Amos 8

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Der vierte Film: Samaria wird bestraft

1 Dann sah ich noch eine andere Vision. Und zwar war da ein großer Korb mit ganz viel Obst drin.

2 Gott fragte mich: „Na, Amos? Was siehst du?“ „Äh, also da ist so ein Korb mit reifem Obst drin!“, antwortete ich. „Genau! Das ist ein Bild dafür, dass meine Leute langsam reif sind. Es ist Zeit für die eine Gerichtsverhandlung, wo ich ein Urteil fälle. Die Schonfrist ist abgelaufen.

3 Aus den schönen Songs, die man im Tempel hört, werden dann traurige Lieder, die man sonst nur auf einer Beerdigung spielt. Überall liegen dann Leichen rum, man wirft sie einfach irgendwohin. Es ist totenstill. Das sagt Gott, der Chef über alles.“

4 Die Menschen, welche auch noch auf Obdachlose draufhauen und kaputte Leute am liebsten tötenwürden, sollen mal gut aufpassen.

5 Solche Leute sagen: „Wann ist endlich das Neumondfest vorbei? Wie lange dauert der Sonntag, der religiöse Feiertag, noch? Wir wollen doch endlich wieder Aktien an der Börse handeln und völlig überhöhte Preise nehmen. Dann wollen wir den Leuten weniger ausbezahlen, als ihnen zusteht, und dann können wir mehr Kohle für uns behalten.

6 Wir wollen Arbeitslose für einen Hungerlohn anstellen und ihnen als Bezahlung höchstens ein paar Schuhe geben. Außerdem wollen wir unseren Müll als Top-Ware verscherbeln.“

7 Aber Gott hat etwas ganz fest versprochen: „Ich werde die ganzen Sachen, die sie verbockt haben, niemals vergessen!“

8 Das ist echt schlimm, jeder Mensch sollte deswegen trauern! Es wird ein krasses Erdbeben geben, der Boden wird sich anheben und senken, wie eine Welle auf dem Nil-Fluss in Ägypten.

An dem Tag der Gerichtsverhandlung wird Gott erst einmal nichts sagen

9 Gott, der Chef über alles, sagt: „An diesem Tag werde ich dafür sorgen, dass es schon gegen Mittag plötzlich dunkel wird. Am hellichten Tag geht auf der ganzen Erde plötzlich das Licht aus.

10 Die Partys, die man dann überall feiert, müssen dann zu Trauerfeiern umfunktioniert werden. Anstatt Party-Musik wird man dann nur noch traurige Lieder hören. Ich sorge dafür, dass ihr nur noch schwarze Kleidung anziehen werdet, ihr schminkt euch nur noch schwarz, rasiert euch eine Glatze und seid verzweifelt. Es wird so eine Trauer herrschen, wie wenn der einzige Sohn gestorben ist. Diese heftige Zeit wird ganz übel zu Ende gehen.“

11 Dann sagte Gott noch: „Ich werde dafür sorgen, dass eine total heftige Zeit anbricht. Ich sorge dafür, dass es überall großen Hunger und großen Durst geben wird. Es ist aber kein Hunger nach einem leckeren Döner oder Durst nach einer eiskalten Cola, sondern ein Hunger, Worte von Gott zu hören!

12 Dieser Hunger wird die Leute in die ganze Welt treiben. Sie gehen in die entferntesten Länder, ganz im Norden und ganz im Osten. Überall werden sie versuchen, diese Worte von Gott zu hören, aber es wird keinen Ort geben, wo man sie findet.

13 In der Zeit werden selbst Jugendliche im besten Alter, bildhübsche Mädchen und junge Männer, vor Durst umkippen.

14 Die Leute, welche sich dannauf diese superätzenden Plastikgötter in Samaria einlassen, werden umfallen und nicht mehr aufstehen. Die, die bei dem Plastikgott Dan ihren Hunger stillen wollen oder sich deswegen auf einen Pilgerweg nach Beerscheba begeben, werden sterben.“