1.Könige 8

Aus Volxbibel Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kapitel

Die Story über Salomo: 1.Könige 1 || 1.Könige 2 || 1.Könige 3 || 1.Könige 4 || 1.Könige 5 || 1.Könige 6 || 1.Könige 7 || 1.Könige 8 || 1.Könige 9 || 1.Könige 10 || 1.Könige 11 ||

Die Sache mit den zwei getrennten Ländern vom Famlienstamm Juda und Israel: 1.Könige 12 || 1.Könige 13 || 1.Könige 14 || 1.Könige 15 || 1.Könige 16 || 1.Könige 17 || 1.Könige 18 || 1.Könige 19 || 1.Könige 20 || 1.Könige 21 || 1.Könige 22

aktuelle Druckversion | aktuelle Arbeitsversion


Gott im Tempel

1 Jetzt lud der Präsident Salomo die Chefs von allen Familienstämmen und Clans aus Israel zu sich nach Jerusalem ein. Sie sollten gemeinsam die Kiste mit den Gesetzen aus Jerusalem-City nach oben auf den Berg Zion bringen, wo jetzt der neue Tempel stand, das Haus von Gott.

2 Alle Männer aus Israel waren auch eingeladen. Sie kamen an dem Tag zum Präsidenten Salomo, an dem das Fest der Blätterbuden gefeiert wurde (das war im Oktober).

3–4 Nachdem alle Chefs eingetroffen waren, steckten die Priester die Stangen in die Ringe von der Kiste und trugen das Teil gemeinsam zum Tempel hoch. Die anderen Priester und die Levi-Leute halfen beim Einpacken vom besonderen Zelt und der ganzen Geräte, die dort drin lagerten.

5 Salomo und die Leute, die bei der Feier dabei waren, opferten gemeinsam vor der Kiste sehr viele Schafe und Rinder. Es waren so viele Tiere, dass man sie nicht mehr zählen konnte.

6 Und danach transportierten die Priester die Kiste mit den Gesetzen an den Ort, der extra dafür im Tempel vorgesehen war. Im -hintersten Zimmer, dem allerderbsten, heiligen Bereich, wurde sie aufgestellt. Und zwar wurde sie unter die beiden Flügel von den Engelsfiguren geschoben, die man dort aufgestellt hatte.

7 Die Flügel der beiden Figuren hingen über der kompletten Kiste. Bis zu den Tragestangen wurde das ganze Ding von ihnen überdacht.

8 Die beiden Stangen waren so lang, dass man die Enden noch sehen konnte, wenn man direkt vor dem Eingang vom allerderbsten Bereich stand. Von außen konnte man aber nichts sehen. An der Stelle waren sie noch eine ziemlich lange Zeit.

9 In der Kiste war nichts weiter drin als die Stahlplatten mit den Gesetzen drauf, die Mose auf dem Horeb-Berg von Gott bekommen hatte. Das war ja, als Gott mit den Israeliten einen Vertrag gemacht hatte, nachdem sie aus Ägypten abgehauen waren.

10 Als die Priester aus dem Haus von Gott rausgingen, war im besonderen Bereich plötzlich eine leuchtende Wolke am Start!

11 Keiner konnte mehr da drin weiterarbeiten, weil diese krasse Wolke da war! Gott höchstpersönlich, mit seiner ganz heftigen Art, war auf einmal im ganzen Haus anwesend.

12 Salomo redete mit ihm: „Hey, Gott! Chef, du hast gesagt, dass du in einem dunklen Raum wohnen willst!

13 Darum hab ich dir jetzt dieses große Haus gebaut! Hier kannst du immer bleiben, wenn du willst!“

Eine kleine Predigt von Salomo

14 Dann drehte sich Salomo zu den Israeliten, die mit dabei waren, und rief zu Gott:

15 „Gott, du bist der Größte! Gott von Israel, wir danken dir für alles!“ Dann sagte er zu den Israeliten: „Gott hat sein Versprechen eingehalten, was er meinem Vater David gegeben hat. Er sagte damals zu ihm:

16 „Seitdem ich meine Leute aus Ägypten rausgeholt und in dieses Land gebracht habe, konnte ich mir bis jetzt keine Stadt aussuchen, um dort zu wohnen. Doch dich hab ich extra ausgesucht, du sollst der Präsident über meine Leute sein, über Israel.“

17 Schon mein Vater David wollte für Gott, dem Gott von Israel, unbedingt ein Haus bauen.

18 Gott hat dann aber zu David gesagt: „Finde ich echt gut, dass du ein Haus für mich bauen willst. Das ist eine gute Idee, ich bin dafür!

19 Trotzdem wirst du das nicht selber machen können, dafür aber dein Sohn. Der ist bis jetzt noch nicht geboren worden, aber er soll dann für mich dieses Haus bauen.“

20 Gott hat sein Versprechen gehalten. Ich, der Sohn von David, bin der neue Präsident geworden, und ich habe jetzt dieses Haus für Gott gebaut, eine Wohnung für den Chef von Israel.

21 Die Kiste mit den Gesetzen hat darin ein eigenes Zimmer bekommen. Die Gesetze gehören zum Vertrag, den Gott mit unserem Volk vor einiger Zeit gemacht hat, damals, als er unsere Leute aus Ägypten rausholte.“

22 Vor den Augen von allen anwesenden Israeliten ging Salomo dann zum Opfertisch, dem Altar von Gott. Er streckte seine Arme aus Richtung Himmel und fing an zu beten:

23 „Gott, du bist der Chef von ganz Israel! Nirgendwo gibt es so einen Gott wie dich, nicht auf der Erde und auch nirgendwo im Universum! Und du bist treu, du stehst zu deinen Verträgen, und du bist immer sehr liebevoll und nett zu den Leuten, die radikal mit dir leben.

24 So bist du immer mit meinem Vater David umgegangen. Und dieser Tag heute ist ein Beweis dafür, dass du deine Versprechen immer einhältst.

25 Gott, Chef von Israel, ich bitte dich, dass du auch deine anderen Versprechen jetzt einlöst, die du meinem Vater gegeben hast. Ein Versprechen war, dass die Präsidenten in Israel immer aus der Familie von David kommen werden. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sie dir genauso radikal und treu dienen, wie er es getan hat.

26 Also bitte lass auch die anderen Versprechen in Erfüllung gehen, die du meinem Vater gegeben hast, ja?!

27 Ich hab noch eine Frage an dich: Bist du nicht eigentlich viel zu groß und zu heftig, um bei uns kleinen Menschen zu wohnen? Ich meine, selbst das ganze große Weltall ist doch eigentlich zu klein für dich! Und dann dieses winzige Haus, was ich für dich gebaut habe, das passt doch eigentlich gar nicht!

28 Gott, bitte hör auf meine Gebete! Ich mach hier keinen auf dicke Hose, ich bin dein Diener! Bitte höre meine Gebete, die ich dir heute gesagt habe!

29 Pass auf uns auf! Tag und Nacht musst du dieses Haus bewachen. Verlier es nie aus dem Blick. Schließlich hast du gesagt: „Hier soll mein Name an der Tür stehen!“ Also bitte höre auf meine Gebete!!

30 Und höre auch auf die Gebete von deinen Leuten, den Israeliten. Wenn wir zusammen vor diesem Haus zu dir beten, dann hör uns, wenn du in deiner Wohnung im Himmel bist. Bitte höre unsere Gebete und verzeih uns, wenn wir mal wieder Mist gebaut haben.“

Beten beim Haus von Gott

31 Danach sagte Salomo zu Gott: „Wenn mal jemand bei einem anderen Mist gebaut hat, und er wird dann hierher zu deinem Altar gebracht, und wir wünschen ihm dann in deinem Namen die Krätze an den Hals und belegen ihn mit einem Fluch, dann entscheide du das bitte und sorg dafür, dass alles gerecht zugeht. Wir machen das nur, wenn er das nach unserem Wissen auch verdient hat und schuldig geworden ist.

32 Bestrafe du ihn, wenn er tatsächlich irgendwo danebenliegt. Die Sachen, die der verbockt hat, sollen ihm dann selbst passieren, sie sollen auf ihn zurückfallen. Wenn er aber nichts getan hat, pass auf ihn auf, dass er nicht auch noch unschuldig bestraft wird. Alle sollen in dem Fall mitkriegen, dass er unschuldig ist.

33 Wenn deine Leute, die Israeliten, von anderen Völkern im Krieg besiegt wurden, weil sie mal wieder Mist gebaut haben, und sie drehen sich dann um und leben wieder mit dir, beten zu dir, sagen dir, wie toll du bist, und bitten dich hier, an deinem Haus, dass du ihnen hilfst,

34 dann höre auf ihre Bitte und hilf ihnen! Verzeih den Leuten, wenn sie Mist gebaut haben, und dann bring sie wieder zurück in das Land, das du den Israeliten gegeben hast.

35 Wenn es mal eine ganze Zeit nicht regnet, weil die Menschen nicht das getan haben, was du von ihnen wolltest, und sie kapieren, dass du da- hintersteckst, und sie sich dann wieder umdrehen und beten wieder zu dir und sie kommen wieder zu deinem Haus, um dir danke zu sagen,

36 dann höre auf ihre Gebete! Verzeih ihnen, wenn sie Mist gebaut haben, verzeih deinen Leuten! Sag ihnen, was sie tun sollen, und dann lass es wieder regnen auf das Land, das du deinen Leuten für immer geschenkt hast.

37 Und wenn es im ganzen Land mal nichts zu essen gibt, wenn die Getreideernte ausfällt, weil die Sonne alles verbrannt hat oder Läuse die Körner befallen haben, oder wenn es wieder Krieg gibt und der Feind ins Land einmarschiert oder überall die Leute krank werden,

38 dann bitte höre auf das Gebet, was bei diesem Haus gebetet wird, auch wenn es nur ein einziger Typ ist.

39 Höre auf die Gebete, die bei deiner Wohnung gesprochen werden, und verzeih deinen Leuten, wo sie Mist gebaut haben. Hilf ihnen und sei nicht so streng, mach es so, wie es jeder verdient hat. Du kennst die geheimsten Gedanken von den Menschen, du siehst in das Herz.

40 Dann werden sie immer Respekt vor dir haben, die ganze Zeit, in der sie in dem Land leben, was du schon unseren Vorfahren gegeben hattest.

41 Auch die Ausländer bei uns werden Respekt vor dir haben, also die Typen, die extra wegen dir aus der ganzen Welt zu uns gekommen sind.

42 Sie werden von deiner genialen Art hören, was du für gigantische Sachen bringst und wie du uns mit deiner powervollen Hand geführt hast. Und dann werden sie, wenn sie dieses Haus sehen, auch zu dir beten.

43 Wenn das passiert, höre bitte auf ihre Gebete, von deiner Wohnung im Universum aus. Dann kapieren alle Menschen, egal aus welchem Land sie kommen, dass du der einzige, echte Gott bist. Und dann werden sie dich auch krass finden, und sie werden dir ‚danke‘ sagen, so wie wir das ja auch tun. Auf jeden Fall werden sie dann mitkriegen, dass du auch in diesem Haus wohnst, was ich für dich gebaut habe, dass du hier eingezogen bist.

44–45 Und wenn deine Leute mal gegen irgendeine Armee in den Krieg ziehen, weil du ihnen das gesagt hast, und wenn sie dann dort, ganz weit weg von deinem Haus, zu dir beten, dann hör auf die Gebete! Wenn sie beim Beten in die Richtung von deiner besonderen Stadt sehen und in die Richtung von diesem Haus, das ich für dich gebaut hab, dann sorg dafür, dass sie zu ihrem Recht kommen.

46 Nun kann es ja sein, dass deine Leute wieder Mist bauen und Sachen tun, die du total ätzend findest. Kommt ja vor, jeder Mensch tut das irgendwie. Wenn du vielleicht richtig sauer auf sie bist und dafür sorgst, dass ihre Feinde alles gewinnen und deine Leute als Kriegsgefangene in ein anderes Land verschleppt werden, egal ob das weit weg ist oder gleich um die Ecke,

47 dann könnte es ja sein, dass sie dort endlich peilen, dass sie Mist gebaut haben, und vielleicht kommen sie dann wieder zu dir zurück und fangen wieder an wie wild zu dir zu beten, auch wenn sie in dem Augenblick gerade in dem Land ihrer Feinde sind. Sie würden dann vielleicht so beten: „Wir haben richtig Scheiße gebaut! Wir haben nicht das getan, was du gesagt hast!“

48 Also, wenn sie dann ihr Leben radikal verändern und dort, wo sie sind, wieder leidenschaftlich zu dir beten und dabei immer ihr Land im Blick haben, was du ihnen mal ganz fest versprochen hast, und auch dabei immer dieses Haus im Blick haben, was ich in deinem Auftrag gebaut habe,

49 dann musst du bitte auf ihre Gebete hören! Komm hierher, von dem Ort im Universum, wo du wohnst, und sorg dafür, dass sie zu ihrem Recht kommen.

50 Verzeih ihnen den ganzen Mist, den sie getan haben und wo sie keinen Bock auf dich hatten. Hilf ihnen, sorg dafür, dass ihre Feinde Mitleid mit ihnen haben.

51 Deine Leute gehören doch dir! Sie sind dein Eigentum, du hast sie damals aus dieser ätzenden Situation in Ägypten rausgeholt!

52 Bitte, Gott, bleib auf meiner Seite, hör mir und deinen Leuten auch immer zu, wenn wir dich brauchen und zu dir beten.

53 Du hast uns, die Israeliten, aus allen Nationen der Welt extra ausgesucht. Du hast was vor mit uns, wir gehören nur dir. Diese Sachen wissen wir von Mose, der von dir krasse Ansagen bekommen hatte. Er hat dir radikal gedient, und du hast sie ihm gesagt, als du damals unsere Leute aus Ägypten rausgeholt hast. Gott, du bist der fetteste Gott, du bist Gott, du kannst alles, dir ist nichts unmöglich!“

54 Nachdem Salomo dieses Gebet Gott gesagt hatte, stand er auf. Er hatte dabei nämlich vor dem Altar gekniet und seine Arme zum Himmel gestreckt.

55 Dann drehte er sich um und redete mit der ganzen Gemeinschaft der Israeliten. Er betete für sie und rief dann allen zu:

56 „Leute! Wollt ihr jetzt mit mir zusammen Gott danke sagen? Er hat uns dieses Land geschenkt, in dem wir jetzt in Frieden und ganz entspannt leben können! Er hat das Versprechen eingehalten, was er Mose gegeben hat. Jeden Punkt, jedes Komma hat er erfüllt, nichts davon ist ausgeblieben.

57 Beten wir, dass er uns genauso hilft, wie er unseren Familien geholfen hat, die vor uns gelebt haben. Er soll uns nie mehr verlassen, er soll uns nie mehr wegkicken.

58 Und beten wir auch, dass er uns immer so eine innere Einstellung gibt, dass wir alles genau so durchziehen, wie er es uns gesagt hat. Er soll dafür sorgen, dass wir die Gesetze von ihm radikal durchziehen, alle Sachen, die er schon den Leuten vor uns gesagt hatte.

59 Ich wünsch mir, dass Gott sich 24 Stunden am Tag an meine Gebete erinnert, dass er alles, was ich ihm heute sage, auch tut. Ich wünsch mir, dass er immer auf meiner Seite bleibt und auf der Seite von seinen Leuten, den Israeliten. Und ich wünsch mir, dass er dafür sorgt, dass wir recht bekommen, immer dann, wenn wir es auch brauchen.

60 Wenn das passiert, werden alle Menschen mitbekommen, dass unser Gott der einzige Gott ist und sonst keiner!

61 Leute, für euch gilt aber folgendes: Lebt radikal mit Gott! Nichts darf zwischen euch und Gott kommen! Zieht seine Gesetze und Gebote immer radikal durch, so wie ihr es jetzt auch tut.“

Die ersten Partys für Gott bei seinem Haus

62 Der Präsident Salomo und die Israeliten starteten dann eine große Opferparty für Gott.

63 Salomo ließ 22 000 Rinder und 120 000 Schafe schlachten. Auf diese Art wurde das Haus von Gott vom Präsidenten und von den Israeliten eingeweiht.

64 Weil der Tisch aus Bronze, der vor dem Haus von Gott stand, zu klein für so viele Opfer war, ließ Salomo im gesamten Mittelteil vom Vorhof die Tiere schlachten und Gott opfern. Dort zogen sie dann die Abfackelopfer durch, die Essensopfer, und auch die Fettstücke vom Dankopfer wurden dort verbrannt.

65 Die ganze Einweihungsparty ging über sieben Tage. Mega viele Leute aus ganz Israel waren da. Von Lebo-Hamat, was ganz im Norden liegt, bis zu dem Tal im Süden, wo die Grenze zu Ägypten ist, waren sie angereist.

66 Am achten Tag entließ der Präsident die Leute. Sie verabschiedeten sich alle, wünschten ihm das Allerbeste und gingen wieder nach Hause. Jeder war total happy über das, was Gott für David und seine Leute getan hatte.