Hesekiel 20

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Das Buch vom Prophetentyp Hesekiel

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Zusammenfassung, wo Israel überall Mist gebaut hat

1 In dem siebten Jahr kamen am 10. August ein paar Männer zu mir ins Büro. Sie kamen aus der Regierungsmannschaft von Israel und wollten, dass ich Gott mal für sie in einer speziellen Angelegenheit befragen sollte. Nachdem sie sich hingesetzt und ihre Anfrage gestellt hatten, warteten wir gemeinsam, ob Gott mir was dazu sagen würde.

2 Plötzlich kam eine Nachricht von ihm rein. Gott sagte:

3 „Hey du, Mensch! Richte den Männern aus der Regierung von Israel Folgendes von mir aus. ‚Das kommt jetzt von Gott, dem heftigen Gott, dem Chef über alles. Ihr seid jetzt hier, weil ihr eine Ansage von mir haben wollt? Leute, ich schwöre euch, da könnt ihr lange warten, von euch lasse ich mich nicht mehr befragen!‘“

4 Dann sagte Gott zu mir, ich sollte die Leute besser mal warnen, ihnen ins Gewissen reden und sie verurteilen. „Erinner sie mal an den ganzen Mist, den schon die Menschen, die vor ihnen gelebt haben, getan haben!“, meinte er.

5 „Sag Folgendes zu Ihnen: ‚Das kommt jetzt von Gott, dem Chef! Damals, als die Israeliten noch in Ägypten waren, da hab ich ganz fest beschlossen, sie dort rauszuholen und in ein Land zu bringen, wo es alles gibt und davon reichlich. Ich hab mich bei ihnen gemeldet und klargemacht, dass ich der Chef bin und dass ich ihr Gott sein werde.

6 An diesem Tag hab ich ihnen hundertprozentig versprochen, dass ich sie aus Ägypten rausholen werde. Ich wollte sie in ein Land bringen, das ich extra für sie ausgesucht hatte, es war ein Fünf-Sterne-Land, was Besseres gibt es nicht. Da gab es einfach alles und davon reichlich!

7 Ich hatte aber auch eine Bedingung. Ich sagte zu ihnen, dass sie ihre ganzen ätzenden Plastikgötter auf den Müll schmeißen sollen und dass sie sich auch nicht mit den Plastikgöttern von den Ägyptern verdrecken sollten. Meine Ansage war: ,Ich bin euer Chef! Ich bin Gott und sonst keiner!‘

8 Aber sie hatten anscheinend keinen Bock auf mich und wollten nicht tun, was ich ihnen gesagt hatte. Niemand hat seine ‚ach so geliebten Plastikgötter‘, die ich total ätzend finde, auf den Müll geschmissen. Sie beteten sogar weiter zu den Plastikgöttern von den Ägyptern. Darum wurde ich richtig sauer. Ich beschloss, sie alle noch in Ägypten zu töten.

9 Aber dann hab ich doch gemerkt, wie sehr ich sie liebe, und ich wollte auch nicht meinen eigenen Ruf gefährden. Denn die Leute in ihrer neuen Nachbarschaft wussten ja davon, dass ich die Ansage gemacht hatte, Israel aus Ägypten rauszuholen.

10 Also holte ich sie dort raus und führte sie erst einmal in die Wüste.

11 Dort schenkte ich ihnen meine Gesetze und Regeln, durch die sie leben sollten, wenn sie sich dran halten werden.

12 Zum Beispiel hab ich ihnen gesagt, dass man an einem Tag in der Woche, dem Sonntag, nicht arbeiten soll. Dieser Tag sollte wie so ein Zeichen für unseren Vertrag sein, den wir ab dann miteinander hatten. Jeder sollte mitkriegen, dass ich, Gott, meine Leute extra ausgesucht hatte, dass sie etwas wirklich sehr Besonderes sind.

13 Leider drehten sie aber ziemlich schnell am Rad, als sie in der Wüste waren, und taten ständig Sachen, die ich nicht wollte. Meine Gesetze waren ihnen egal, die Regeln befolgten sie einfach nicht, obwohl sie gut waren für die Menschen. Wer danach lebt, dem würde es gutgehen. Sie verdreckten sogar die Idee mit dem Sonntag als Ruhetag. Darum wurde ich mitten in der Wüste wieder richtig sauer auf sie. Ich wollte sie komplett kaputt machen.

14 Trotzdem hab ich es dann nicht getan, weil ich sie so sehr liebte, und auch, um meinen eignen Ruf nicht in den Dreck zu ziehen. Sonst hätten ja alle Menschen in der Welt über mich gelacht, denn ich hatte meine Leute ja noch vorher vor ihren Augen aus Ägypten rausgeholt. Wäre komisch, wenn ich sie kurze Zeit später alle plattgemacht hätte.

15 Ich hab ihnen allerdings gesagt, dass diese Generation nicht in das Land kommen würde, was ich ihnen schenken wollte. Dieses Land, wo es alles gibt und davon reichlich, durften sie nicht mehr sehen, das war sicher.

16 Das war die Bestrafung dafür, dass sie immer noch diese Plastikgötter ganz toll fanden, meine Gesetze und Regeln nicht befolgten und keinen Bock auf den Sonntag hatten.

17 Ich war wegen ihnen voll traurig. Trotzdem hab ich sie nicht alle kaputt gemacht, ich wollte sie nicht allein der Wüste vernichten.

18 Als diese Generation gestorben war, sagte ich zu ihren Söhnen: ‚Bitte lebt nicht so, wie es eure Väter getan haben! Vergesst diese ganzen Plastikgötter, damit verdreckt ihr euch nur, ihr werdet unrein durch die!

19 Ich bin der Chef, ich bin euer Gott! Tut das, was ich euch in den Gesetzen gesagt habe, ihr müsst diese Regeln respektieren!

20 Achtet dadrauf, dass der Sonntag für euch ein ganz besonderer Tag ist! Das wäre für mich wie ein Zeichen, dass wir einen Vertrag miteinander haben und dass ich, der Chef, euer Gott bin.‘

21 Aber leider war auch die nächste Generation so drauf, dass ihnen egal war, was ich von ihnen wollte. Sie lebten nicht nach den Gesetzen, die Regeln waren ihnen nicht wichtig. Und das, obwohl man dadurch ein echt gutes Leben haben würde. Sie hatten auch keinen Bock auf meinen Sonntag. Schließlich beschloss ich, ihnen zu zeigen, wie sauer ich auf sie war. Ich wollte sie komplett mitten in der Wüste vernichten.

22 Aber ich nahm mich zusammen, weil ich sie so liebte. Und auch, weil ich nicht wollte, dass mein Name dadurch in den Dreck gezogen werden würde von den Völkern, die ohne mich leben. Die hatten ja die Aktion mitbekommen, als ich sie aus Ägypten rausgeholt hatte.

23 Trotzdem hatte ich ihnen schon damals in der Wüste angedroht, dass ich sie überallhin auf der Welt verstreuen würde. Sie müssten überall in Ländern von Leuten leben, die alle nicht an mich glauben.

24 Das passierte, weil sie nicht nach meinen Gesetzen gelebt hatten. Meine Regeln waren ihnen egal, sie verdreckten meine Idee mit dem Sonntag und waren sogar scharf auf die Plastikgötter, an denen schon ihre Väter so hingen.

25 Dazu forderte ich jetzt Sachen von ihnen, die nicht gut waren, ich ordnete ein paar Regeln an, die man gar nicht befolgen konnte. So brachten diese neuen Regeln den Tod.

26 Ihre Opfer, die sie mir schenkten, verdreckten sie sogar selbst. Denn indem sie mir alles, was als Erstes geboren wird, als ein Abfackelopfer schenken sollten, wollte ich eigentlich nur, dass sie mal aufwachen. Sie sollten kapieren, dass ich alleine Gott bin.‘“

27 Schließlich meinte Gott noch: „Du, Mensch, ich will, dass du auch noch Folgendes zu den Leuten von Israel sagst: ‚Das kommt jetzt vom Chef, von Gott, dem nichts unmöglich ist.‘ Es gibt noch etwas, womit die Leute, die vor euch lebten, mich derbst beleidigt haben. Damit haben sie mich echt betrogen.

28 Und zwar war das, als ich sie in das Land brachte, was ich ihnen ja vorher ganz fest versprochen hatte. Kaum waren sie nämlich dort, wurde der nächstbeste Baum oder jeder billige Hügel gleich genutzt, um dort erst einmal ein paar von diesen ekligen Opfern für die Plastikgötter durchzuziehen. Dankopfer, Trinkopfer, Opfer mit Räucherkerzen, alles wurde denen dort geschenkt.

29 Und ich hab sie noch gefragt: ,Was ist das für ein Platz auf einem Berg, wo ihr hingeht?‘ Seitdem nennt man diesen Ort auch: ‚Den Platz auf dem Berg, wo man Opfer durchzieht‘.

30 Darum sollst du zu den Leuten von Israel sagen: ‚Das kommt jetzt von Gott: Wollt ihr euch genauso verdrecken, wie es die Menschen getan haben, die vor euch gelebt haben? Wollt ihr wirklich diesen ekligen Plastikgöttern nachlaufen?

31 Indem ihr denen Sachen schenkt und sogar eure Kinder für die in einem Feuer verbrennt, verdreckt ihr euch total! Dieser Dreck von den Plastikgöttern klebt bis heute immer noch an euch. Und jetzt glaubt ihr im Ernst, ich würde euch immer noch eure Fragen beantworten, die ihr mir stellt? Ich kann euch eins sicher versprechen: Ich, Gott, der Chef über alles, werde mich von euch nicht mehr befragen lassen!‘“

Reboot mit Gott

32 „Aber diese komischen Ideen, die ihr plötzlich bekommen habt, die werden niemals passieren. Ihr wolltet ja so sein wie die Völker, die ohne mich leben, und die zu solchen Dingern beten, die nur aus Holz, Plastik oder Ton gemacht sind.

33 Genauso sicher, wie ich existiere, werde ich meine Macht zeigen, ich werde meine Muskeln spielen lassen und auch klarmachen, wie sauer ich bin. Denn nur ich bin euer eigentlicher Präsident, ich bin euer Chef.

34 Ich werde euch wieder zusammenbringen. Ich werde jeden von euch aus den Ländern wieder aufsammeln, in die ihr verstreut worden seid. In meiner Wut, aber auch mit meiner Macht, werde ich das tun.

35 Dann bringe ich euch in eine Wüste, die zwischen den Nationen liegt. Dort werde ich euch vor Gericht stellen und mit euch abrechnen, Auge in Auge.

36 So, wie ich mit den Leuten vor euch eine Gerichtsverhandlung schon mal durchgezogen habe, werde ich es auch mit euch tun. Damals, in der Wüste hinter Ägypten, hab ich das getan.

37 Wie ein Schafzüchter, derseine Herde durchzählt, so werde ich euch auch durchzählen, und dann werde ich euch wieder zurückbringen.

38 Ich werde die von euch aussortieren, die gegen mich rebelliert haben und nicht das taten, was ich von ihnen wollte. Dann bring ich sie aus dem Land raus, wo sie gerade sind. Aber sie werden nicht nach Hause kommen, in das Land von Israel. Sie sollen kapieren, dass ich Gott bin.

39 Gott redet mit euch, Leute von Israel! Er sagt: ‚Haut doch ab zu euren Plastikgöttern und tut, was die von euch wollen! Irgendwann werdet ihr wieder zu mir zurückkommen und das tun, was ich euch sage. Ihr werdet meinen Namen dann nicht länger in den Dreck ziehen mit diesen ganzen Geschenken, die ihr den Plastikgöttern gebt.

40 Denn auf meinem ganz besonderen Berg, auf dem höchsten Berg in Israel, werden irgendwann wieder alle Israeliten, die im Land leben, mir dienen. Dann werde ich wieder gerne ihre ganz besonderen Geschenke und die ersten Früchte der Ernte annehmen.

41 Die Opfer, die sie für mich abfackeln, werde ich gerne annehmen. Wenn ich euch aus den Ländern rausgeholt habe, wo ihr überallhin verstreut wart, werde ich mich auch wieder zu euch stellen. Ich werde zeigen, dass ich der besondere Gott bin, und alle Völker, die nicht mit mir leben, werden das mitkriegen.

42 Ich werde euch dann wieder in euer Land zurückbringen, und ihr werdet merken, dass ich der Chef bin. Ich hatte ja euren Vorfahren ganz fest versprochen, dass dieses Land euch gehört.

43 Wenn ihr dann an eure ätzenden Taten denkt, durch die ihr euch früher so verdreckt habt, werdet ihr erkennen, wie voll eklig ihr seid.

44 Ihr werdet kapieren, dass ich Gott bin, wenn ich das mit euch gemacht habe. Ich werde das tun! Nicht, weil ihr so viel Mist gebaut habt, nicht wegen der vielen kaputten Entscheidungen, die ihr getroffen habt, sondern einfach nur, weil ich das will und weil ich das versprochen habe. Daran werdet ihr erkennen, wie genial ich bin. Das sagt euch Gott, der Chef über alles.‘“