1.Mose 44

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Version vom 12. Juni 2007, 17:36 Uhr von Miriam (Diskussion | Beiträge) (Josef stellt seine Brüder auf die Probe: Zeichensetzung und Satzbau)

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Josef stellt seine Brüder auf die Probe

1 Später befahl Josef seinem Hausverwalter: "Mach ihre Koffer voll mit Essen! Gib ihnen so viel, dass sie es gerade noch tragen können. Und das Geld, das sie dir geben, packst du wieder oben in den Koffer rein!

2 Und in den Koffer vom jüngsten Bruder steckst du meinen Becher. Du weißt schon, den Sibernen!" Der Verwalter machte es genau so wie Josef ihm gesagt hatte.

3 Früh am nächsten Morgen durften die Brüder wieder nach Hause gehen.

4 Sie waren noch nicht weit von der Stadt weg, da befahl Josef seinem Hausverwalter: "Hopp hopp, lauf ihnen hinterher und sage ihnen: 'Warum seid ihr so gemein zu uns, obwohl wir so nett waren?'

5 Ihr habt den Becher, aus dem Josef trinkt und Zukunft vorraussagen kann, mitgenommen! Da habt ihr ein schweres Verbrechen begangen!"

6 Der Verwalter jagte ihnen nach und sagte ihnen, was Josef gesagt hatte.

7 "Wie kannst du uns sowas zutrauen?", antworteten sie. "So etwas würden wie nie machen!

8 Das Geld, das wir in unseren Koffern fanden, haben wir aus dem Land Kanaan wieder mitgebracht - wieso sollten wir auf die Idee kommen aus Josefs Haus Geld oder Silber zu klauen?

9 Wenn einer von uns den Becher hat, dann soll derjenige sterben, und wir anderen wollen Josefs persönliche Sklaven sein."

10 "Gut", sagte der Verwalter, "schauen wir mal nach. Derjenige, der den Becher hat, soll mein Sklave werden und die anderen können nach Hause gehen."

11 Sie holten ihre Koffer heraus und öffneten sie.

12 Der Verwalter schaute der Reihe nach ihre Koffer durch und der Becher war in Benjamins Koffer.

13 Die Brüder zerrissen vor Entsetzen ihre Pullover, nahmen ihre Koffer und gingen zurück in die ägyptische Stadt.

14 Sie liefen in Josefs Palast und gingen, Juda voran, vor ihm auf die Knie.

15 "Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?", schrie Josef sie an, "Ihr hättet euch doch denken können, dass jemand wie ich das schnell rausfinden kann!"

16 "Was sollen wir denn nun sagen?", ergriff Juda das Wort. "Wie können wir uns rechtfertigen? Gott hat gezeigt, dass wir Diebe sind. Wir sind jetzt alle deine Sklaven, genauso wie Benjamin, der den Becher hatte."

17 Aber Josef sagte: "Nein, so unfair möchte ich nicht sein. Der, der den Becher hatte, soll mein Sklave sein, ihr anderen könnt nach Hause zu eurem Papa gehen."

Juda tritt für seinen Bruder ein

18 Da ging Juda nach vorn und sagte: "Mein Herr, du bist genauso mächtig wie der Pharao! Sei nicht sauer wenn ich trotzdem so mit dir rede!

19 Das letzte Mal hast du uns gefragt: Habt ihr noch einen Vater oder Bruder?

20 Und wir haben ehrlich geantwortet: Wir haben zu Hause noch einen alten Vater und einen Bruder, den er erst bekommen hat als er schon alt war. Dieser Junge ist der letzte Sohn von 2 Söhnen seiner Lieblingsfrau, der ältere ist tot und an diesem hängt er sehr.

21 Und dann hast du uns gesagt, dass wir ihn herbringen sollen,

22 aber wir mussten das überdenken, wenn er von unserem Papa weg müsste, dann wäre unser Papa ganz traurig,

23 aber du wolltest es unbedingt. Ohne ihn sollten wir nicht mehr zurück kommen!

24 Als wir nach Hause kamen, erzählzten wir unserem Papa alles.

25 Eines Tages sollten wir wieder Essen kaufen,

26 aber wir sagten ihm: So können wir nicht losgehen. Benjamin muss mit. Sonst können wir nicht zu dem Ägypter-Typen gehen.

27 Da sagte mein Papa, dein ergebener Diener: Ihr wisst doch, dass ich mit meiner Lieblingsfrau nur zwei Söhne hatte.

28 Eine ist schon weg, bestimmt hat ihn ein Tier gefressen oder so, weil ich ihn bis heute nicht wieder gesehen habe.

29 Jetzt wollt ihr auch noch den Zweiten mitnehmen. Ich bin ein alter Mann. Wenn ihm etwas auf dem Weg passiert, dann werde ich vor Kummer sterben!

30 Das hat mein Papa gesagt. Wenn wir nun zu ihm zurückkommen und er sieht, dass der Junge, an dem er so hängt, nicht bei uns ist,

31 wird er auf der Stelle krepieren. Dann werden wir alle ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn unser Papa mit Kummer stirbt.

32 Außerdem habe ich meinen Papa gesagt, dass ich die Schuld auf mich nehme, wenn Benjamin nicht zurück kommt.

33 Also erlaube mir doch, dass ich für Benjamin dein Sklave werde. Benjamin soll dafür mit den anderen nach Hause gehen!

34 Ich kann nicht ohne Benjamin nach Hause gehen, ich könnte meinem Papa dann nicht in die Augen gucken."