Benutzer:Philippos

Aus Volxbibel Wiki
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Hallo zusammen,

darf ich mich vorstellen?

Was will ich hier?

Als ich von der Volxbibel hörte, war ich spontan begeistert. Zwar ist eine allzu freakige Sprache eher nicht mein Ding (sorry: ich gehe auf die 40 zu, habe eine liebe Frau und einen Haufen Kinder statt Motorrad und Tätowierungen ...), aber vor allem die Idee, Gleichnisse in unsere heutige Erfahrungswelt zu übersetzen usw., finde ich ganz großartig und wichtig.

Ich erinnere mich gut daran, wie der lockere Stil vom »GROSSEN BOSS« (ja, ich weiß: ganz anderer Ansatz) mir vor einem Vierteljahrhundert das »Erste Testament« schmackhaft gemacht hat. Für jeden, der in gleicher Weise durch die Volxbibel zur Bibel findet, hat sich der Aufwand gelohnt. Dazu möchte ich gerne beitragen.

Was bringe ich mit?

Mehr als zwei nie so ganz ernsthaft betriebene Semester Theologie kann ich nicht mitbringen und mein Altgriechisch hält sich auch arg in Grenzen. Immerhin ist meine Liebste (Lehramts-)Theologin. Und mehrere Jahrzehnte Bibelkreise sind auch nicht völlig erkenntnislos an mir vorübergegangen.

Etwas Sprachgefühl sagt man mir nach, und an Begeisterung an unkonventioneller Wortverkündigung soll es auch nicht mangeln. Und Wiki-Mitarbeit ist auch kein Neuland für mich. Ja, dann will ich mal ... (-:

Was ist die Bibel für mich?

Sie ist das Benutzerhandbuch zu diesem Leben. So wie komplizierte Geräte oder Systeme eine Bedienungsanleitung haben, in denen der Hersteller, der sie entwickelt hat und sich damit auskennt, nützliche Hinweise gibt, hat unser Schöpfer auch eine Anleitung für unsere Leben verfaßt, denn er hat sich das schließlich ausgedacht.

Natürlich kann man Geräte und auch unser Leben einfach nach Gespür verwenden. Oder man bekommt Tips von anderen. Aber für manche Zweifelsfälle gibt es nichts besseres als das Originalhandbuch. Und genau so sollte man meines Erachtens die Bibel lesen, z.B. die Zehn Gebote, die ich lieber Zehn Regeln nennen würde. Denn niemand wirft einem Hersteller vor, wenn er in sein Handbuch schreibt, man solle das Gerät nicht in der Badewanne benutzen: »Och, der will mir den ganzen Spaß verderben.« Aber wenn Gott uns solche Regeln gibt, die unser Leben gelingen lassen sollen, ist das Gejammere groß. Weil man es als Verbot auffaßt anstatt als nützlichen Tip.

Am leichtesten ist das noch bei allerlei Reinheitsvorschriften zu verstehen, die den Menschen damals vielleicht auch willkürlich vorkamen. Heute wissen wir, daß Gott seinem Volk da echt gute Tips gegen Seuchenausbreitung gegeben hat. Und so kommen uns manche seiner anderen Regeln vielleicht seltsam vor, aber auch die helfen, daß unser Leben klappt.


Ich bin selbst Entwickler und muß Handbücher schreiben, daher weiß ich, wie schwer das manchmal ist, den Anwendern etwas zu erklären. Da vereinfacht man, bis es fast falsch ist, und trotzdem raffen die es noch nicht richtig! So wird es Gott auch gehen: die Bibel versucht alles für uns verständlich darzustellen, aber unser Fassungsvermögen ist doch immer wieder überfordert.

Schlimmer noch: Gott brauchte ja noch jemanden, der es uns aufschreibt. Wenn ich manchmal lese, was unsere eigenen Leute, die die Produkte schon seit Jahren kennen, aus einer Sache machen, die ich ihnen erklärt habe -- o Backe! Und da nimmt Gott schon die Typen mit dem größten Durchblick, den Johannes zum Beispiel, und zeigt ihm geduldig in menschengerechten Bildern, was er mit der Erde vorhat. Und selbst der gescheite Johannes kapiert nur einen Teil und bringt das nach bestem Können zu Papier. Und wir verstehen noch mal weniger und denken »puh, was für ein Trip ... lese ich mal lieber etwas anderes!« Wie schade!

Und deshalb ist es auch eine schöne Sache, wenn wir hier das alte Handbuch wenigstens in unsere Sprache und unsere Bilderwelt übersetzen. Nicht nur, weil es dadurch verständlicher wird, sondern auch weil es dann mehr Spaß macht. Wer liest schon gerne dröge Handbücher?


Damit wir zurechtkommen, auch wenn wir nicht alles durchblicken, hat Gott uns also diese Regeln gegeben, die manchmal etwas vereinfachen, damit man auf der sicheren Seite ist. So wie man ja ein Gerät auch in der Badewanne betreiben könnte, wenn man es vorsichtig genug anstellt. Geht schon, ist nur keine gute Idee. Und auch wenn man eine von Gottes Regeln einmal nicht beachtet, kann das gut gehen, aber es ist nicht so einfach. So wie auch der Reiche ins Himmelreich kann, aber für ihn ist es eben schwieriger. Gott hat ja nichts gegen Reichtum und gönnt ihn uns, aber er hat uns diese Regel gegeben, weil er weiß, wie leicht wir uns von unserem Besitz vom Weg abbringen lassen.

Und das hat m. E. Jesus mit dem alten Gesetz gemacht. Er hat nicht gesagt, daß das überflüssig geworden ist, sondern das das Entscheidende der Geist hinter diesen Regeln ist. Wer also den Durchblick hat, kann auch das Gerät vorsichtig in der Badewanne benutzen, wenn es wichtig erscheint. Oder kann auch am Sabbat heilen.