1.Mose 31

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Version vom 19. Juni 2007, 10:40 Uhr von Cstim (Diskussion | Beiträge) (Gott schützt Jakob vor Laban. Rahels List: Zurückgesetzt zur letzten Version von Benutzer:Rafhun)

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Jakob, Rahel und Lea beschließen, Laban heimlich zu verlassen

1 Jakob hörte, wie Labans Kinder über ihn redeten. "Sein ganzes Hab und Gut gehört eigentlich unserem Vater", sagten sie. "Alles, was er hat, hat er uns geklaut."

2 Auch Laban war nicht mehr so nett zu ihm wie früher. Wenn Jakob ihn sah, konnte er es in seinen Augen sehen.

3 Da sagte Gott zu Jakob: "Geh zurück zu deiner Familie! Ich werde bei dir sein."

4 Jakob ließ Rahel und Lea zu sich auf die Wiese rufen.

5 Er sagte zu ihnen: "Ich merke genau, dass euer Vater nicht mehr so nett zu mir ist wie früher. Aber ich bin nur deshalb so reich geworden, weil der Gott immer zu mir gehalten hat.

6 Ihr wisst genau, dass ich so hart wie ich konnte, für euren Vater gearbeitet habe.

7 Er hat mich übers Ohr gehauen und meinen Lohn oft verändert; aber Gott hat nicht zugelassen, dass er mir schaden konnte.

8 Wenn euer Vater gesagt hat: Du bekommst die weißen Tiere als Lohn, wurden lauter weiße Tiere geboren; und wenn er sagte: Nein, die schwarzen, gab es lauter schwarze.

9 Gott persönlich hat dafür gesorgt, dass ich die Tiere bekommen habe.

10 Während der Paarungszeit der Tiere habe ich geträumt, dass alle Tiere weiß oder schwarz sind.

11 Gott schickte mir einen Engel, der rief meinen Namen und als ich antwortete

12 sagte er: "Sieh genau hin: Alle Tiere sind schwarz oder weiß, weil ich gesehen habe, wie fies Laban zu dir ist.

13 Ich bin Gott, ich bin dir in Bet-El begegnet. Dort hast du mir einen Stein geweiht und mir etwas versprochen. Geh nun von hier weg und zurück in deine Heimat zu deiner Familie."

14 Rahel und Lea antworteten Jakob: "Was haben wir noch von unserem Vater zu erwarten?

15 Er hat uns so behandelt, als wenn er uns nicht kennen würde, er hat uns an dich verkauft und sich einen schönen Abend mit dem Geld gemacht.

16 Das, was Gott dir gesagt hat, ist gut, also mach es!"

17 Da ging Jakob mit seinen Frauen und den Kindern in seine Autos,

18 er nahm auch seine Tiere und alles, was ihm gehörte mit und zog nach Kanaan, zu seinem Vater Isaak, um.

19 Laban schaute sich gerade seine Tiere an, da nutzte Rahel die Gelegenheit und nahm Labans goldene Figur mit.

20 Laban wusste nix davon, dass Jakob sich auf den Weg machte,

21 weil er es ziemlich zackig machte. Jakob zog zunächst in das Bergland Gilead.

Gott schützt Jakob vor Laban. Rahels List

22 Es dauerte zwei Tage bis Laban hörte, dass Jakob geflohen war.

23 Mit allen Männern aus seiner Familie jagte er hinter ihm her, und nach sieben Tagen holte er ihn im Bergland Gilead ein.

24 Laban träumte von Gott, er sagte ihm: "Wenn du zu Jakob nicht nett bist, werde ich dich bestrafen!"

25 Als Laban Jakob einholte, hatte Jakob gerade eine Pause im Bergland eingelegt. Auch Laban und seine Verwandten legten eine Pause ein.

26 Laban sagte zu Jakob: "Warum hast du mich so betrogen und meine Töchter einfach so entführt?

27 Warum bist du einfach ohne ein Wort abgehauen? Ich hätte dir gerne mit einer kleinen Parade und fetziger Musik tschüss gesagt.

28 Ich hätte meine Töchter und Enkelkinder gerne zum Abschied geküsst? Das war keine schlaue Aktion von dir!

29 Ich hätte ja die Macht, mich an euch zu rächen, aber Gott war heut Nacht bei mir und hat mir gesagt: Wenn du zu Jakob nicht nett bist, werde ich dich bestrafen!"!

30 Naja, du wolltest ja scheinbar nach Hause, aber warum hast du auch noch meine goldene Figur mitgenommen? Tut das Not?"

31 Jakob sagte ihm: "Ich hatte Angst, du würdest nicht wollen, dass deine Töchter mitkommen.

32 Aber deine goldene Figur? Die hat keiner von uns. Wenn doch, muss der Dieb sterben! Durchsuche alles was ich habe, wenn dir davon etwas gehört, nimm es dir." Jakob wusste nix davon, dass Rahel den Hausgott geklaut hat.

33 Laban durchsuchte das Zelt Jakobs, das Zelt Leas und das Zelt der beiden Nebenfrauen ohne etwas zu finden. Dann ging er zu Rahel.

34 Sie hatte die goldene Figur unter ihren Autositz gesteckt und sich drauf gesetzt. Ihr Vater durchsuchte das ganze Auto.

35 Rahel sagte zu ihm: "Sei nicht sauer, wenn ich nicht vor dir aufstehe! Ich habe gerade meine Tage." Laban durchsuchte alles, konnte aber nix finden.

36 Da wurde Jakob sauer und begann mit Laban abzurechnen. "Was für ein Verbrechen habe ich begangen?", fragte er, "Weil du ja so wild hinter mir her bist.

37 So jetzt hast du alles durchwühlt. Und hast du was gefunden das dir gehört? wenn ja, dann leg es hier auf einen Haufen, damit jemand entscheiden kann, wer von uns beiden im Recht ist.

38 Ich habe jetzt zwanzig Jahre für dich gearbeitet und deine Tiere hatten nie Missgeburten oder sowas. Ich habe in der ganzen Zeit nicht ein Tier von deiner Herde für mich geschlachtet.

39 Und wenn ein Raubtier eins von deinen Tieren gefressen hatte, dann habe ich deine Tiere mit einem von meinen ersetzt, damit ich unschuldig blieb.

40 Tags war es immer voll heiß, und nachts widerlich kalt. Ich hatte viele schlaflose Nächte für dich.

41 Zwanzig Jahre habe ich für dich gearbeitet; vierzehn habe ich für deine Töchter gearbeitet und sechs für die Herde, und du hast meinen Lohn immer verändert.

42 Wenn Gott nicht auf mich aufgepasst und für mich gesorgt hätte, dann hättest du mir alles weggenommen und mir keinen Lohn gegeben. Aber Gott hat gesehen, wie ich für dich gearbeitet habe und wie schlecht du mich behandelt hast, deshalb hat er sich heut Nacht auf meine Seite gestellt."

Ein Vertrag zwischen Jakob und Laban

43 Laban sagte zu Jakob: "Meine Töchter gehören mir, ihre Söhne gehören mir und diese Tiere gehören mir, alles was du hier siehst, gehört mir. Aber was kann ich jetzt noch für meine Töchter tun und für die Kinder, die sie geboren haben?

44 Wir wollen einen Vertrag miteinander schließen und ein Zeichen bauen, das uns beide daran erinnert."

45 Da nahm Jakob einen großen Stein und stellte ihn als Denkmal auf.

46 Er sagte zu seinen Verwandten, dass sie Steine sammeln sollten und sie alle auf einen Haufen werfen sollten. Auf diesem Steinhügel aßen sie alle zusammen.

47 Jakob nannte den Hügel Gal-Ed.

48 Laban sagte: "Dieser Hügel ist Zeuge für unseren Deal." Daher bekam er den Namen Gal-Ed (Zeugenhügel).

49 Manche nennen ihn aber auch Mizpa (Wachtturm), weil Laban dann noch sagte: "Gott soll gut auf uns aufpassen, wenn wir uns trennen!

50 Sieh zu, dass du meine Töchter gut behandelst und du heiratest keine andere Frau mehr. Kein Mensch ist hier als Zeuge für unsere Abmachung, Gott ist unser Zeuge!"

51 Weiter sagte Laban zu Jakob: "Dieser Steinhügel, den wir hier gebaut haben,

52 der soll uns immer daran erinnern, das wir uns nix Böses gegeneinander zufügen.

53 Gott soll den bestrafen, der sich nicht daran hält!" Jakob versprach ihm sich an diese Abmachung zu halten.

54 Dann schlachtete er ein Tier und sie aßen alle gemeinsam zu Gottes Ehre.