie war ihm sympatisch und er gab ihr die goldene VIP-Einladung. Esther kam her und nahm die VIP-Karte.
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=== Ester beim Präsidenten ===
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1  Am dritten Tag war es dann so weit. Ester zog sich ihr hautenges Gucci-Kleid an und spazierte in den Privatbereich vom Präsidenten. Der Präsident saß gerade am Schreibtisch und hatte seine Bürotür offen gelassen.
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2  Plötzlich stand Ester in der Tür. Zum Glück war er gerade gut drauf. Er streckte den Daumen nach oben, was so viel bedeutet wie: „Es ist okay, dass du da bist!“ Sie kam in das Büro rein und schloss die Tür hinter sich. Dann machte Ester erst mal eine höfliche Verbeugung.  
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3  Der Präsident fragte sie: „Warum bist du hier? Was willst du von mir, meine Prinzessin! Du hast einen Wunsch frei, ich will dir ein richtig fettes Geschenk machen, wenn du willst, sogar die Hälfte von allem, was mir gehört!“
  
3 Der Präsident fragte sie: „Was machst du hier, Esther? Wünschst du etwas? Ich geb dir alles bis maximal die Hälfte von meinem Land!“
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4  „Ach, mein lieber Präsident!“, antwortete Ester. „Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich dich heute furchtbar gerne zum Essen einladen. Innenminister Haman kann gerne auch kommen. Ich habe uns schon ein total schönes Restaurant ausgesucht!“  
  
4 Esther antwortete: „Präsident, wenn es bei dir zeitlich reinpasst, dann komm doch heute abend mit Haman zu mir zum Essen das ich schon für euch gekocht habe.“
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5  „Klar, ruf Haman von mir aus gleich mal an!“, antwortete er. „Ich bin sehr gerne dabei!Also gingen der Präsident, Ester und Haman zusammen essen.
  
5 „Schnell, bringt Haman her, damit wir Esther zusagen können!“ rief der Präsident. Also kam der Präsident und Haman zu Esther zum Vesper.
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6  „Also, was willst du denn jetzt von mir?“, fragte der Präsident bei einem Glas Wein. „Ich mach alles, was du willst, echt jetzt! Bis zur Hälfte von dem, was ich besitze, kannst du alles haben!“
  
6 Nachdem der Präsident vom Wein schon etwas blau war, frage er sie: „Was wünschst du dir? Ich erfüll dir alles bis zur Hälfte von meinem Land!“
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7  „Ich hab aber eine wirklich ganz große Bitte an dich“, sagte sie.
  
7 Esther antwortete: „Eine große Bitte hab ich an dich.  
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8  „Wenn du mich wirklich magst und ich mir echt was von dir wünschen darf, dann komme doch bitte morgen mit Haman noch mal zu mir. Ich würde dir gerne was total Leckeres kochen. Und dann sag ich dir auch, was ich mir wirklich wünsche. Okay?“
  
8 Wenn ich dich für mich eingenommen habe und wenn du so großzügig bist mir meinen Wunsch zu erfüllen, dann schau doch morgen wieder mit Haman zum Essen vorbei. Ich werde für euch kochen. Danach werde ich dir meinen Wunsch verraten.“
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===Haman will Mordechai um die Ecke bringen ===
  
9 Haman war guter Dinge, als er nach dem Essen bei der Frau des Präsidenten heim schlappte. Aber an der Eingangstür lief er an Mordechai vorbei, der weder vor ihm aufstand noch ihm irgendeine sonstige geringe Ehrerbietung erwies. Haman wurde sauer,
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9 Haman ging an dem Tag richtig gut gelaunt von dem Essen wieder nach Hause. Er traf an dem Eingangstor zur Präsidentenresidenz zufällig Mordechai. Aber der sah ihn nicht mal mit dem Hintern an, geschweige denn, dass er irgendwie Respekt oder sogar Angst vor ihm zeigte. Haman war kurz davor, total abzudrehen,  
  
10 aber er lief weiter. Daheim versammelte er seine Freunde und sein Frau Seresch um sich.
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10 konnte sich aber gerade noch unter Kontrolle bringen. Als er zu Hause war, schnappt er sich das Telefon und rief bei seinen Freunden und auch bei seiner Frau Seresch an.  
  
11 Er gab mit seinem Vermögen, der Anzahl seiner Kinder an und betonte mit stolz geschwellter Brust, dass der Präsident ihn zum Chef der Regierung ernannt hatte.
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11 Erst mal machte er einen auf dicke Hose, erzählte von seinem aktuellen Kontostand, von seiner großen Familie und wie toll seine Söhne alle geraten waren und so. Und dann erzählte er auch ganz stolz, wie der Präsident ihn gelobt hatte, und von seiner Beförderung und dass er jetzt über allen Ministern und Bürgermeistern im ganzen Land stehe.  
  
12 Er prahlte weiter: „... und die Frau des Präsidenten Esther, hat ausser den Präsidenten nur noch mich zum Essen eingeladen. Schon wieder morgen bin ich zusammen mit dem Präsidenten bei ihr zum Essen verabredet.
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12 „Und stellt euch vor“, erzählte er zum Schluss: „Die Frau vom Präsidenten, Ester, will nur mich und den Präsidenten morgen bei sich zu Hause bekochen! Ist das fett, oder was?
  
13 Aber ich kann das nicht genießen solange ich den Juden Mordechai an der Eingangstür des Präsidenten rumlungern sehe.
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13 Aber ganz ehrlich, so richtig freuen kann ich mich erst, wenn dieser Jude Mordechai endlich weg ist und ich ihn nicht mehr ständig am Eingang von dem Bezirk, wo der Präsident wohnt, treffen muss!“  
  
14 Daraufhin rieten seine Frau Seresch und seine Kumpels ihm: „Lass doch einen 20 Meter hohen Galgen konstruieren und hol dir vom Präsidenten die Genehmigung Mordechai dran aufzuhängen. Danach kannst du relaxter mit dem Präsidenten zum Essen gehen“. Haman war von dem Vorschlag begeistert und gab gleich den Galgen in Auftrag.
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14 Seine Frau und auch seine Freunde hatten dann die Idee: „Hey, lass eine Hinrichtung organisieren! Wir bauen im Keller einen elektrischen Stuhl auf und übertragen das ganze weltweit mit einer Webcam im Internet. Wir müssen uns nur noch irgendwie die Erlaubnis vom Präsidenten holen. Wenn der Typ endlich weg ist, kannst du ganz entspannt mit dem Chef essen gehen!“ Haman fand die Idee super! Sofort rief er bei ein paar Leuten an und ließ schon mal den Stuhl im Keller aufstellen.

Aktuelle Version vom 30. März 2015, 03:41 Uhr


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Ester beim Präsidenten

1  Am dritten Tag war es dann so weit. Ester zog sich ihr hautenges Gucci-Kleid an und spazierte in den Privatbereich vom Präsidenten. Der Präsident saß gerade am Schreibtisch und hatte seine Bürotür offen gelassen.

2  Plötzlich stand Ester in der Tür. Zum Glück war er gerade gut drauf. Er streckte den Daumen nach oben, was so viel bedeutet wie: „Es ist okay, dass du da bist!“ Sie kam in das Büro rein und schloss die Tür hinter sich. Dann machte Ester erst mal eine höfliche Verbeugung.

3  Der Präsident fragte sie: „Warum bist du hier? Was willst du von mir, meine Prinzessin! Du hast einen Wunsch frei, ich will dir ein richtig fettes Geschenk machen, wenn du willst, sogar die Hälfte von allem, was mir gehört!“

4  „Ach, mein lieber Präsident!“, antwortete Ester. „Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich dich heute furchtbar gerne zum Essen einladen. Innenminister Haman kann gerne auch kommen. Ich habe uns schon ein total schönes Restaurant ausgesucht!“

5  „Klar, ruf Haman von mir aus gleich mal an!“, antwortete er. „Ich bin sehr gerne dabei!“ Also gingen der Präsident, Ester und Haman zusammen essen.

6  „Also, was willst du denn jetzt von mir?“, fragte der Präsident bei einem Glas Wein. „Ich mach alles, was du willst, echt jetzt! Bis zur Hälfte von dem, was ich besitze, kannst du alles haben!“

7  „Ich hab aber eine wirklich ganz große Bitte an dich“, sagte sie.

8  „Wenn du mich wirklich magst und ich mir echt was von dir wünschen darf, dann komme doch bitte morgen mit Haman noch mal zu mir. Ich würde dir gerne was total Leckeres kochen. Und dann sag ich dir auch, was ich mir wirklich wünsche. Okay?“

Haman will Mordechai um die Ecke bringen

9 Haman ging an dem Tag richtig gut gelaunt von dem Essen wieder nach Hause. Er traf an dem Eingangstor zur Präsidentenresidenz zufällig Mordechai. Aber der sah ihn nicht mal mit dem Hintern an, geschweige denn, dass er irgendwie Respekt oder sogar Angst vor ihm zeigte. Haman war kurz davor, total abzudrehen,

10 konnte sich aber gerade noch unter Kontrolle bringen. Als er zu Hause war, schnappt er sich das Telefon und rief bei seinen Freunden und auch bei seiner Frau Seresch an.

11 Erst mal machte er einen auf dicke Hose, erzählte von seinem aktuellen Kontostand, von seiner großen Familie und wie toll seine Söhne alle geraten waren und so. Und dann erzählte er auch ganz stolz, wie der Präsident ihn gelobt hatte, und von seiner Beförderung und dass er jetzt über allen Ministern und Bürgermeistern im ganzen Land stehe.

12 „Und stellt euch vor“, erzählte er zum Schluss: „Die Frau vom Präsidenten, Ester, will nur mich und den Präsidenten morgen bei sich zu Hause bekochen! Ist das fett, oder was?

13 Aber ganz ehrlich, so richtig freuen kann ich mich erst, wenn dieser Jude Mordechai endlich weg ist und ich ihn nicht mehr ständig am Eingang von dem Bezirk, wo der Präsident wohnt, treffen muss!“

14 Seine Frau und auch seine Freunde hatten dann die Idee: „Hey, lass eine Hinrichtung organisieren! Wir bauen im Keller einen elektrischen Stuhl auf und übertragen das ganze weltweit mit einer Webcam im Internet. Wir müssen uns nur noch irgendwie die Erlaubnis vom Präsidenten holen. Wenn der Typ endlich weg ist, kannst du ganz entspannt mit dem Chef essen gehen!“ Haman fand die Idee super! Sofort rief er bei ein paar Leuten an und ließ schon mal den Stuhl im Keller aufstellen.