Diskussion:Lukas 20

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--Andi Steiger (Diskussion) 15:20, 30. Dez. 2019 (CET)


Vers 24-25

Die Verse 24 und 25 stehen derzeit so da:

Zeigen Sie mir doch mal eine Münze! Was für ein Typ ist da drauf abgebildet und wessen Name steht darunter?“. „Na, der vom römischen Präsidenten“, war die Antwort.
Also, dann gebt dem Präsidenten, was ihm gehört und vergesst auch nicht, Gott das zu geben, was Gott gehört!“

Ich verstehe nicht, warum da das Wort Präsident benutzt wird. Fast jedes Kind kennt doch aus Märchen oder Filmen die Wörter König und Kaiser. Präsident zu schreiben, verfälscht mir die Umstände zu sehr. Ok, weder der deutsche Bundespräsident noch der römische Kaiser sind vom Volk gewählt; aber trotzdem war der römische Kaiser vermutlich einen Zacken härter gegen die Juden als der aktuelle Bundespräsentant gegen die bundesrepublikanischen Untertanen.

Vor allem zweifle ich, ob es richtig ist, den Eindruck zu erwecken, was Jesus in dieser Situation sagte, sei komplett als Handlungsanleitung auf heute zu übertragen.

Ich habe jüngst eine Gemeinde besucht, dort sagte eine Moderatorin ungefähr: "Gott sagt, wir sollen dem Kaiser geben, was dem Kaisers gehört." Mir scheint das ein Mißverständnis und mindestens eine fragwürdige Vereinfachung.

Wenn ich auf die Situation schaue, in der Jesus gesprochen hat, dann kommen mir Zweifel. Hier mal die Fassung von Karl-Heinz Vanheiden:

Doch sie ließen ihn nicht mehr aus den Augen und schickten Spitzel zu ihm, die sich den Anschein geben sollten, als meinten sie es ehrlich. Sie hofften, ihn mit seinen eigenen Worten zu fangen, damit sie ihn der Gerichtsbarkeit des römischen Statthalters ausliefern könnten.


"Rabbi", sagten sie, "wir wissen, dass du aufrichtig bist und nicht nach der Meinung der Leute fragst. Du zeigst uns wirklich, wie man nach Gottes Willen leben soll. Ist es nun richtig, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?"


Jesus durchschaute ihre Heuchelei und sagte: "Zeigt mir einen Denar! (Denar=Römische Silbermünze) Wessen Bild und Name ist darauf?" -- "Des Kaisers", erwiderten sie. "Nun", sagte Jesus, "dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört."


Sie konnten ihn zu keiner verfänglichen Aussage vor dem Volk verleiten. Im Gegenteil, sie waren von seiner Antwort so überrascht, dass sie nichts mehr zu sagen wussten.


(Neue evangelistische Übersetzung, NeÜ, www.kh-vanheiden.de)


Mir scheint, Jesus möchte nur einer Falle ausweichen, dann ginge es also gar nicht darum, dass er grundsätzlich erklären wollte, wie man sich zu allen Zeiten gegen die Staatsmacht verhalten soll. Sondern Jesus lässt die Leute, die ihn in dieser konkreten Situation mit Worten fangen wollen, einfach ins Leere laufen, wie ein Aikidomeister die Kraft eines Angreifers gegen diesen wendet, ohne sich selber groß reinzuhängen und anzustrengen.

Wenn die Volxbibel das Wort "Präsident" statt "Kaiser" verwendet, kann der Eindruck entstehen, Jesus hätte eine Verhaltensregel aufgestellt, wie man sich heute gegen den Staat verhalten solle, dass man etwa in der Bundesrepublik brav seine Steuern zahlen und überhaupt immer schön brav sein solle. Ich behaupte, dass Jesus das nie gesagt hat; er ist einer dialektischen Falle ausgewichen und hat den Fallenstellern eine ironische Antwort gegeben, eine Antwort, die er vermutlich nicht ganz ernst meinte.

Außerdem glaube ich, dass man aus dem Umstand, dass Jesus mehr am geistlichen Reich Gottes gelegen war, nicht schließen kann, dass er die irdischen Herrschaftsverhältnisse, die er anscheinend weniger wichtig nahm, für gut hielt.

Insgesamt bin ich also dafür, dass dort eher "Kaiser" steht und nicht "Präsident".

Gruß Perdan 17:18, 20. Mär. 2013 (CET)

Hi, tut mir leid, aber Präsident bleibt Präsident, das ist in der ganzen Volxbibel so Konsens und Standard. Weil wie du richtig sagst, den König oder Kaiser kennt man aus Märchen oder vll noch die Queen, aber auf jeden Fall verbindet man damit keine Lebenswirklichkeit. Genau die wollen wir ja aber mit der VB herstellen. Und klar, ein gewählter Präsident heute und ein römischer Kaiser oder sonstiger Herrscher des Altertums sind nicht zu vergleichen. Aber ich denk trotzdem, dass das die Sache noch am besten trifft und es hat sich auch bisher immer gut bewährt. Das Problem ist halt auch, dass man das nicht einfach an einer Stelle ändern kann, es muss ja überall so sein und allein den Präsidenten an 1000en von Stellen zu ändern ist ehrlich gesagt schon ein Argument dagegen das zu ändern.
Und zur Interpretation: Nun ja, dazu will ich jetzt gar nix weiter sagen, wie ich die Stelle verstehe, aber auf jeden Fall ist es ja nicht die Aufgabe der VB zu interpretieren (jedenfalls nicht über das beim Übersetzen nötige Maß hinaus) und ich denke wenn man will kann man in diesen Text sowohl mit Kaiser als auch mit Präsident entweder einen Aufruf zur Staatstreue oder ein Ausweichmanöver interpretieren.--Benedict 17:40, 21. Mär. 2013 (CET)

Vers 47

Ich schlage vor, auch hier "Showbeten" durch "Show-Beten" zu ersetzen. --Volxbibelleser (Diskussion) 21:59, 17. Sep. 2016 (CEST)

ja--Benedict (Diskussion) 18:11, 19. Sep. 2016 (CEST)
Schön! Ersetzt. --Volxbibelleser (Diskussion) 22:38, 19. Sep. 2016 (CEST)