Esther 4: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Volxbibel Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
Zeile 1: Zeile 1:
 +
 
{{Esther-Übersicht}}
 
{{Esther-Übersicht}}
  
 +
[[V1:Esther 4|aktuelle Druckversion]] | [[Esther 4|aktuelle Arbeitsversion]]
 
__TOC__
 
__TOC__
  
1 Als Mordechai spitzbekam, was abgehen sollte, zerriss er seine Klamotten, kleidet sich mit einem alten Sack ein und streute Asche auf sein Haupt. In dem Outfit lief er durch die Stadt und schrie laut und markerschütternd um Hilfe.
 
  
2 So lief er bis zum Palastbezirk, in den er aber mit seinem Trauerlook nicht eingelassen wurde.
+
=== Mordechai plant durch Ester, die Juden zu retten ===
  
3 Nachdem die Verordnung des Präsidenten in den Landkreisen veröffentlicht wurde, herrschte bei allen Juden megamiese Stimmung. Sie aßen nichts mehr, weinten und schrien um Hilfe. Die meisten saßen mit einem Sack gekleidet in der Asche.
+
1  Als Mordechai davon hörte, war er echt total fertig. Er zog sich eine kaputte schwarze Hose an, machte sich weißes Puder ins Haar, schminkte sich die Augen schwarz und schnitt sich ein paar Löcher in sein T-Shirt. So ging er durch die ganz Stadt und weinte dabei laut vor sich hin.  
  
4 Der Zimmerservice von Esther berichtete ihr, wie down Mordechai ist. Esther war entsetzt und schickte Mordechai neue Klamotten, damit er den Sack ausziehen kann und zu ihr in den Palast kommen kann. Aber Mordechai wollte sein Traueroutfit nicht ausziehen.
+
2  Er ging bis vor den Regierungsbezirk, kam aber wegen seinen Klamotten nicht bei der Security durch.  
  
5 Esther schickte den Hofbeamten Hatach, den sie vom Präsidenten zugewiesen bekommen hatte, zu Mordechai um herauszubekommen warum Mordechai so fertig war.
+
3  In allen Provinzen, in denen Juden wohnten, bekamen die Leute natürlich den Horror, als sie dieses komische Plakat gelesen hatten. Schließlich wurde eine Zeit für alle Juden angesetzt, wo man aufs Essen verzichten und stattdessen intensiv beten sollte. Viele weinten auch wegen dieser Sache, einige hingen depressiv in der Ecke rum und vergaßen dabei sogar, sich zu duschen.  
  
6 Hatach ging zu Mordechai, der auf dem großen Platz vor dem Palastbereich trauerte.
+
4  Die Angestellten von Ester erzählten ihr, dass Mordechai so abgewrackt rumlaufen würde. Sie war ziemlich erschrocken deswegen und schickte ihm sofort einen neuen Anzug, damit er wieder in den Bezirk reinkam und sie besuchen konnte. Er wollte seine alten Klamotten aber nicht ausziehen.  
  
7 Mordechai erzählte ihm genau was passiert war, inklusive des Betrages mit dem Haman die Staatskasse aufbessern wollte, wenn er die Juden ermordet.
+
5  Ester schickte Hatach, einen von den Angestellten vom Präsidenten, zu Mordechai, um ihn zu fragen, was mit ihm los ist.  
  
8 Er gab ihm eine Kopie der Verordnung des Präsidenten, in dem die Ausrottung der Juden beschlossen wurde. Er sollte diese Esther weitergeben und sie auffordern schnellstens zum Präsidenten zu rennen und diesen dazu zu bewegen, seinen Entschluss nochmal umzudrehen.
+
6  Hatach traf Mordechai, als der gerade auf dem großen Platz war, der vor dem -Regierungsbezirk lag.  
  
9 Hatach erzählte Esther alles, was Mordechai gesagt hatte.
+
7  Die beiden unterhielten sich lange, und Mordechai erzählte ihm die ganze Geschichte, wie viel Kohle Haman dem Präsidenten für die Staatskasse versprochen hatte, wenn er alle Juden töten dürfte, usw.  
  
10 Aber Esther schickte den Hofbeamten wieder zurück mit der Nachricht:
+
8  Er gab ihm auch eine Kopie von dem neuen Gesetz, was die totale Vernichtung aller Juden anordnete. Er bat Hatach, dieses Papier mal Ester zu zeigen und ihr die ganze Sache zu erzählen. Sie sollte dann unbedingt mit dem -Präsidenten reden und ihn dringendst bitten, nicht alle Juden umbringen zu lassen.
  
11 „Alle Arbeitnehmer des Präsidenten und die Bürger seines Landes kennen die ultimative Regel: Egal ob Mann oder Frau, wer ohne Einladung zum Präsidenten ins Palastzentrum geht, wird hingerichtet. Mit einer Ausnahme: wenn der Präsident ihm die goldene VIP-Karte aushändigt, darf er weiterleben. Aber ich wurde schon seit über einem Monat nicht mehr zum Präsident eingeladen.
+
9  Hatach sprach mit Ester und erzählte ihr alles, was ihm Mordechai gesagt hatte.  
  
12 Als Mordechai Esthers Nachricht bekam, antwortete er:
+
10  Ester wollte dann, dass Hatach wieder zur Mordechai ging, um ihm Folgendes auszurichten:  
  
13 „Glaub doch nicht, dass du im Palast weiterleben darfst, während alle Juden um dich herum abgeschlachtet werden.
+
11  „Es gibt ein Gesetz, und das kennt hier jeder: Keiner, der für den Präsidenten arbeitet, keiner von seinen Leuten, egal wo der herkommt, darf in seinen Privatbereich! Wer das trotzdem tut, wird sofort erschossen. Auf keinen Fall darf man in den Palastteil gehen, wo der Präsident wohnt, das geht einfach nicht! Es sei denn, er zeigt den Daumen nach oben, wenn man ihn fragt, dann passiert nichts. Ich selbst war schon die letzten dreißig Tage nicht mehr bei ihm.
  
14 Wenn du jetzt nichts dem Präsidenten sagst, werden die Juden eben anders gerettet werden. Aber deine Family und du habt euer Recht auf Leben verloren und werdet sterben. Wer weiss, vielleicht bist du genau für diese Chance die Frau des Präsidenten geworden?“
+
12–13  Mordechais Antwort war: „Liebe Ester, du bist dir hoffentlich da drüber im Klaren, dass du die Sache auch nicht überleben wirst, nur weil du in der Präsidentenvilla wohnst. Wenn schon alle anderen Juden umgebracht werden, dann bist du auch dran!
  
15 Da antwortete Esther:
+
14  Du musst dich jetzt zu deinen Leuten stellen! Wenn du den Juden jetzt nicht hilfst, werden es andere tun. Aber dann sind du und deine Familie am Ende. Ihr werdet alle ganz übel sterben. Hey, und es könnte doch echt gut sein, dass das jetzt genau der Grund ist, warum du die neue Braut vom -Präsidenten bist!“
  
16 „Ok. Trommel alle Juden von Susa zusammen und fastet für mich. Esst und trinkt drei Tage lang nichts – auch nachts nicht! Meine Zimmermädels und ich werden auch nix essen und trinken. Danach werde ich auch ohne Erlaubnis zum Präsidenten gehen. Und wenn ich sterbe, dann sterbe ich halt!"
+
15–16  Ester schrieb dann eine Antwort, die folgendermaßen ging: „Lieber Mordechai, ich hab folgende Idee: Alle Juden in Susa sollen für mich drei Tage lang auf Essen und Trinken verzichten und dafür viel für mich beten. Ich werde das hier mit meinen Angestellten auch tun. Danach geh ich zum Präsidenten und rede mit ihm. Ist mir egal, ob ich damit gegen das Gesetz verstoße oder nicht. Wenn ich getötet werde, ist das eben so!
  
17 Da ging Mordechai los und machte das was Esther gesagt hatte.
+
17  Mordechai erledigte alles genau so, wie es Ester ihm gesagt hatte.

Version vom 30. Mai 2012, 00:10 Uhr


aktuelle Druckversion | aktuelle Arbeitsversion


Mordechai plant durch Ester, die Juden zu retten

1  Als Mordechai davon hörte, war er echt total fertig. Er zog sich eine kaputte schwarze Hose an, machte sich weißes Puder ins Haar, schminkte sich die Augen schwarz und schnitt sich ein paar Löcher in sein T-Shirt. So ging er durch die ganz Stadt und weinte dabei laut vor sich hin.

2  Er ging bis vor den Regierungsbezirk, kam aber wegen seinen Klamotten nicht bei der Security durch.

3  In allen Provinzen, in denen Juden wohnten, bekamen die Leute natürlich den Horror, als sie dieses komische Plakat gelesen hatten. Schließlich wurde eine Zeit für alle Juden angesetzt, wo man aufs Essen verzichten und stattdessen intensiv beten sollte. Viele weinten auch wegen dieser Sache, einige hingen depressiv in der Ecke rum und vergaßen dabei sogar, sich zu duschen.

4  Die Angestellten von Ester erzählten ihr, dass Mordechai so abgewrackt rumlaufen würde. Sie war ziemlich erschrocken deswegen und schickte ihm sofort einen neuen Anzug, damit er wieder in den Bezirk reinkam und sie besuchen konnte. Er wollte seine alten Klamotten aber nicht ausziehen.

5  Ester schickte Hatach, einen von den Angestellten vom Präsidenten, zu Mordechai, um ihn zu fragen, was mit ihm los ist.

6  Hatach traf Mordechai, als der gerade auf dem großen Platz war, der vor dem -Regierungsbezirk lag.

7  Die beiden unterhielten sich lange, und Mordechai erzählte ihm die ganze Geschichte, wie viel Kohle Haman dem Präsidenten für die Staatskasse versprochen hatte, wenn er alle Juden töten dürfte, usw.

8  Er gab ihm auch eine Kopie von dem neuen Gesetz, was die totale Vernichtung aller Juden anordnete. Er bat Hatach, dieses Papier mal Ester zu zeigen und ihr die ganze Sache zu erzählen. Sie sollte dann unbedingt mit dem -Präsidenten reden und ihn dringendst bitten, nicht alle Juden umbringen zu lassen.

9  Hatach sprach mit Ester und erzählte ihr alles, was ihm Mordechai gesagt hatte.

10  Ester wollte dann, dass Hatach wieder zur Mordechai ging, um ihm Folgendes auszurichten:

11  „Es gibt ein Gesetz, und das kennt hier jeder: Keiner, der für den Präsidenten arbeitet, keiner von seinen Leuten, egal wo der herkommt, darf in seinen Privatbereich! Wer das trotzdem tut, wird sofort erschossen. Auf keinen Fall darf man in den Palastteil gehen, wo der Präsident wohnt, das geht einfach nicht! Es sei denn, er zeigt den Daumen nach oben, wenn man ihn fragt, dann passiert nichts. Ich selbst war schon die letzten dreißig Tage nicht mehr bei ihm.“

12–13  Mordechais Antwort war: „Liebe Ester, du bist dir hoffentlich da drüber im Klaren, dass du die Sache auch nicht überleben wirst, nur weil du in der Präsidentenvilla wohnst. Wenn schon alle anderen Juden umgebracht werden, dann bist du auch dran!

14  Du musst dich jetzt zu deinen Leuten stellen! Wenn du den Juden jetzt nicht hilfst, werden es andere tun. Aber dann sind du und deine Familie am Ende. Ihr werdet alle ganz übel sterben. Hey, und es könnte doch echt gut sein, dass das jetzt genau der Grund ist, warum du die neue Braut vom -Präsidenten bist!“

15–16  Ester schrieb dann eine Antwort, die folgendermaßen ging: „Lieber Mordechai, ich hab folgende Idee: Alle Juden in Susa sollen für mich drei Tage lang auf Essen und Trinken verzichten und dafür viel für mich beten. Ich werde das hier mit meinen Angestellten auch tun. Danach geh ich zum Präsidenten und rede mit ihm. Ist mir egal, ob ich damit gegen das Gesetz verstoße oder nicht. Wenn ich getötet werde, ist das eben so!“

17  Mordechai erledigte alles genau so, wie es Ester ihm gesagt hatte.