1.Könige 22

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Die Kapitel

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Die Sache mit den zwei getrennten Ländern vom Famlienstamm Juda und Israel: 1.Könige 12 || 1.Könige 13 || 1.Könige 14 || 1.Könige 15 || 1.Könige 16 || 1.Könige 17 || 1.Könige 18 || 1.Könige 19 || 1.Könige 20 || 1.Könige 21 || 1.Könige 22

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Findet Gott diesen Krieg toll oder nicht?

1  Fast drei Jahre lang gab es keinen Krieg zwischen Syrien und Israel.

2  Nach dieser Zeit fand ein Treffen zwischen Joschafat, dem Präsidenten vom -Südstaat Juda, und dem Präsidenten Ahab von Israel statt. Joschafat wurde dabei nach Israel eingeladen.

3  Vorher hatte der Präsident von Israel mal ne Umfrage unter seinen Leuten gestartet, ob sie eigentlich vergessen hätten, dass die Stadt Ramot in Gilead ursprünglich zu Israel gehört hatte. „Warum holen wir sie uns eigentlich nicht von den Syrern zurück?“, wollte er von ihnen wissen.

4  Dann schickte er eine offizielle Anfrage an Joschafat, weil er ihn um Unterstützung im Kriegsfall bitten wollte. „Sind Ihre Truppen dabei, wenn wir Ramot angreifen?“ – „Ja, Sie können auf meine Männer zählen! Auch unsere Panzer werden in Ihren Reihen für diese Sache kämpfen!“, war seine Antwort.

5  „Allerdings“, schränkte Joschaft seine Zusage ein, „fänden wir, dass es eine gute Idee wäre, wenn Sie erst mal Gott fragen, was er über die Sache denkt!“

6  Der Präsident von Israel war einverstanden und organisierte ein Treffen mit allen Prophetentypen im Land. Vierhundert Männer waren gekommen. Er fragte also: „Was sagen Sie, verehrte Propheten, sollen wir die Stadt Ramot angreifen oder nicht?“ Alle sagten: „Ja, greifen Sie die Stadt an! Gott wird für einen großen Sieg sorgen!“

7  Joschafat war sich aber noch nicht hunderprozentig sicher. „Hm, gibt es sonst noch irgendwo einen Mann, der einen guten Draht zu Gott hat? Kennt jemand noch einen Propheten, durch den man sich die Meinung von Gott noch mal einholen könnte?“

8  „Ja, einen haben wir noch!“, antwortete der Präsident von Israel. „Es gibt noch den Micha, den Sohn von Jimla. Aber ich kann den Typen echt nicht ab, weil der mir immer nur übelste Sachen ankündigt, wenn ich ihn mal befrage.“ Aber Joschafat stutzte ihn etwas zurecht: „Ich finde, so eine schwache Aussage sollte nicht aus dem Mund von einem Präsidenten kommen!“

9  Also ließ der Präsident über seinen Sekretär an Micha ausrichten, ob er so schnell wie möglich zu einem Treffen mit den anderen Propheten kommen könnte.

Eine seltsame Propheten-Party

10 Das Treffen fand dann vor der Stadt Samaria statt. Vorne standen zwei spezielle Stühle, auf denen die beiden Präsidenten drauf saßen. Die vierhundert Propheten flippten regelrecht aus. Sie waren vom vielen Beten, Singen und Meditieren irgendwie total breit und tanzten auf den Bänken rum.

11 Einer von ihnen, und zwar der Zidkija, ein Sohn von Kenaana, hatte sich ein Trikot von Bayern München angezogen und schrie die ganze Zeit rum: „Gott sagt Ihnen: ,So wie Bayern München eine Meisterschaft nach der anderen abräumt, werden Sie gegen die Syrer gewinnen! Sie werden die komplett kaputtmachen!‘“

12 Die anderen Propheten riefen Sachen, die alle in eine ähnliche Richtung gingen. „Eine Kriegserklärung gegen Ramot ist richtig! Sie werden gewinnen! Gott wird dafür sorgen, dass die ganze Stadt bald Ihnen, dem Präsidenten gehört!“

Ein Prophet ist dagegen

13  Micha wurde extra von einem Fahrer zu dem Treffen gebracht. Bevor sie da waren, erzählte der Typ von den Ansagen, die von den anderen Propheten gekommen waren: „Alle sagen, es wird ein großer Sieg! Passen Sie bloß auf, dass Sie in die gleiche Richtung gehen und nicht etwas anderes sagen!“

14  „Sorry, ich kann nur das weitersagen, was ich von Gott bekommen hab!“, antwortete er.

15  Dann kam Micha beim Präsidenten an. „Also, was sagen Sie? Soll ich Ramot angreifen oder nicht?“, fragte er Micha. „Null Problemo! Greifen Sie ruhig an, Gott wird für einen großen Sieg sorgen!“

16  Der Prä-sident war aber noch nicht ganz zufrieden. „Hey, schwören Sie mir, dass das die Wahrheit ist? Hat Gott das wirklich zu Ihnen so gesagt?“

17  „Okay, in Wirklichkeit hat mir Gott gezeigt, wie die Soldaten der Israeliten überall verstreut wurden. Das Ganze sah so aus wie eine Fußballmannschaft ohne einen Trainer. Gott hat mir dann gesagt: „Sie haben keinen mehr, der ihnen sagt, wo es langgeht. Der Krieg ist vorbei, sie sollen alle nach Hause gehen!“

18  Der Präsident von Israel drehte sich zu Joschafat um und sagte zu ihm: „Sehen Sie? Hab ich doch schon vorher gesagt, dieser Typ sagt mir immer nur, dass alles, was ich mache, in die Hose geht!“

19  „Passen Sie gut auf, was Gott Ihnen noch zu sagen hat!“, redete Micha weiter. „Ich habe auch gesehen, wie Gott an seinem Chefschreibtisch saß. Rechts und links von ihm konnte ich das gesamte Heer aus dem Himmel sehen, sehr, sehr viele Engel standen da.

20  Dann hörte ich, wie Gott fragte: „Und wer bringt Ahab dazu, Ramot anzugreifen? Wer legt den Köder aus? Dann wird er in diesem Krieg sterben!“ Dann diskutierten die Engel über diese Idee, einer hatte diesen Vorschlag, jemand anderes einen anderen.

21  Schließlich kam einer der Engel zu Gott und sagte zu ihm: „Ich hab eine Idee, wie ich ihn kriegen könnte!“ – „Und? Wie willst du das anstellen?“, fragte Gott zurück.

22  „Ich werde ihn einfach anlügen! Dafür benutze ich den Mund von seinen Propheten!“ – „Okay“, antwortete Gott. „Das wird funktionieren. Dann geh mal los und leg den Köder aus!“

23  Verstehen Sie jetzt? Gott hat Ihre Propheten mit Absicht lügen lassen! In Wirklichkeit hat er schon lange beschlossen, Sie kaputtzumachen!“

24  Der Prophet Zidkija war echt angefressen. Er ging auf Micha zu und schallerte ihm eine ins Gesicht. „Was fällt Ihnen ein, so einen Schwachsinn zu verbreiten? Sie behaupten, ich hätte keinen Draht mehr zu Gott und er würde nicht mehr zu mir, sondern nur noch zu Ihnen reden, oder was?“

25  „Wir werden ja sehen, wer recht hat!“, grinste Micha. „Spä-testens, wenn Sie sich im Keller von Ihrem Haus in einer Ecke verstecken müssen, wird klar sein, wer die Wahrheit gesagt hat und wer nicht.“

26  „Nehmen Sie diesen Mann sofort in Gewahrsam“, befahl der Präsident seinen Bodyguards, die mit im Raum waren. „Stecken Sie ihn in Untersuchungshaft, ins Stadtgefängnis, das dem Polizeipräsidenten Amon und meinem Sohn Joasch unterstellt ist.

27  Richten Sie denen aus, dass auf meinen ausdrücklichen Befehl dieser Mann so lange im Knast bleiben muss, bis ich gesund und unversehrt aus dem Krieg zurückgekommen bin. Setzen Sie ihn auf die niedrigste Essensration, die das Gefängnis hergibt!“

28  „Okay“, sagte Micha. „Wenn Sie tatsächlich gesund aus diesem Krieg wieder zurückkommen, hat Gott mit Sicherheit nicht durch mich gesprochen. Das kön- nen ruhig alle Menschen auf der Erde hören!“

Was der Prophet Micha gesagt hat, passiert auch

29 Es kam dann also zum Krieg. Die Armee von Ahab, dem Präsidenten von Israel, und die Truppen von Joschafat, dem Präsidenten von Juda, zogen gemeinsam gegen die syrische Stadt Ramot.

30 Der Präsident von Israel hatte noch die Idee, sich ein bisschen zu verkleiden, damit man ihn nicht erkennen konnte. „Gehen Sie aber ruhig in Ihrer Präsidentenuniform!“, sagte er zu Joschafat.

31 Der Präsident von Syrien hatte seinen zweiunddreißig Panzerkommandanten den Befehl erteilt, ihren Angriff nur auf den Präsidenten von Israel selbst zu konzentrieren. „Egal, wer vor euch steht, ihr müsst den Präsidenten erwischen!“, war die Annordnung. Diese Sache war aber bis zum Präsidenten von Israel durchgesickert, und darum verkleidete er sich, bevor der Krieg losging.

32 Als die Panzertruppen Joschafat, den Präsidenten von Juda sahen, ging über Funk raus: „Dort ist der Präsident von Israel!“, und sie ballerten aus allen Rohren in seine Richtung. Joschafat kriegte es mit der Angst und winkte wie wild mit den Armen.

33 Nachdem klar war, dass es sich hier nicht um den Gesuchten handeln konnte, zielten sie in eine andere Richtung und ließen ihn in Ruhe.

34 Allerdings schoss ein Soldat mit seiner Panzerfaust einfach mal in die Menge rein und traf zufällig genau den Panzer, in dem Ahab sich versteckte. Das Geschoss schlug unter der Einstiegsluke ein, an einer kaum gepanzerten Stelle, und explodierte dort. Den Präsidenten hatte es total erwischt, und er befahl dem Fahrer: „Drehen Sie sofort um und bringen Sie mich ins Lazarett! Ich blute wie ein Schwein!“

35 Die Schlacht wurde aber immer heftiger, an einen Rückzug war nicht zu denken, man musste unbedingt die Stellung halten. Der Fahrer stützte den Präsidenten und hielt ihn so lang aufrecht, wie es ging, während das Blut aus seiner Wunde in den ganzen Innenraum floss. Abends war er dann tot.

36 Als es dunkel wurde, gab es den Befehl zum Rückzug und dass jeder nach Hause gehen sollte. „Alle Männer zurück!

37 Der Präsident Ahab ist tot!“ Sie nahmen seine Leiche mit nach Samaria und beerdigten ihn dort.

38 Als man seinen Panzer auf einem Platz in Samaria reinigen wollte, leckten die Ratten vom Boden das Blut auf. Alles passierte genau so, wie Gott es vorhergesagt hatte.

39 Die anderen Storys, die man von Ahab erzählen kann, stehen alle im Buch von den Präsidenten von Israel. Über sein Luxus-Regierungsgebäude, die vielen Städte, die er gebaut hatte und so, kann man alles da drin lesen.

40 Als er gestorben war, wurde sein Sohn Ahasja der nächste Präsident.

Der Präsident Joschafat von Juda

41  Zu der Zeit, als Ahab seit vier Jahren der Präsident von Israel war, wurde Joschafat, der Sohn von Asa, der neue Präsident von Juda.

42  Joschafat war 35 Jahre alt, als er Präsident wurde. Er regierte 25 Jahre lang das Land von Jerusalem aus. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter vom Schilhi.

43  Er war gut drauf, lebte so, wie sein Vater auch gelebt hatte, und tat nur Sachen, die Gott cool findet.

44  Leider riss er aber nicht diese Opferplätze auf den Bergen ab, wo die Leute zu den Plastikgöttern beteten.

45  Joschafat sorgte aber dafür, dass es einen Friedensvertrag mit Israel gab.

46  Alle Sachen, die er sonst noch so gebracht hat, über seine Kriege und seine Siege, kann man in den amtlichen Chroniken der Präsidenten von Juda nachlesen.

47  Er schmiss auch diese Tempelnutten aus dem Land raus, die bei seinem Vater Asa noch eine Aufenthaltserlaubnis bekommen hatten.

48  In Edom gab es zu -dieser Zeit übrigens keinen Präsidenten, weil die Regierung dort von einem Ministerpräsidenten geregelt wurde, der direkt vom Präsidenten von Juda eingesetzt worden war.

49  Joschafat hatte in der Werft große Containerschiffe bauen lassen, mit denen er die Goldtransporte aus Ofir organisierte. Die Schiffe kamen aber nie zum Einsatz, weil die ganze Flotte vorher auf hoher See, in der Nähe von Ezjon Geber, abgesoffen war.

50  Ahasja, der Sohn von Ahab, meinte damals noch zu Joschafat: „Lassen Sie meine Leute bitte bei Ihnen mitfahren!“ Aber Joschafat hatte da keinen Bock drauf.

51  Irgendwann starb Joschafat. Sein Grab wurde dort angelegt, wo auch sein Vater und seine ganze Familie begraben lag, auf dem Friedhof in Jerusalem. Als nächster Präsident war dann sein Sohn Joram an der Reihe.

Der nächste Präsident von Israel: Ahasja

52  Als Joschafat siebzehn Jahre lang der Präsident von Juda war, wurde Ahasja der Präsident von Israel. Ahasja war ein Sohn von Ahab. Insgesamt hatte er zwei Jahre lang die Macht in Samaria.

53  Aber er brachte nur Sachen, die Gott total ätzend findet. Er lebte genauso daneben wie sein Vater, seine Mutter und auch wie Jerobeam. Letzterer hatte ja sogar die Leute in Israel dazu verführt, mit Plastikgöttern rumzumachen.

54  Er betete zum Beispiel zu diesem Baalsding. Das war für Gott voll die krasse Beleidigung. Es war genauso übel wie die Sachen, die sein Vater vorher auch getan hatte.