Benutzer:Rettheld

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Lebenslauf

Persönliches Name: Schulz, Erik; Geburtsdatum: 19/07/1979; in: Lörrach; wohnhaft: Karl-Fürstenberg-Str.50; 79618 Rheinfelden bei den Eltern; Kindergarten: ev. Kindergarten, Rheinfelden; Grundschule 85-89: Schillerschule, Rheinfelden; Gymnasium 89-99: Georg-Büchner-Gymnasium, Rheinfelden (1,8); September 2000 Pflegepraktikum für das Medizinstudium

Kardexauszug 24/09/2000 UNFALL; Akutklinik Universitätsklinik Basel; Oktober 2000 - September 2001 REHAB Basel – Früh-Rehabilitation; Oktober 2001 - Januar 2002 Tagesklinik Rheinfelden/CH; Januar 2002 (4+2 Wochen Kur) BfA Kliniken Schmieder Konstanz; März 2002 - Juli 2002 ambulante Rehabilitation (Physio 5x, Ergo 2x, Logo 1x); Juli 2002 - Juni 2003 Hegau Jugendwerk Gailingen; Juli 2003 - Dezember 2003 Nachsorge Zentrum Augsburg gGmbH; Januar 2004 - Juli 2004 ambulante Rehabilitation (Physio 3mal, Psychotherapie 1mal); August 2004 - Oktober 2004 Neuroklinik Elzach; Oktober 2004 - April 2006 Nachsorge Zentrum Augsburg; Mai 2006 - Mai 2006 BfW Heidelberg; Juli 2006 - Januar 2007 Stephanuswerk Isny; seit September 2007 BBW Neckargemünd

Wasserrettungsdienst Eintritt 89 in: DLRG-Ortsgruppe Rheinfelden e.V.; Lehrgang 92: Rettungsschwimmabzeichen – Bronze; Lehrgang 95: Rettungsschwimmabzeichen – Silber; Beginn der Ausbildung 95 als Rettungstaucher; Lehrgang 96: Rettungsschwimmabzeichen – Gold; Lehrgang 97: Brevet I (SLRG); Umschreibung 2000: Wachgänger Wasserrettungsdienst; Umschreibung 2000: Wachleiter Wasserrettungsdienst

Landgebundener Rettungsdienst Eintritt 95 in: DRK-Ortsverein Rheinfelden; Lehrgang 97: Rettungshelfer; Lehrgang 97: Erste-Hilfe-Ausbilder (DRK); Lehrgang 98: Rettungshelfer (1,8); Lehrgang 99: Rettungssanitäter (1,0); Umschreibung auf die DLRG 99: Erste-Hilfe-Ausbilder; Lehrgang 99: Rettungssanitäter; Zivildienst 99-2000: als Rettungssanitäter; Lehrgang 2000 Einsatzmanagement für ersteintreffende Fahrzeugbesatzungen


Meine Geschichte

Am 16. Oktober 2000 hätte mein Studium der Humanmedizin begonnen. Aber am 23.09.2000 um 23.30h stand ich hell gekleidet vor unserem Haus an ein Fahrzeug gelehnt, dass unter einer Laterne geparkt war und reichte meinem Kollegen ein Buch hinein. Die Strasse ist 7,60m breit und zudem 30er-Zone. Eine Fahrerin mit 1,69 %0 und deutlich über 50 prallte gegen das linke, hintere Fahrzeugeck, schrammte an der linken Seite entlang und erfasste mich im Bereich des rechten Frontscheinwerfers. Ich wurde dann aufgeladen und schlug dann mit dem Kopf an das rechte, obere Eck der Windschutzscheibe. Anschließend wurde ich nach rechts abgeladen, wobei ich mit dem Kopf gegen die Holme des geöffneten Fensters an der Beifahrertür schlug. Anschließend flog ich auf den Boden.

Mein Kollege ist Rettungssanitäter. Er rief sofort die Rettungsleitstelle an. Bereits nach 3 Minuten war der Rettungswagen vor Ort. Das Team fordert umgehend den Rettungs-hubschrauber an. Der Notarzt ist nach 13 Minuten vor Ort (Anfahrt von Lörrach). Um 23.17h landet der Rettungshubschrauber im KBS – Kantonspital Basel Stadt

Nach 24h erklärt der operierende Arzt meinen Eltern die Situation: „Erik ist außer Lebensgefahr! Vom Kopf an abwärts hat er keine Brüche oder innere Verletzungen. Am Stammhirn sind sehr tiefe, starke Quetschungen. Außerdem hat er mehre starke Blutergüsse in verschiedenen Gehirnteilen. Rechnen Sie mit dem Schlimmsten. Eine Hirnverletzung ist und bleibt eine Hirnverletzung – sie kann nicht wegdiskutiert werden, sie bleibt ein Leben lang. Es gibt zwar immer wieder erstaunliche Entwicklungen, gerade bei jungen Menschen, aber machen Sie sich keine falschen Hoffnungen. Wir reden hier nicht von Tagen und Wochen sondern von Monaten und Jahren.

Die Ärzte sagen, dass bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma der soziale Kontakt unheimlich wichtig sei. Meine Eltern dürfen mich dreimal täglich besuchen, lesen mir meine Bücher vor, ließen meine Lieblingsmusik laufen und erzählten mir vom Tagesablauf. Im Koma liegend wurde ich am 13/10/2000 ins REHAB Basel – Zentrum für Hirnverletzte und Querschnittgelähmte verlegt. Gerade in dieser Zeit erfuhr ich sehr viel Empathie durch meine Freunde von DRK und der DLRG. An Weihnachten 2000 fing ich an zu sprechen, lernte mühselig Schritt für Schritt das Essen, dann das Trinken, Sitzen, Gehen, Duschen, Anziehen, mich zu orientieren und eigenverantwortlich Termine wahrzunehmen. Insgesamt war ich 11 Monate in der vollstationären Frührehabilitation in Basel. Von Anfang Oktober 2001 bis Mitte Januar 2002 habe ich zuhause gewohnt und meine Eltern fuhren mich täglich in die Tagesklinik Rheinfelden/CH zur Therapie.

Mitte Januar 2002 bekam ich von der BfA eine vierwöchige Kur in den Kliniken Schmieder in Konstanz (Neurologisches Fach- und Rehabilitationskrankenhaus) genehmigt. Zwei Wochen Verlängerung wurden angehängt. Dann folgte eine Phase ambulanter Therapie bis Ende Juli 2001. Dann hatte mir meine Krankenkasse den Aufenthalt im Hegau Jugendwerk in Gailingen beim Rheinfall finanziert, welcher bis Mitte Juni 2003 ging. Von Anfang Juli 2003 bis Frühsommer 2004 war ich im Nachsorge-Zentrum-Augsburg. Nachfolgend, war ich ein halbes Jahr daheim. Die Neuroklinik in Elzach war meine nächste Station, welche mich 2005 wieder in das Nachsorge-Zentrum-Augsburg überwies.

Zur Berufsfindung kam ich in das BfW Heidelberg 2006, welche mich an das Stephanuswerk in Isny, wo ich auf die Ausübung meines Berufs vorbereitet werden soll, überwiesen 2006. September 2007 fing ich mit meiner Ausbildung zum Informatik-Kaufmann an. Logischerweise habe ich diese mittlerweile abgeschlossen. Seit 2010 bin ich Frührentner.