4.Mose 5

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Die Kapitel

Das vierte Buch vom Mose. Volkszählung bei den Israeliten am Start

Die letzten Regeln und was am Berg Sinai noch abgegangen ist : 4.Mo 1 || 4.Mo 2 || 4.Mo 3 || 4.Mo 4 || 4.Mo 5 || 4.Mo 6 || 4.Mo 7 || 4.Mo 8 || 4.Mo 9

Die Israeliten in der Wüste 4.Mo 10 || 4.Mo 11 || 4.Mo 12 || 4.Mo 13 || 4.Mo 14 || 4.Mo 15 || 4.Mo 16 || 4.Mo 17 || 4.Mo 18 || 4.Mo 19 || 4.Mo 20

Was in der Gegend, wo die Moabiter wohnen, so alles abging: 4.Mo 21 || 4.Mo 22 || 4.Mo 23 || 4.Mo 24 || 4.Mo 25 || 4.Mo 26 || 4.Mo 27 || 4.Mo 28 || 4.Mo 29 || 4.Mo 30 || 4.Mo 31 || 4.Mo 32 || 4.Mo 33 || 4.Mo 34 || 4.Mo 35 || 4.Mo 36

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Wer fiese krank oder dreckig ist, muss Abstand halten

1  Gott redete mal wieder mit Mose. Er sagte ihm:

2  „Du musst den Leuten von Israel eine klare Ansage machen: Wer diese fiese, ansteckende Hautkrankheit ‚Aussatz‘ oder einen krankhaften Ausfluss hat, der aus der Scheide oder dem Penis kommt, oder wenn irgendjemand von euch einen toten Menschen angefasst hat, dann muss er erst mal euer Zeltlager verlassen.

3  Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Sonst verdrecken sie das ganze Zeltlager, sie machen es ,unrein‘. Und in diesem Lager wohne schließlich auch ich, euer Gott. Ich bin bei euch, mittendrin.“

4  Die Israeliten machten alles genau so, wie Mose es gesagt hatte. Alle, die irgendwie „unrein“ waren, mussten das Lager verlassen.

Schadensersatz

5  Gott sagte zu Mose:

6  „Erzähl den Israeliten Folgendes: ,Wenn einer von euch einen anderen abgezockt hat, dann zockt er auch Gott ab. Er hat dann richtig Mist gebaut.

7  Als Erstes muss er das mal einsehen, dass er Mist gebaut hat, er muss das auch zugeben. Das, was er dem anderen abgezogen hat, muss er zurückgeben, und dazu soll er noch 20 Prozent von dem, was es wert ist, abdrücken.

8  Wenn jetzt aber der Mensch, der abgezockt worden ist, schon nicht mehr lebt und wenn er auch keine Kinder oder andere Verwandte hat, die die Kohle kriegen könnten, gehört das ganze Geld Gott. Der Priester soll den Betrag erhalten und dazu noch ein männliches Schaf. Mit dem Blut von diesem Schaf wird die Sache vor Gott wieder in Ordnung gebracht.

9  Der Priester bekommt übrigens auch alle anderen Geschenke, die die Leute aus Israel außer der Reihe an Gott geben wollen.

10  Mit diesen Geschenken kann das jeder so machen, wie er Bock drauf hat. Es soll nur klar sein, dass die Sachen, die man dem Priester gibt, auch am Ende dem Priester gehören.‘“

Wie man mit „Verdacht auf Fremdgehen“ umgehen soll

11  Gott hatte dann noch für Mose eine Ansage, die er den Israeliten weitergeben sollte:

12–14  „Wenn ein Mann das Gefühl hat, seine Frau geht ihm fremd, dann soll er mit ihr mal zum Priester gehen, um das zu klären. Wenn er keinen Zeugen dafür hat und es nur ein Verdacht ist, wäre das auf alle Fälle die beste Idee. Auch wenn der Typ nur eifersüchtig ist, ohne dass die Frau ihm dazu einen Grund gegeben hat, soll er mit ihr mal zum Priester gehen.

15  Zum Opfern sollten sie ein gutes Kilo Mehl am Start haben. Auf keinen Fall sollen Räucherstäbchen oder Olivenöl dazugetan werden. Es geht hier -nämlich um ein Opferritual, bei dem es um Eifersucht geht, und da passt das nicht. Durch dieses Ritual soll die Wahrheit rauskommen.

16  Der Priester stellt die Frau dann vor den Altar.

17  Jetzt nimmt er sich eine Schüssel mit besonderem, heiligem Wasser drin und schmeißt da noch ein bisschen Erde vom Fußboden aus dem besonderen Zelt rein.

18  Als Nächstes öffnet er den Zopf von der Frau, wenn sie einen hat. Danach legt er die ganzen Sachen in ihre Hände. Der Priester nimmt die Schüssel mit dem Wasser.

19  Dann geht er zu der Frau und sagt ihr: ,Wenn du nichts mit irgendeinem Typen gehabt hast, wenn du wirklich nur mit deinem Ehemann Sex hattest, dann kannst du dieses Wasser trinken, und dir wird nichts passieren.

20  Wenn du aber deinen Mann betrogen hast und tatsächlich mit einem anderen Typen, außer mit deinem Ehemann, im Bett warst, wird das Wasser die Wahrheit ans Licht bringen.‘

21  Der Priester soll dann zu der Frau sagen: ,Wenn du fremdgegangen bist, dann wird Gott aus dir ab sofort ein Antibeispiel machen. Er wird dafür sorgen, dass du immer dicker wirst.

22  Das Wasser wird sich in deinem Bauch sammeln, der wird dann immer runder, aber dein Busen wird total schrumpfen.‘ Die Frau soll dann antworten: ,In Ordnung, so soll es passieren!‘

23  Der Priester muss dann diesen fiesen Wunsch auch noch auf ein Stück Papier schreiben. Danach nimmt er was von dem bitteren Wasser und wäscht die Schrift damit wieder ab.

24  Als Letztes gibt er der Frau dieses Wasser zu trinken.

25  Aber vorher gibt die Frau dem Priester das Opfergeschenk, was man macht, wenn man jemanden eifersüchtig gemacht hat. Der nimmt das dann und übergibt es durch Hin-und-her-Schwenken symbolisch an Gott. Dann legt er das Geschenk auf den Tisch, den Altar.

26  Eine Handvoll von dem Opfergeschenk fackelt der Priester dann auf dem Tisch ab. Danach gibt er der Frau das Wasser zu trinken, damit es wirken kann.

27  Wenn sie wirklich fremdgegangen ist, wird durch das Wasser ihr Bauch total dick werden, und ihr Busen wird schrumpfen. Für die anderen Leute von Israel wird das eine richtig derbe Abschreckung sein, so was nicht auch mal zu machen.

28  Wenn sie aber nichts getan hat und unschuldig ist, wird ihr auch nichts passieren. Das Wasser wird keine Wirkung haben, sie wird gesund bleiben und auch weiter Kinder kriegen können.

29  So muss man das durchziehen, wenn ein Mann den Verdacht hat, seine Frau sei ihm fremdgegangen.

30  Oder wenn der Mann einfach total eifersüchtig ist, dann geht das auch. Die Frau muss mit dem Priester einen Termin machen, und der zieht dann dieses Ritual mit ihr durch.

31  Der Mann muss sich nicht rechtfertigen, wenn er sich geirrt haben sollte. Aber die Frau muss die Konsequenzen tragen, wenn sie Mist gebaut hat.“