Diskussion:Matthäus

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Diskussion

Hinweis

Also bei Wikis ist es üblich, Änderungen direkt in den Text zu schreiben und darauf zu vertrauen, dass Fehler schon von anderen korrigiert werden. Ich habe gerade einen Teil des Textes von Tiger (zur Zeit ganz unten) in den Text getan.

Und werde etwas zu dem schreiben, was unten "diskussionswürdig" ist. --Hkmwk 07:21, 15. Sep 2006 (CEST)

Verfasser

Matthäus war von Beruf ein Typ, der für die Besatzungmacht (Römer) die Steuern und Zollgebühren eintrieb. Solche Menschen waren damals bei der Bevölkerung natürlich extrem unbeliebt. Nach dem er Jesus kennengelernt hat, ging er mit ihm mit. Matthäus hat Jesus also noch live miterlebt und ist mit ihm eine Weile umhergezogen. Sein Buch ist vermutlich so zwischen 70 und 110 Jahre nachdem Jesus geboren wurde, aufgeschrieben worden. Matthäus hat reichlich von Markus und einigen anderen Textern abgekupfert.

Also wer und wann das geschrieben hat, ist bei Theologen umstritten. Ich hab mal die "Verfasserfrage" offen gelassen, nachdem das was oben im Wiki-Text steht inhaltlich deutlich abgeändert wurde. Ein "edit war" bei dem jeder seine Meinung rein schreibt und sich der Text ständig im Kreis dreht ist nicht so sinnvoll. Hier in der Diskussion dürfen Argumente und Kompromissvorschläge hingeschrieben werden. Ich fang mal an:


Für Matthäus spricht die Tradition, die allerdings nicht unbedingt richtig sein muss. Manche alte Texte sprechen davon, dass Matthäus auf "Hebräisch" (genau genommen ist das gemeint, was heute "Aramäisch" genannt wird) geschrieben hat, was offensichtlich nicht stimmt. Einige Fachleute nehmen daher an, dass diese Aussage sich nicht auf unser Evangelium bezieht, sondern auf eine (traditionell "Q" gennannte) Schrift, die vor allem die Reden Jesu enthielt. Ist aber natürlich spekulativ, da diese Schrift noch niemand gesehen hat. Vielleicht war "Q" auch nur ne gute mündliche Tradition?
Gegen Matthäus sprechen die Ähnlichkeiten zu Lukas und Markus. Allerdings ist es nicht sicher, wer da vom wem "abgekupfert" hat. Wer meint dass Lukas und Matthäus was von Markus übernommen hat, denkt meist auch dass Matthäus und Lukas beide in "Q" reingeschaut haben (siehe oben).
--Hkmwk 07:21, 15. Sep 2006 (CEST)

Also m.W. hat das Mt (mal unabhängig vom Autor) Teile von "Q", Teile von Mk und sogenanntes "Sondergut", was nirgendwo anders steht. Wie auch immer man die Frage nach dem Autor beantwortet: Vieles im Mt ist m.E. von Jesus selber und trifft seine krasse Art - man denke nur an die Bergpredigt... andreas12

Du spielst hier auf die sogenannte Zwei-Quellen-Theorie an, die im Moment noch die gängigste Erklärung ist, um die z.T. wörtlichen Übereinstimmungen zwischen den ersten 3 Evangelien zu erklären. Danach war das Markusevangelium das erste (um 70 n.Chr. entstanden). Matthäus und Lukas sind etwa zur gleichen Zeit unabhängig voneinander entstanden (ca. 80 bis 90 n.Chr.). Beide haben von Markus abgeschrieben und haben es durch Jesusworte aus der sogenannten Logienquelle Q (eine Sammlung von Jesusworten) und eigenes Sondergut ergänzt. Richtig ist, dass es weder für Q noch für das Sondergut schriftliche Belege gibt, auch wenn sich Q aus dem Lukasevangelium recht gut rekonstruieren lässt. Q war wohl ursprünglich in Aramäisch geschrieben. Das ist zumindest in der Theologie heute die gängige und sinnvollste Theorie, um die auffälligen Gemeinsamkeiten zwischen den Evangelien zu erklären. Was die Autorenschaft der Evangelien betrifft, so muss man dazu sagen, dass die Zuschreibung an Matthäus eine nachträgliche ist - in Form einer Art Überschrift. Diese Zuschreibung ist dann Teil der Tradition geworden. Man muss auch dazu sagen, dass sogenannte Pseudepigraphie (ich benutze den Namen eines berümten Menschen, weil ich etwas in seinem Sinne schreiben möchte und etwas bestimmtes aussagen möchte) in der damaligen Zeit sehr verbreitet war. So etwas wurde auch nicht als "Fälschung" angesehen. Man hat ja z.B. die 5 Bücher Mose auch Mose als Autor zugeschrieben, obwohl er ja selbst kaum über seinen eigenen Tod schreiben konnte. Wenn man also sagt, dass der genaue Autor mit ziemlicher Sicherheit nicht der Apostel Matthäus war, sondern ein Judenchrist im Raum Syrien in den Jahren 80 bis 90 n.Chr., so sagt das nichts aus über die Bedeutung dessen, was er aufgeschrieben hat.--Sophia 14:18, 26. Sep 2006 (CEST)

Der modernere Ansatz ist der von Thomas Weißenborn, gut beschrieben in "Apostel, Lehrer und Propheten". Er vertritt die These, dass das Aramäische Matthäusevangelium (in kürzerer Form wie es jetzt vorhanden ist) das Ursprünglichste ist, auch das Mt der Verfasser war. Später wurde es dann von Markus als Grundlage verwendet und Lukas, der zur gleichen Zeit wie Markus in Rom war arbeitete selbst an einem Evangelium, wobei er Markus und AramMt als Grundlage nahm. Markus, der mit Petrus lange unterwegs war nahm seine Reden mit rein und Lukas entsprechend die von Paulus (der auch aus dem aramMt seine Predigten las und gleich ins griechische übersetzte). Später, als das MTEv ins griechische übersetzt wurde, fügte man Teile des Mk und Lk Ev hinzu. Das Ganze begründet Weissenborn mit den Kirchenväterzitaten, die nicht falsifiziert werden können, die Zwei-Quellen-Theorie hingegen schon. Ich kann das hier aber nur begrenzt wiedergeben, deshalb wäre es sinnvoll ihr lest sein Buch selber! Sehr empfehlenswert! --Seraphael 10:07, 25. Nov 2010 (CET)

Vorschlag für einen Einleitung

Das Matthäusevangelium steht als erste Jesusgeschichte in der Reihe der Evangelien und es wird gesagt, dass es der Apostel Levi Matthäus ursprünglich in Aramäisch geschrieben haben soll. Levi Matthäus war ein Zöllner, eine Art Steuerbeamter, der für die Römer die Steuern in einem bestimmten Gebiet eingetrieben hat. Da solche Leute die anderen ganz schön übers Ohr gehauen haben um sich selbst die Taschen zu füllen, waren sie nicht sonderlich beliebt. Jesus hat sich daraus aber nichts gemacht und hat den Matthäus als seinen Freund mitgenommen. Die meisten Theologen nehmen aber heute an, dass es nicht der Apostel Matthäus war, sondern irgendein Judenchrist - so nennt man die Juden, die an Jesus glauben. Er hat für seine Gemeinde die Jesusgeschichte neu erzählt und hat dabei von verschiedenen Vorlagen abgekupfert. Eine war u.a. das Markusevangelium, dass er z.T. wörtlich fast komplett übernommen hat. Daneben hat er noch eine Sammlung von Jesusworten gehabt, die dann übrigens auch Lukas benutzt hat. Einige besondere Geschichte, die andere nicht kannten, hat er dabei auch noch aufgeschrieben. Für Matthäus war es besonder wichtig zu zeigen, dass Jesus der absolut größte und beste Rabbi war, dem absolut niemand das Wasser reichen kann. Rabbi bedeutet so viel wie Lehrer oder Meister. Gemeint sind die Leute, die sich besonders gut in den jüdischen Gesetzen auskennen und das anderen auch beibringen möchten. Um das zu zeigen hat Matthäus 5 Reden aufgeschrieben. Sie sind die wichtigsten Teile in dem Evangelium. Hier sagt Jesus genau, wo es lang geht. Die bekannteste Rede ist dabei die sogenannte "Bergpredigt" in den Kapiteln 5-7.

So weit mein Vorschlag. Ich bitte um Meinungen bzw. sprachliche Überarbeitung, falls die Dinge nicht so ganz verständlich sind. Ich habe mich bemüht, mein Theologenchinesisch halbwegs verständlich auszudrücken.--Sophia 14:18, 26. Sep 2006 (CEST)

Ich finde es sehr geil! Rabbi müsste noch erklärt werden. Sowas wie "Meister" oder "Lehrer" ist verständlicher. Meister kennnen die Kids aus Star Wars.--martin.d 20:26, 26. Sep 2006 (CEST)

Danke für den Hinweis. Habe noch eine Erklärung für Rabbi eingefügt.--Sophia 09:46, 27. Sep 2006 (CEST)

Genial! Ich finde so könnte man es echt übernehmen!! Gibt es noch mehr Meinungen?--martin.d 10:30, 27. Sep 2006 (CEST)

Hi Sophia! Find deine Einleitung klasse!!!! Verständlich und theologisch aufn Punkt. (bin auch "berufschrist" *g*) --- schau doch bitte ma bei meinen kommentaren mt, mk und lk rein (da wo des abendmahl steht), und sag mir, was du dazu meinst. thanx --thorlac 20:19, 23. Okt 2007 (CEST)

Hallo Thorlac, du bist Theologe? Wie geil! Gut, dass Du dabei bist.

Wäre echt genial, etwas über Dich zu erfahren. Schreib doch ein wenig was zu Dir, damit wir dich kennen lernen. Wo? Auf Deiner Benutzerseite!

Danke!----martin.d 21:44, 23. Okt 2007 (CEST)

Was geht

Grober Ablauf der Geschichte:

1. Vorgeplänkel (Kapitel 1 bis 3)

2. Jesus in Galiläa (Kapitel 4 bis 13)

3. Jesus macht sich auf den Weg nach Jerusalem (Kapitel 14 bis 20)

4. Jesus haut in Jerusalem ordentlich auf die Kacke (Kapitel 21 bis 27)

5. Jesus lebt (Kapitel 28)

Gliederungsvorschläge gibts viele, ich denke die 5 Reden haben auch was mit dem Aufbau des Buchs zu tun --Hkmwk 07:21, 15. Sep 2006 (CEST)

Berühmt berüchtigt sind die 5 Briefings von Jesus, die Matthäus zusammengeschustert hat:

1. Die Rede auf dem Berg (Kapitel 5-7)

2. Jesus schickt seine Leute unters Volk (Kapitel 10)

3. Jesus spricht in Rätseln (Kapitel 13)

4. Jesus sagt, wo es lang geht (Kapitel 18) und

5. Jesus wettert und teilt aus (Kapitel 23-25)

--tiger 17:41, 21. Apr 2006 (CEST)