3.Mose 19

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Die Kapitel

Das dritte Buch vom Mose. Das Buch für die Priestergang

Wie man so ein Opferritual durchzieht: Das Abfackelopfer, das Essensopfer und das Dankopfer: 3.Mo 1 || 3.Mo 2 || 3.Mo 3

Das Opfer, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat und das Wiedergutmach-Opfer: 3.Mo 4 || 3.Mo 5

Regeln für die Priester zu den Opfern 3.Mo 6 || 3.Mo 7

Startschuss für die Priestergang und Alarm, weil gleich wieder Mist gebaut wurde: 3.Mo 8 || 3.Mo 9 || 3.Mo 10

Gesetze, welche Tiere man essen darf und was Frauen nach der Geburt machen müssen: 3.Mo 11 || 3.Mo 12

Was machen, wenn einer die Krankheit 'Aussatz' hat: 3.Mo 13 || 3.Mo 14

Wann man noch 'unrein' wird und der Tag, an dem alles wieder gut ist: 3.Mo 15 || 3.Mo 16 || 3.Mo 17

Gesetze zum Thema Sex: 3.Mo 18 || 3.Mo 19 || 3.Mo 20

Wie die Priester leben sollen, ein Kalender für die Feiern und Regeln für Kanaan-Land: 3.Mo 21 || 3.Mo 22 || 3.Mo 23 || 3.Mo 24 || 3.Mo 25

Was Glück bringt und was nicht: 3.Mo 26 || 3.Mo 27

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Gottes Leute sollen etwas Besonderes sein

1 Jetzt sagte Gott zu Mose:

2 „Richte mal deinen Leuten Folgendes von mir aus: Ich möchte, dass ihr etwas Besonderes seid, darum lebt auch so. Ich bin euer Gott, und ich bin auch etwas Besonderes.

3 Ich möchte, dass jeder von euch Respekt vor seinen Eltern hat. Und ihr sollt euch am Sonntag mal entspannen und nicht arbeiten. Jetzt rede ich, Gott.

4 Macht nicht mit anderen Göttern rum! Ihr sollt euch auch keinen Plastikgott irgendwo hinstellen. Ich bin der Chef, ich bin euer Gott!

5 Wenn ihr ein Dankopfer durchzieht, dann macht das genau nach meinen Ansagen! Nur so finde ich das auch cool.

6 Das Fleisch von dem Dankopfer soll an dem Tag, wann es geschlachtet wurde, auch gegessen werden. Einen Tag später geht auch noch okay. Aber am dritten Tag müsst ihr die Reste wegschmeißen und verbrennen. Solche Reste finde ich zum Kotzen.

7 Falls sich jemand nicht dran hält und trotzdem was davon isst, dann könnt ihr das ganze Opferritual vergessen, es ist mir nicht nur egal, ich finde es dann zum Kotzen.

8 Wenn einer doch was davon isst, hat er richtig Mist gebaut, er hat es dadurch in den Dreck gezogen. Es war doch ganz allein für Gott bestimmt! Darum muss er aus der Gemeinschaft rausgeschmissen werden.

9 Wenn ihr eure Felder aberntet, dann sollt ihr am Rand immer einen Streifen stehenlassen. Und ich möchte auch nicht, dass ihr danach noch einmal im Feld nach den Sachen sucht, die übersehen wurden.

10 Das Gleiche gilt auch für den Weinberg. Wenn da Trauben runtergefallen sind, dann lasst sie liegen. Die Reste sind nämlich für die Leute, die keine Kohle haben, für Bettler und Hartz-IV-Empfänger. Diese Ansage kommt von mir, Gott, eurem Gott.

11 Sachen klauen ist total uncool, lasst das sein! Rumlügen und Leute abzocken finde ich genauso ätzend.

12 Haut kein ,Oh, ich schwöre bei Gott‘ raus, ohne dass ihr euch ganz sicher seid. Nachher war das Ding gelogen, und ihr habt meinen Namen lächerlich gemacht. Ich bin Gott!

13 Leute erpressen und beklauen soll es bei euch nicht geben. Wenn ihr Angestellte habt, dann zahlt denen auch pünktlich ihre Kohle aus.

14 Ihr sollt nicht über Leute ablästern, die hörgeschädigt sind. Der kann sich ja nicht dagegen wehren. Und wenn jemand nichts sehen kann, soll ihm auch keiner ein Bein stellen. Ich will Respekt von euch, ich bin Gott!

15 Wenn ihr mal jemand vor Gericht verklagen müsst, dann muss das unbedingt korrekt nach den Gesetzen abgehen. Keiner hat Sonderrechte, egal ob man viel oder wenig Kohle hat, in der Chefetage sitzt oder als Putzkraft arbeitet. Wenn einer von euch einen Job als Richter hat, soll er die Sachen immer ganz gerecht abgehen lassen. Gerechtigkeit ist die Latte, an der er messen muss.

16 Erzähle keinen Schwachsinn über Leute, die du kennst, und läster nicht rum. Ihr sollt auch nicht Menschen, die eurer Karriere im Weg stehen, mobben oder mit linken Mitteln aus dem Weg räumen. Ich bin Gott!

17 Wenn du einen Hals hast gegen einen aus der Familie, dann zieh dir das nicht zu lange rein. Quatsch dich mit dem aus; wenn du das nicht machst, bist du nicht korrekt für mich.

18 Rache geht schon mal überhaupt nicht, ich will nicht, dass du so drauf bist. Trage keinem seine Fehler hinterher. Liebe die Leute, die mit dir leben, genauso, wie du dich selber auch liebst! Ich bin Gott!“

Noch ein paar Ansagen für Gottes besondere Leute

19 „Lebt genau so, wie ich es gesagt habe! Und wenn ihr Tiere habt, sollen die unterschiedlichen Arten nicht miteinander gekreuzt werden. Auf einem Feld sollen auch nicht die unterschiedlichen Pflanzen gemischt werden, zum Beispiel Getreide und Gurken. Und eure Klamotten sollten auch nur aus einem Material sein.

20 Wenn ein Chef mit einer seiner Angestellten Sex hat, die zwar einen Freund hat, aber noch nicht verheiratet ist, dann müssen die bestraft werden. Da drauf gibt es aber keine Todesstrafe, denn die Frau war ja irgendwie noch zu haben.

21 Der Mann muss dann ein männliches Schaf nehmen und für ein Wiedergutmach-Opfer an den Eingang vom besonderen Zelt bringen.

22 Wenn der Priester das Opferritual für ihn durchgezogen hat, geht die Sache in Ordnung. Ich verzeihe demjenigen seinen Mist, es ist okay.

23 Wenn ihr in dem Land, das ich euch geben werde, anfangt, Obstbäume anzupflanzen, dürft ihr die ersten drei Jahre nichts von den Früchten essen. Sie sind nicht gut, sie sind ,unrein‘.

24 Dann im vierten Jahr sollen alle Früchte von den Bäumen mir geschenkt werden.

25 Ab dem fünften Jahr dürft ihr die ganzen Früchte verspachteln. Wenn ihr das so durchzieht, werden an euren Obstbäumen voll fett Früchte wachsen. Ich bin der Chef, ich bin Gott!

26 Ich will nicht, dass ihr Fleisch esst, das noch voller Blut ist. Und ihr sollt auch keine Horoskope lesen oder zu den Handlesern und Kartenlegern gehen. Okkultismus und Wahrsagerei sind ätzend!

27–28 Wenn bei euch jemand gestorben ist, dann könnt ihr ruhig trauern. Aber ich will nicht, dass ihr dann so seltsame Rituale macht von den anderen Völkern, von den Leuten, die mich nicht kennen, also euch den Bart abschneidet oder euch ritzt oder wegen dem Toten euch ne Tätowierung stechen lasst. Nicht vergessen, ich bin Gott!

29 Wer seine Kinder auf den Strich schickt, ist untendurch. Wenn sich das rumspricht und andere das auch machen, würde mir das total weh tun.

30 Respekt vor dem Ruhetag, dem Sonntag, will ich bei euch sehen. Und verdreckt nicht das besondere Zelt. Ich bin Gott!

31 Wenn ihr Fragen über eure Zukunft habt, sollt ihr damit nicht zu den Esoterikern gehen! Ich will auch nicht, dass ihr zu Geisterbeschwörern geht, die dann mit toten Menschen labern, das geht gar nicht! Wer das macht, ist nicht in Ordnung, er ist ,unrein‘. Ich bin der Chef, euer Gott!

32 Wenn ihr irgendwo einen Opa oder eine Oma mit grauen Haaren trefft, sollt ihr Respekt vor denen haben. Ihr dürft die nicht verarschen. Und habt Respekt vor eurem Gott. Dieser Gott bin ich!

33 Ausländer, die bei euch leben, sollen nicht unterdrückt oder beleidigt werden.

34 Ihr sollt mit denen so umgehen, wie ihr mit euren eigenen Leuten auch umgeht. Ihr sollt die Ausländer, die bei euch leben, sogar so lieben, wie ihr euch selber auch liebt. Nicht vergessen: Ihr wart auch viele Jahre Ausländer, als ihr noch in Ägypten gewohnt habt! Ich bin der Chef, ich bin Gott!

35–36 Jemanden abzocken ist nicht okay. Wenn ihr Sachen verkauft, dann muss eure Waage richtig funktionieren, und alle Ansagen sollen auch stimmen. Ich bin der Chef, euer Gott! Ich hab euch aus Ägypten rausgeholt!

37 Lebt nach meinen Ansagen, richtet euer Leben nach meinen Gesetzen aus. Nicht vergessen Leute: Ich bin Gott!“