Matthäus 13

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Was einen daran hindern kann, Gott zu vertrauen

1 Abends ging Jesus am See spazieren und setzte sich dort ans Ufer.

2 Es dauerte nicht lange, da sammelte sich wieder eine große Menschenmenge um ihn herum.

3 Weil er zu ihnen reden wollte, setzte er sich in ein Ruderboot und fuhr auf den See aus, so dass ihn von dort aus alle hören konnten.

4 Dann sagte er: „Ein Bauer säte Getreide aus. Einige der Körner fielen dabei auf die Straße. Sofort kamen die Vögel und pickten sie auf.

5 Andere Körner fielen auf sehr steinigen Boden, wo wenig Erde war. Da keimten sie zwar,

6 aber als die Sonne voll draufknallte, vertrockneten die Triebe, und weil die Wurzeln noch nicht richtig in die Erde gewachsen waren, gingen die Pflanzen kaputt.

7 Ein paar von den Körnern fielen zwischen die Disteln, und die Pflanzen krepierten dort bald, weil sie total von den Disteln überwuchert wurden.

8 Aber der Rest fiel auf guten Boden, ging auf und vermehrte sich, so dass es dreißig-, sechzig- oder hundertmal so viel wurde, wie es mal war.

9 Ich hoffe, ihr habt kapiert, was ich damit sagen will.“

Vielleicht würde Jesus die Story heute so erzählen: Der Vergleich mit der Software

4 „Ein Programmierer saß an seinem Rechner und schrieb eine neue Software.

5 Die Software war total gut und verkaufte sich schnell. Auf einem alten Rechner lief sie aber überhaupt nicht, die Hardware war schlecht und der Rechner ging kaputt.

6 Bei anderen Rechnern lief sie eine Zeit lang ganz gut, bloß immer dann, wenn es kompliziert wurde und wenn andere Programme gleichzeitig liefen, stürzte das Ding ganz ab und musste am Ende auch weggeworfen werden.

7 Andere Rechner waren total zugemüllt mit allen möglichen unnötigen Programmen, weshalb nicht genügend Arbeitsspeicher frei war und das Programm nicht laufen konnte.

8 Aber bei Computern, die eine gute Hardware hatten, die man immer in Schuss gehalten hatte und pflegte, da lief das Programm hervorragend und machte sich hundertfach bezahlt.

9 Ich hoffe, ihr habt kapiert, was ich damit sagen will.

Warum benutzt Jesus Bilder, um Sachen deutlich zu machen?

10 Einige Zeit später löcherten ihn seine Leute und wollten wissen, warum er immer in solchen Bildern redete und nicht direkt sagte, was er meinte.

11 Jesus antwortete darauf: „Ihr seid dazu in der Lage, die Geheimnisse zu kapieren, die um diese neue Zeit gehen, in der Gott selbst die Regierung übernimmt. Andere werden es aber nie begreifen.

12 Es wird so laufen, dass die, die viel verstanden haben, bald wirklich alles verstehen werden. Die, die bisher nix verstehen, werden aber das bisschen, was sie kapiert haben, auch noch verlieren.

13 Darum rede ich zu anderen in Bildern: Sie sehen zwar, erkennen aber doch nichts, sie hören zu, aber kapieren überhaupt nichts.

14 Damit wird wahr, was Gott schon durch den alten Propheten Jesaja gesagt hatte: ,Obwohl sie ihre Lauscher auf Empfang gestellt haben, verstehen sie gar nichts. Sie kriegen zwar alles mit, aber begreifen nicht, was da abgeht.

15 Denn ihnen ist mittlerweile eh alles egal, sie sind eisenhart geworden. Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen. Darum sehen und hören sie nichts. Die wollen es auch gar nicht anders. Würden sie sich zu mir wenden, würde ich sie natürlich sofort heilen. Doch dann müssten sie ja ihr Leben ändern.‘

16 Ihr könnt echt happy sein und euch sehr freuen, weil ihr das jetzt mit euren Augen sehen und mit euren Ohren hören könnt.

17 Versteht doch: Tausende von den Prophetentypen, mit denen Gott geredet hat, und auch viele, die okay für ihn gelebt haben, hätten echt sehr viel darum gegeben, das zu sehen und zu hören, was ihr jetzt sehen und hören dürft. Aber damals war einfach noch nicht die Zeit dafür.“

Jesus erklärt, was er mit der Story von dem Getreide meinte

18 „Ich will euch mal erklären, was ich mit der Story von dem Typen, der Samen aussät, klarmachen wollte.

19 Bei einem Menschen, der die Worte von dem Reich Gottes hört, diesem Ort, wo Gott das Sagen hat, aber das nicht wirklich schnallt, bei dem kommt der Chef des Bösen, der Satan, an und verhindert, dass der Mensch diese Worte verinnerlichen kann. Das war mit dem Samen gemeint, der auf dem Weg gelandet ist.

20 Mit dem sehr harten, steinigen Boden waren so Leute gemeint, die die Nachricht zuerst hören und da total drauf abfahren,

21 aber wenn es Probleme gibt, weil sie gläubig geworden sind, oder die Leute sie deswegen sogar in den Knast stecken wollen, dann war es das bei denen auch schon mit ihrem Glauben.

22 Der Boden voller Disteln ist wie einer, der die Worte hört. Aber er hat so viel andere Sorgen und Probleme, dass er das schnell wieder vergisst, und alles ist wieder wie vorher.

23 Mit dem guten Boden ist einer gemeint, der die Worte hört und begreift, was sie bedeuten. Der setzt das dann auch um und geht total für Gott ab. Der bringt dann dreißig-, sechzig- oder hundertmal von dem raus, was gesät wurde.“

Oder anders ausgedrückt: Jesus erklärt, was er mit seiner Story über die Software meinte

18 „Ich will euch sagen, was ich mit der Story von der Software meinte.

19 Jeder, der meine Rede über den Ort, wo Gott das Sagen hat, hört, aber meine Worte nicht ernst nimmt, bei dem kommt der Satan, der Chef von allem Bösen, und löscht die Worte gleich wieder aus seinem Herzen. Das meinte ich mit der Software, die auf den alten kaputten Rechner geladen wurde.

20 Ein Mensch, der sich zuerst voll freut über das, was ich sage, ist wie der Rechner, der ganz okay ist, bei dem aber noch viele andere Programme mitlaufen. Es funktioniert eine Weile,

21 aber sobald es Probleme gibt, Leute ihn ärgern, weil er gläubig ist, dann zieht der schnell den Schwanz ein, und nichts bleibt mehr übrig.

22 Mit Rechnern, die im Grunde ganz okay waren, aber zu viele andere schlechte Programme auf ihrer Festplatte hatten, sind Menschen gemeint, die am Anfang auch ganz begeistert über das sind, was ich sage. Aber er hat so viel andere Sorgen und Probleme, dass er das schnell wieder vergisst, und alles ist wieder wie vorher.

23 Der gute Rechner, der immer in Schuss gehalten wurde, ist jemand, der meine Worte hört, sie versteht und sofort umsetzt. Er wird lange funktionieren und viel Nutzen bringen.“

Unkraut in einem Feld, wo Weizen angebaut wurde: Gott hat das letzte Wort

24 Jesus erzählte noch eine andere Geschichte: „Diesen Ort, wo Gott das Sagen hat, kann man auch gut mit einem Bauern vergleichen, der supergute Weizensamen auf sein Feld streut.

25 In einer Nacht, als alle pennen, kommt sein Erzfeind und sät einfach ganz viele Brennnesselsamen zwischen die guten Weizenkörner. Danach verschwindet er wieder.

26 Die Samen vom Weizen gehen dann irgendwann auf, aber eben auch die Brennnesseln.

27 Irgendwann kommen die Angestellten vom Bauern an und fragen den: ‚Sie hatten das Feld doch nur mit richtig guten Samen bestreut, oder? Woher kommen dann die vielen Brennnesseln?‘

28 ‚Das muss der Typ gemacht haben, der mich nicht abkann, mein Erzfeind‘, meint der Bauer. Da fragen seine Angestellten: ‚Sollen wir das jetzt einzeln rausrupfen?‘

29 Er meint: ‚Nein, dann würden Sie die guten Weizenpflanzen ja auch mit rausrupfen.

30 Lassen Sie mal das Feld in Ruhe wachsen, bis Erntezeit angesagt ist. Dann sehen Sie klar den Unterschied zwischen Unkraut und Weizen. Und dann bekommen Sie den Auftrag: Zuerst das Unkraut entfernen und verbrennen! Und dann den Weizen ernten und ab damit in den Vorratsraum!‘“

Kastanie oder Hefeteig

31 Jesus versuchte mit einem anderen Beispiel, das Ganze noch etwas deutlicher zu machen: „Mit dem Ort, wo Gott das Sagen hat, ist es so wie mit einer Kastanie.

32 Kastanien sind nicht besonders groß, aber wenn du sie im Boden vergräbst, dann wächst daraus ein riesiger Baum, in dem sogar Vögel wohnen können.

33 Man kann den Ort, wo Gott das Sagen hat, auch mit Hefeteig vergleichen. Zum Beispeil will eine Frau eine Pizza machen. Sie nimmt einen Haufen Mehl und tut nur ein paar Körner Trockenhefe dazu und noch Wasser. Sie verknetet alles. Schließlich geht der ganze Teig voll auf, denn die Hefe hat sich total ausgebreitet.“

34 Jesus benutzte ständig irgendwelche Beispiele und Bilder, wenn er mit Menschen redete. In keiner seiner Reden durften sie fehlen.

35 Damit wurde das wahr, was die alten Propheten schon damals vorausgesagt hatten: „Ich werde ihnen durch Bilder und Vergleiche klarmachen, worum es geht. Was bis jetzt für alle ein Geheimnis war, was niemand kapiert hat, davon will ich jetzt reden.“

Jesus erklärt, was er mit der Story sagen wollte, wo es um die Samen und das Unkraut ging

36 Schließlich schickte Jesus die vielen Menschen wieder nach Hause. Seine Freunde wollten dann aber noch was genauer wissen: „Was war da eigentlich mit gemeint, als du von Unkraut und Brennnesseln erzählt hast?“

37 „Also, das ist so“, sagte Jesus, „der Auserwählte von Gott ist der Bauer, der die guten Samen aussät.

38 Das Feld ist die Welt, der Samen sind die Leute, die mit Gott zusammenleben und die unter seinem Einfluss stehen, und die Brennnesseln sind die Leute, die das tun, worauf der Satan Bock hat.

39 Der Erzfeind, der die Brennnesseln zwischen die guten Samen gesät hat, ist der Satan persönlich. Die Ernte ist ein Bild für die große Endabrechnung, wenn es mit dieser Welt zu Ende geht. Und die Arbeiter sind Engel.

40 Genauso wie das Unkraut vom Weizen getrennt wird und vernichtet werden muss, genauso wird es bei der letzten großen Gerichtsverhandlung abgehen.

41 Der Auserwählte wird seine Engel vorbeischicken. Die werden aus diesem neuen Land, wo Gott das Sagen hat, alle rausschmeißen, die link drauf sind und miese Sachen fabrizieren.

42 Die werden dann in einen Riesen-Ofen geschmissen und vernichtet. Dort werden sie vor Schmerz voll losheulen.

43 Alle, die das getan haben, was Gott gut findet, werden in der neuen Zeit gut dastehen. Sie werden strahlen wie die Sonne! Denkt mal dadrüber nach, wenn ich euch so was erzähle!“

Alles geben für Gott, das zahlt sich aus!

44 „Das neue Land, in dem Gott das Sagen hat, kann man auch gut mit einem vergrabenen Schatz vergleichen, den ein Typ zufällig beim Umgraben von einer Wiese findet. Er verbuddelt den Schatz ganz schnell wieder. Weil er sich so sehr über das Ding gefreut hat und es so wertvoll für ihn ist, geht er los und versteigert seinen ganzen Besitz bei E-Bay. Das macht er nur, um diese Wiese kaufen zu können, denn dann gehört auch der Schatz ihm.

45 Noch ’ne andere Story: Wer Teil von dem neuen Land sein will, wo Gott das Sagen hat, der sollte so drauf sein wie ein Aktienhändler, der eine unheimlich gewinnbringende Aktie zum Kauf angeboten bekam.

46 Er verkaufte sein Haus und alles andere, was er noch hatte, nur, weil er diese eine Aktie unbedingt haben wollte.“

Der Vergleich mit einem Fischernetz

47 „Man kann das Land, wo Gott das Sagen hat, auch mit einem Netz vergleichen, das in das Meer ausgeworfen wurde. Sehr viele unterschiedliche Fische waren da drin.

48 Wenn das Netz erst mal voll ist, ziehen die Fischer es ans Land. Dann setzen sie sich hin und sortieren aus. Die essbaren Fische in Wannen und die ekligen in den Müll.

49 So wird es auch am Ende der Welt abgehen. Die Helfer von Gott, die Engel, werden das Gute vom Schlechten trennen.

50 Die Schlechten werden im Höllenofen verfeuert. Dort werden sie heulen und rumflennen, aber niemand wird sie hören.

51 Habt ihr das kapiert?“ - „Ja, haben wir!“, sagten sie.

52 Da meinte Jesus: „Darum ist jeder, der das richtig gut verstanden hat und Menschen davon erzählt, wie jemand, der aus seinen alten und neuen Erfahrungen die richtigen Konsequenzen zieht und das weitergibt, was dabei rumkommt.“

Jesus hat zu Hause nicht wirklich ein Heimspiel

53 Nachdem Jesus versucht hatte, mit diesen Vergleichen den Leuten etwas zu verklickern,

54 ging er in seine Heimatstadt und hielt dort in der Synagoge an, um den Leuten etwas zu erzählen. Alle waren total baff und fragten sich, wo er nur diese Ahnung vom Leben her hatte und woher die Kraft kam, diese irren Wunder zu tun.

55 „Der ist doch der Sohn von einem Zimmermann aus dem Ort. Seine Mutter Maria und auch seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas kennen wir doch auch.

56 Seine Schwestern haben wir erst neulich beim Einkaufen getroffen. Wie kann der denn bitte etwas Besonderes sein?“

57 Sie waren sogar total genervt von ihm. Jesus meinte dazu nur: „Ein Prophet, ist überall was Besonderes, aber zu Hause wird er ausgebuht, und seine Familie wird ihm auch nicht zuhören.“

58 Keiner hatte dort großes Vertrauen in Jesus, darum konnte er bei ihnen auch nur wenige Wunder tun.