Diskussion:Vergebung

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"die Trennung eines Menschen von Gott zu annullieren" ist das beste was mir im Augenblick einfällt. Bin für andere Vorschläge offen--Bärin 22:16, 26. Apr 2010 (CEST)

"annullieren" ist nicht unbedingt ein leicht verständlicher Begriff ... beseitigen vielleicht eher? aufheben? so etwas in der Richtung ...

Aber den Kern trifft es schon recht gut, denke ich ;-) --A.J. 23:44, 26. Apr 2010 (CEST)

Auch bei Vergebung denke ich, dass das eigentlich bekannt ist. Höchstens, dass wir bei dem religiösen Vergeben so etwas basteln wie du vorgeschlagen hast.--Benedict 10:57, 27. Apr 2010 (CEST)

Vielleicht hätte ich besser den ganzen Ausdruck "Sünden Vergeben" zur Diskussion gestellt. Ich bin auf Annullieren gekommen, weil wenn ein Flug annulliert ist ... Ich denke Sündenvergebung ist so etwas großes, irgendwie braucht man da etwas radikales, ein totaler Neuanfang--Bärin 15:12, 27. Apr 2010 (CEST)

Wie wärs mit Racheverzicht, wie lange wie verstöndlich soll es denn sein? Lass uns die gemeinsame Geschichte neu schreiben mit dem Schwamm drüber z.b. oder ein neuer Deal. Geht ja um Beziehungs herstellung. In der Digtalen Welt wäre es Formatieren. --Easy-Rider


Leichter zu erklären ist das Verb, also das Wort ‚vergeben‘. Dieses einfache Wort steht für mehr als verzeihen (nicht übel nehmen).

Andere Worte (Synonyme) für das ‚Vergeben‘ lauten Begnadigung, Absolution oder Wirkungslosigkeit. Und tatsächlich. Verfolgt man das ursprüngliche Gebot Auge um Auge, Zahn um Zahn fort, so entsteht daraus ein immer fortführendes Gemetzel. Eine Tat mit Wirkungslosigkeit zu ahnden (‚zu Verfolgen‘) führt hingegen zu einer Knechtschaft. Man ließe sich alles gefallen. Der Täter würde lustig immer weiter machen. Von daher passt meines Erachtens die Begnadigung am besten als Erklärung. Begnadigung bedeutet schlicht, ‚die Strafe zu erlassen‘. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, keine Reaktion auf eine Tat zu zeigen, vielmehr wird die Verfehlung zur Kenntnis genommen und eine Konsequenz gezogen, die sinnvollerweise in zwei Auswirkungen münden sollte: a) Der Täter wird an weiteren Taten gehindert und b) der Betroffene kann mit der getroffenen Entscheidung, dem Täter nicht weiter nachzusetzen, leben. Schließlich muss auf irgendeine Weise ja wieder Ruhe in einem Selbst einkehren. Von daher wäre eine konsequente Maßnahme, die je nach Schwere der Verfehlung in a) ein simples ‚Vergessen wir es‘, oder beispielsweise b) in den Abbruch des Umgangs mit dem Täter führt, meines Erachtens eine gute Beschreibung für das Wort Vergebung.

Generell kann natürlich nur der Betroffene wirklich dem Täter verzeihen. Andere können Betroffenheit zeigen und den Geschädigten unterstützen aber doch eigentlich nicht vergeben. Wie schaut es mit schweren Straftaten aus? Bei Handlungen gegen das Gesetz handelt der Täter gegen eine Person und gegen das Gesetz. Die Strafverfolgungsbehörde muss tätig werden und regelt sehr genau die Konsequenz, die sich aus der Tat ergibt. Der Betroffene selbst muss tätig werden und unterliegt dabei auch Recht und Gesetz des Staates und der eigenen Vergebungsbereitschaft, die sich am christlichen Gebot der Nächstenliebe orientieren sollte. Um dauerhaft zur Ruhe kommen zu können, kann dies natürlich bedeuten, einen weiteren Kontakt strikt abzulehnen, bis der Täter seine Verfehlung erkennt und bereut. Im Endeffekt haben wir doch alle ein Ziel, das wir gemeinsam (ohne Ansehen der Herkunft oder Religionszugehörigkeit) erreichen wollen. Vergebung kann also sogar so weit gehen, für Verirrte einzutreten. -- [Wic]

Drum prüfe alles, ob es von Gott kommt, denn er legte der Menschheit einen Weg aus der Sünde.