Jesaja 58

Aus Volxbibel Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


aktuelle Druckversion | aktuelle Arbeitsversion


Ein Gottesdienst, der es bringt

1  Gott sagte zu mir: „Schrei, so laut du kannst, volles Rohr! Sag meinen Leuten in der Lautstärke, mit der ein Feuermelder losgeht, wo sie Mist gebaut haben!

2  Jeden Tag wollen sie von mir wissen, wie und warum ich sie so und so geführt habe. Sie tun so, als hätten sie immer korrekt gelebt und alles getan, was ihr Gott gut findet. Und aus der Position heraus glauben sie, Forderungen an mich stellen zu können? Sie wollen, dass ich faire Entscheidungen treffe, und finden es ganz toll, in meine Nähe zu kommen.

3  Dann kommen so Sprüche wie: ‚Hey, Gott, wir verzichten hier für dich auf Essen, beten wie die Weltmeister, und du merkst es noch nicht mal?‘ Meine Antwort ist: An den Tagen wo ihr eigentlich auf Dinge verzichten und nur beten sollt, habt ihr stattdessen irgendwelche fetten Deals abgezogen, und eure Angestellten mussten Überstunden schieben.

4  Obwohl ihr eigentlich krass beten wolltet, zofft ihr euch die ganze Zeit, ihr schlagt euch gegenseitig brutal in die Fresse. So, wie ihr diese Gebetszeiten macht, werde ich garantiert nicht auf euch hören.

5  Glaubt ihr echt, ich steh auf solche Aktionen? Meint ihr, das beeindruckt mich, wenn ihr auf Essen und Trinken verzichtet und dabei depressiv in der Ecke rumhängt und euch gammelige Klamotten anzieht? Bezeichnet ihr das als eine radikale Art zu beten, die ich geil finde?

6  Ich sag euch mal, auf was für eine Art von Beten ich stehe: zum Beispiel Leuten aus ihren Süchten und Abhängigkeiten rauszuhelfen, in denen sie festsitzen, weil sie ohne mich leben. Die Eisenketten, mit denen sie gefangen gehalten werden, einfach mal durchzusägen, oder die Handschellen aufzuschließen, mit denen sie gefesselt wurden, um sie zu befreien.

7  Sieht eine coole Art zu beten nicht auch so aus, dass man Leute, die nichts zu beißen haben, mal zum Mittagessen einlädt? Dass man Obdachlosen ein Zimmer organisiert? Dass man mit jemandem, der keine anständigen Klamotten hat, mal shoppen geht? Dass man seiner eigenen Familie hilft, wenn sie Hilfe braucht, und nicht einfach abhaut?“

8  Wenn du so draufkommst, wirst du glücklich werden. Du wirst strahlen wie die Sonne, wenn sie morgens aufgeht. Du wirst schnell gesund werden, und jeder wird sofort davon hören, wie korrekt du lebst. Gottes krasse Art wird wie ein Schutzschirm immer bei dir sein, und er wird dir auch den Rücken freihalten.

9  Wenn du dann eine Frage an Gott hast, wird er dir sofort antworten. Wenn du ein Problem hast und ihn um Hilfe bittest, wird er sagen: „Ich bin schon da!“ Wenn du damit aufhörst, andere fertigzumachen, über andere abzulästern oder sie zu verarschen,

10  wenn du Menschen, die nichts zu essen haben, auf einen Döner einlädst und frustrierten, depressiven Menschen einfach mal zuhörst, dann wird alles, was bei dir vorher düster und schwarz war, plötzlich hell werden. Es wird so hell werden wie die Mittagssonne.

11  Gott sagt: „Ich, dein Gott, werde dich immer führen. Ich werde dafür sorgen, dass du genug zu essen hast, auch wenn es da, wo du bist, gerade nichts zu essen geben sollte. Ich werde dir Kraft geben. Dann wirst du so sein wie ein Garten, der immer gut bewässert wurde. Du wirst sein wie eine Wasserquelle, die niemals austrocknet.

12  Dinge, die schon vor Ewigkeiten kaputt gemacht wurden, werden von dir wieder aufgebaut. Aus dem, was Leute vor dir gebaut haben, wirst du etwas Neues entstehen lassen. Man wird dich auch so nennen: ‚Ein Maurer, der Löcher wieder zuspachtelt‘ oder ‚ein Bauarbeiter, der Straßen wieder fit macht‘ oder ‚ein Maler, der die Wohnung wieder renoviert‘.

13  Habt unbedingt Respekt vor dem Sonntag! Wenn du an dem Tag nicht arbeitest und auch keine Deals abziehst, wenn du diesen Tag als den Tag von Gott liebst, wenn du in der Zeit nicht zur Arbeit gehst und auch nicht dumm rumlaberst,

14  dann werde ich dich immer gut draufbringen! Ich werde dafür sorgen, dass du über den Problemen stehst. Du wirst dich gut von dem Land ernähren können, das du ja von deinem Uropa Jakob geerbt hast.“ Das kam jetzt von Gott höchstpersönlich.