Jesaja 49

Aus Volxbibel Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


aktuelle Druckversion | aktuelle Arbeitsversion


Der Mitarbeiter von Gott

1 Jetzt hört mir mal zu! Ich mein jetzt die Menschen, die am anderen Ende der Welt leben, Völker von der anderen Seite des Planeten. Gott hat mir einen Auftrag gegeben, und zwar schon, bevor ich überhaupt geboren wurde. Er hatte mir einen Namen gegeben, als ich noch im Bauch von meiner Mutter lag.

2 Gott hat mir einen Mund gegeben und die Begabung, dass ich Worte aussprechen kann, die gefährlicher sind als ein Maschinengewehr. Dabei hält er seine Hand über mich wie einen großen Schutzschirm. Er hat mich zu einer scharfen Waffe gemacht, zu einer Patrone, die abschussbereit im Magazin liegt.

3 Er hat zu mir gesagt: „Du bist mein Mitarbeiter, dir hab ich stellvertretend für Israel einen Auftrag gegeben! An dir will ich zeigen, was ich alles draufhabe!“

4 Ich antwortete: „War alles für die Katz? Hab ich mich umsonst abgeschuftet, den ganzen Ärger für nichts? Aber egal, Gott wird schon dafür sorgen, dass ich das bekomme, was ich verdient habe. Er wird dafür sorgen, dass ich erfolgreich bin, und mich angemessen belohnen!“

5 Gott hatte schon damit angefangen, mich als seinen Mitarbeiter vorzubereiten, als ich noch im Bauch meiner Mutter war. Er wollte von mir, dass ich die Israeliten wieder zu ihm zurückbringe, dass ich die Leute von Israel wieder zu ihm führe. Gott hat gezeigt, dass er Respekt vor mir hat, und Gott ist zu meiner größten Kraft geworden.

6 Er hat zu mir gesagt: „Ich finde es zu wenig, dass du als mein Mitarbeiter nur den Job hast, Israel wieder hochzubringen und alle zurück nach Hause zu führen, die von den Israeliten noch übrig geblieben sind. Darum werde ich dich zu einem Leuchtturm für alle Menschen machen. Jeder soll sich an dem, was du sagst, orientieren können. Durch dich sollen alle Menschen, egal, wo sie leben, Hilfe bekommen.“

7 Gott, der Israel aus seinem Gefängnis rausholt, sagt weiter etwas zu seinem ganz besonderen Mitarbeiter. Dieser Mitarbeiter von Gott wird von anderen Völkern gedisst. Keiner hat Bock auf ihn. Gott sagt zu ihm: „Präsidenten und Bürgermeister werden vor dir Respekt haben und sich vor dir auf den Boden schmeißen.“ Das passiert, weil Gott treu ist und weil er sich Israel extra ausgesucht hat, er hat es erwählt.

Gott holt seinen Mann raus und auch seine Leute

8  Außerdem sagt Gott: „In der Zeit, wo alles gut ist, habe ich deine Gebete gehört. An dem Tag, wo alles wieder in Ordnung gekommen ist, habe ich dir geholfen. Ich pass auf dich auf. Ich werde Verträge mit dir machen, werde das Land wieder in Ordnung bringen, ich werde dir helfen. Du sollst das kaputte Land, wo alles total trocken war, wieder schön machen. Das Land, das du geerbt hast und das für immer dir gehören wird, sollst du unter deinen Leuten aufteilen.

9  Du wirst zu den Menschen, die im Knast sitzen, abhängig oder gefangen sind, sagen: „Kommt raus! Ihr seid jetzt frei!“ Und zu den Leuten, die im Dunkeln sitzen, wirst du sagen: „Kommt hierher, ins Licht!“ Auf dem Weg wird es ihnen gutgehen, sie werden genug zu essen finden, wie Schafe, die sogar noch Gras entdecken, wo sonst nichts mehr wächst.

10  Sie werden keinen Hunger haben und keinen Durst. Die Sonne wird sie nicht verbrennen, weil ihr Freund sie begleiten wird. Ich werde sie zu Quellen führen, wo es genug zu trinken gibt.

11  Alle Hindernisse, die ihnen im Weg stehen, räume ich aus. Berge werde ich zu einer Straße plattwalzen, ich werde asphaltierte Straßen für sie bauen.

12  Pass auf, meine Leute kommen aus dem Ausland, sie kommen aus Norden und aus Westen und auch aus dem Land Sewenim, dem südlichsten Teil von Ägypten!“

13  Macht Party, freut euch! Das ganze Universum soll sich freuen und abgehen! Auch die Berge sollen Beifall klatschen! Denn Gott hat seine Leute wieder gut draufgebracht. Er hat die Kaputten geliebt, und er hat seinen Leuten geholfen.

Gott liebt seine Leute sehr

14  Die Leute aus Jerusalem, der Stadt Zion, heulen rum: „Wo ist Gott? Er hat uns verlassen! Gott hat uns einfach vergessen!“

15  Aber Gott antwortet: „Hey, was denkt ihr denn? Glaubt ihr im Ernst, eine Mutter würde ihr Baby einfach nicht mehr lieben, sie würde keinen Bock mehr auf das Kind haben, das aus ihrem Bauch rausgekommen ist? Und selbst wenn es Mütter gibt, die so was tatsächlich tun, ich werde dich trotzdem nie vergessen, Jerusalem!

16  Hier, siehst du? Ich hab deinen Namen auf beide Hände tätowiert! Deine Mauern sind mir die ganze Zeit vor den Augen.

17  Die Männer, die dich wieder aufbauen werden, sind bald da. Die Männer, die dich kaputt gemacht haben, werden bald abhauen.

18  Schau dich doch mal um! Siehst du, dass gerade ganz viele Menschen zu dir kommen? Ich verspreche dir hoch und heilig: Du wirst dafür sorgen, dass alle diese Menschen bei dir leben werden, sie werden wie ein Schmuckstück für dich sein, wie eine Kette, die man der Braut bei der Hochzeit um den Hals legt.

19  Bis jetzt ist ja alles bei dir mehr oder weniger ein Trümmerhaufen. Du hast kaum Einwohner, und alles ist kaputt. Aber es wird wieder so voll werden, dass es den Bewohnern innerhalb der Stadt sogar zu eng wird. Und die Leute, die dich kaputt machen wollten, werden dann nicht mehr da sein.

20  Du warst wie eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte. Aber jetzt wird man von dir sagen: Das ist viel zu eng dort, sie brauchen mehr Platz! Es sind zu viele Kinder. Wir müssen mehr Raum schaffen, damit die alle hier wohnen können.

21  Du wirst dich dann vielleicht fragen: ‚Wo kommen die alle her? Wer hat die alle geboren? Ich war doch unfruchtbar, konnte keine Babys kriegen. Meine eigenen Kinder sind alle verhaftet und abtransportiert worden. Ich selbst war auch in Haft, keiner wollte was von mir wissen. Wer hat die Kinder für mich großgezogen? Es gab doch sonst keinen mehr, ich war ganz alleine übrig. Wo kommen die alle her?‘“

22  Der heftige Gott, der Chef von allem, sagt dazu: „Pass auf, ich geb dir jetzt mal ein Zeichen. Ich werde meine Hand so hoch heben, dass alle Völker auf der Erde das mitkriegen. Ich werde meine Fahne hochziehen, damit jeder sie sehen kann. Dann werden sie deine Kinder auf den Armen zu mir bringen, man wird sie auf den Schultern zu mir tragen.

23  Bundeskanzler werden dir das Fläschchen geben, Präsidenten werden deine Betreuer sein. Sie werden dir die Füße küssen und vor dir auf der Erde kriechen. Wenn das passiert, wirst du kapieren, dass ich der absolute Chef bin. Wer mir vertraut, wird am Ende nie enttäuscht werden.“

24  Kann man einem mächtigen Diktator einfach seine Beute zocken? Können Gefangene so mal eben aus einem schwerbewaffneten Hochsicherheitstrakt befreit werden? Geht das so einfach?

25  Aber Gott sagt: „Ja! Das wird so passieren. Die Gefangenen von einem starken Diktator werden befreit, und die Beute wird man ihm abnehmen. Wer dich angreift, den werde ich angreifen. Deine Kinder werde ich retten.

26  Ich werde dafür sorgen, dass die Männer, die dich fertigmachen, sich gegenseitig umbringen. Sie werden sich an ihrem eigenen Blut besaufen und ihr eigenes Fleisch essen. Alle Menschen werden dann mitbekommen, dass ich Gott bin. Dass ich der heftige Gott von Jakob bin, dass ich der bin, der dich überall raushaut.“