Diskussion:Hebräer 11

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Glaube != Nicht wissen

Also, ich habe ein Predigt über das Wort "Glauben" gehalten und kann daher Vers 1 nicht zustimmen.

Im Griechischen wird für „Glaube“ das Wort pistis verwendet. Welches Wort das auf Hebräisch war, lässt sich leicht herausfinden, da der Vers aus dem Alten Testament, Habakuk 2,4, oft im Neuen Testament zitiert wird: „Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ Das Wort „Glaube“ im Alten Testament ist „emunah“. Es bedeutet so viel wie Glaube, Wahrheit und Treue. Das Verb hierzu ist „aman“. Es bedeutet: „Sich an etwas festmachen. Ursprünglich gemeint war also nicht das unbestimmte „ich weiß nicht“, sondern im Gegenteil: „ich verlasse mich auf, ich binde meine Existenz an“. „Es geht also zentral nicht um einen Gegenpol zum Wissen, sondern um Vertrauen, Gehorsam und Lebensübergabe.“ (Wikipedia: Glauben) Die beste Definition für biblischen Glauben findet sich in Hebräer 11,1. Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. [Luther] Die Bedeutung von dem griechischen Wort„hypostasis“, das hier mit „feste Zuversicht“ übersetzt wird, ist „darunter stehen“, das heißt, ein FUNDAMENT. Das hier mit „Nichtzweifeln“ wiedergegebene griechische elegchos bedeutet auch soviel wie GEGENBEWEIS, Widerlegung oder „Überführtsein“. In diese Sinne wird hier von einem Überführtwerden durch eine Tatsache gesprochen, die jedem äußeren Anschein widerspricht. Man ist durch Beweise überführt von etwas, das man nicht sieht und hat daher ein festes Fundament. Dem enstpricht viel besser die Elberfelder Übersetzung: Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. [Elberfelder]

Glaube ist also nicht eine vage Hoffnung, sondern ein Vertrauen, dass auf Tatsachen basiert, auch wenn diese nicht sichtbar sein mögen.

Deshalb auch in Römer 1,20: „Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben.“

Von Benutzer:TheKryz

Vers 3

Ich habe den Text von "aus dem Nichts" zu aus dem nicht "Sichtbaren" geändert. In vielen deutschen Übersetzungen wird das leider fälschlich auch mit "nichts" wieder gegeben. Der Begriff der dort steht meint aber dass das Sichtbare aus dem nicht wahrnehmbaren, also aus der unsichtbaren Welt heraus geschaffen wurde. --Cruelchris 09:54, 27. Okt 2010 (CEST)

die eine Frage ist, wie man phainomenOn übersetzt. Die andere wie es für einen durchnittsjugendlichen hier meist mit M bezeichnet am besten verständlich ist. Dabei ist zu beachten, dass die Vorstellung der Griechen über aphainomenOn und unsere Vorstellung über nicht sichtbar (z.B. Luft oder Handyfunk) etwas auseinanderlaufen--Barbara 23:59, 26. Okt 2010 (CEST)

Natürlich kommt es darauf an wie man ein Wort übersetzt. :) Nur finde ich, dass es wichtig ist, bei der Wahl auf bestimmte innere Themen eines Textes Rücksicht zu nehmen. Im Hebräerbrief ist es nun so, das der Schreiber immer wieder die Realität des Unsichtbaren aufgreift. Im Kapitel 11 wird das gleich im ersten Vers deutlich. Es wird auch an dem Punkt deutlich wo im Hebräerbrief von "Erden" bzw "Welten" die Rede ist. Also Mehrzahl. Wie ich es verstanden habe deutet die Mehrzahl darauf hin, dass die sichtbare und unsichtbare Welt gemeint ist. Wenn ich richtig orientiert bin, geht die Wortbedeutung in Richtung - aus nicht erscheinendem, nicht mit sinnen wahrnehmbare. Der Punkt für mich ist, dass die Aussage "aus dem Nichts" eine andere Botschaft transportiert als "aus dem nicht Sichtbaren". Das eine sagt aus, dass Gott keine Voraussetzungen braucht um etwas zu erschaffen, dass andere, das es verschiedene Realitäten gibt - eine sichtbare und eine unsichtbare - die miteinander Verbunden sind. Beides stimmt. Ich finde aber, dass in diesem Fall im Zusammenhang des Hebräerbriefes das letztere die richtigere Interpretation ist. Natürlich ist es wichtig zu überlegen, welches Sprachbild für den Durchschnittsjugendlichen am besten verständlich ist. Da bin ich aber vermutlich schon zu alt für ;) XD --Cruelchris 09:54, 27. Okt 2010 (CEST)

Ich finde die Disussion wirklich sinnvoll und bin mit beiden einverstanden. Nur mir kommt die Frage auf ob der Autor vom Hebräer Brief nicht wirklich zurück auf die Schöpfung von allem kommen will, wobei er die größe Gottes und seine Kraft betonen möchte. Weil das Thema in diesem Kapitel der Glaube ist, ist die ein wichtiger Punkt, denn niemand war dabei als Gott das Universum geschaffen hat. Folglich gabs hier auch noch nix zu sehen, aber wir vertrauen einfach darauf. Das ist doch glaube.. Und dann geht er weiter wie sie Helden glaubten: wenn Gott alles erschaffen hat, dann kann er auch Gesundheit und Mana und sonst für Dinge aus dem NIX schaffen. Das wäre meine Interpretation von der Aussage. Ich wäre deshalb eher für "aus dem Nichts". --Celo 01:29, 28. Okt 2010 (CEST)

Ich will mal auf Kapitel 12 vorgreifen, wo von der Wolke der Zeugen um uns die Rede ist. Bonhoeffer greift das in seinem "Von guten Mächten" auf. Natürlich geht es nicht darum, zu sagen, dass Gott etwas aus dem Nichts schaffen kann und auch tut. In diesem Zusammenhang aber finde ich "Nichts" zu kurz gegriffen, da im Hebräerbrief immer wieder die Überzeugung aufblitzt, dass das die sichtbare Realität von der unsichtbaren Realität umgeben ist. Eine Überzeugung, die sich von 1. Mose bis zu Offenbarung durchzieht. Deine Aussage: "Niemand war dabei als Gott das Universum erschaffen hat." finde ich schwierig. In der Bibel wird die unsichtbare Welt, die unsichtbare Realität als existent vorausgesetzt. Das heißt, es ist durchaus möglich, dass diese unsichtbare Realität auch bei der Schöpfung der sichtbaren Realität bereits existent und präsent war. Die biblische Sicht der Dinge, wie ich sie verstehe ist, dass wir umgeben sind von dieser nicht sichtbaren Realität. Und wie ich das verstehe, greift der Schreiber des Hebräerbrief diesen Tatbestand immer wieder auf. Deswegen bin ich eher gegen "aus dem nichts" :). --Cruelchris 10:03, 28. Okt 2010 (CEST)

Wenn ihr vor Euren Beitrag einen Doppelpunkt macht, wird er eingerückt
mit "::" erwas mehr und so weiter.
Die Briefe des NT sind nur begrenzt meine Welt, aber aus dem AT und den Evangelien wei? ich, wie selbstverständlich für die Menschen damals das ist, was man heute als Esoterik bezeichnet. Wir Katholiken haben an dieser Stelle Engel und Heilige. Die Erschaffung der Welt aus dem Unsichtbaren, erinnert mich an einen assyrischeen oder altägyptischen Schöpfungsmythos, wo der eine Gott die Welt aus der zerteilten Leiche eines anderen baut. Diese Assoziation macht mir Bauchschmerzen, auch, wenn sie historisch wahrscheinlich richtig ist.--Barbara 12:47, 28. Okt 2010 (CEST)
Die Assoziation find ich auch nicht unbedingt gut verdaulich :)... Vielleicht hilft es, das eher so zu beschreiben: es ist so, als wenn etwas für das menschliche Auge getarnt ist. Eine Tarnkappe, wie sie Siegfried in der Sage hatte oder wie die Raumschiffe in Star Trek. Es wird sichtbar, wenn es entarnt wird. Also keine metaphysische Leichenfledderei sondern eher ein materialisieren. --Cruelchris 14:39, 28. Okt 2010 (CEST)
Irgendwie fehlt da auch der zweite Teil des Satzes, oder?--martin.d 18:08, 29. Okt 2010 (CEST)

Vers 7

In der AT-Volxbibel steht statt "Arche" fast durchgängig "Kasten". Um eine bessere Verbindung zwischen Volxbibel AT und NT herzustellen, schlage ich vor: "Riesenschiff oder Kasten, auch bekannt als 'Arche'".--Volxbibelleser (Diskussion) 21:12, 29. Okt. 2017 (CET)

Vers 9

Ich würde besser finden, wenn man statt "Wohnheim" etwas anderes schreiben würde. Mein Vorschlag wäre "Wohnwagen" oder "Wohncontainer". Finde das kommt dem Zelt des Originals näher. Außerdem hat ein "Wohnheim" ein festes Fundament, was die Wohnung von Abraham laut Vers 10 eben nicht hatte, weshalb hier "Wohnwagen" oder "Wohncontainer" auch besser passen würde. --Royalpiper137 10:44, 16. Mai 2009 (CEST)

Das ist eine sehr gute Idee. Wir haben im AT allerdings schon von Zelten gesprochen, weil "Zelten" kennt irgendwie jeder.--martin.d 18:25, 16. Mai 2009 (CEST)

Vielleicht wäre hier trotzdem "Wohnwagen" oder "Wohncontainer" besser, weil "Zelt" sich ziemlich nach campen anhört. "Wohnwagen" zwar irgendwie auch, aber in unseren Breiten hält man's im "Zelt" eben kaum auf Dauer und zu jeder Jahrezeit aus. Im "Wohnwagen" oder "Wohncontainer" allerdings schon. Aus Gründen der Nachvollziehbarkeit hier in Deutschland, fände ich einen von diesen beiden besser. --Royalpiper137 20:59, 16. Mai 2009 (CEST) Hm, ist allerdings klar, wenn ihr im AT bei Abraham "Zelt" verwendet, was sicherlich sinnvoll ist, dann sollte man das aus Gründen der Einheitlichkeit an dieser Stelle auch schreiben. --Royalpiper137 21:29, 16. Mai 2009 (CEST)

Ja, haben wir! Wobei wir uns schon gefragt haben, wer wenn wie mal das AT an das NT angleicht. Also auch die ganzen Zitate aus Jesaja zum Beispiel und auch die Übertragungen (Präsident/König z.B.). Das sollte man auf jeden Fall vor dem 4.0 Update machen!! Denn irgendwann kommt ja das ganze Ding als Gesammtbibel raus--martin.d 11:41, 17. Mai 2009 (CEST)

Das mit dem Präsident/König hab' ich inklusive Kaiser schon seit ca. einem Monat für das NT erledigt. (Ging das irgendwie unter?) Ansonsten wird's wohl ganz schön kompliziert, wie man an einer solchen Stelle sieht. An vieles denkt man so spontan wohl gar nicht. Und das zieht dann wieder einen Rattenschwanz hinter sich her (Dornenkrone, Throne usw.). Throne werden zu Chefsesseln, oder? --Royalpiper137 17:08, 17. Mai 2009 (CEST)

Ja, echt geil, dass Du das gemacht hast. Ich schreib dich mal eben an.--martin.d 23:59, 18. Mai 2009 (CEST)

Soll man hier jetzt "Zelt" einsetzen? --Royalpiper137 18:07, 19. Mai 2009 (CEST)

Genau, Throne werden zu "Chefesesslen". Also Wohnwagen gefällt mir noch am besten, aber wie geagt, hatten wir im AT auch schon mal das "Zelt" für das Allerheiligste übernommen. Schau doch mal auf welche Stelle sich das hier bezieht.--martin.d 18:03, 29. Okt 2010 (CEST)

Vers 31

Im AT der Volxbibel wird für "Jeftah" der Name "Jiftach" verwendet. Ich schlage vor, die Begriffe anzugleichen.--Volxbibelleser (Diskussion) 21:30, 12. Nov. 2017 (CET)