3.Mose 14

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Die Kapitel

Das dritte Buch vom Mose. Das Buch für die Priestergang

Wie man so ein Opferritual durchzieht: Das Abfackelopfer, das Essensopfer und das Dankopfer: 3.Mo 1 || 3.Mo 2 || 3.Mo 3

Das Opfer, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat und das Wiedergutmach-Opfer: 3.Mo 4 || 3.Mo 5

Regeln für die Priester zu den Opfern 3.Mo 6 || 3.Mo 7

Startschuss für die Priestergang und Alarm, weil gleich wieder Mist gebaut wurde: 3.Mo 8 || 3.Mo 9 || 3.Mo 10

Gesetze, welche Tiere man essen darf und was Frauen nach der Geburt machen müssen: 3.Mo 11 || 3.Mo 12

Was machen, wenn einer die Krankheit 'Aussatz' hat: 3.Mo 13 || 3.Mo 14

Wann man noch 'unrein' wird und der Tag, an dem alles wieder gut ist: 3.Mo 15 || 3.Mo 16 || 3.Mo 17

Gesetze zum Thema Sex: 3.Mo 18 || 3.Mo 19 || 3.Mo 20

Wie die Priester leben sollen, ein Kalender für die Feiern und Regeln für Kanaan-Land: 3.Mo 21 || 3.Mo 22 || 3.Mo 23 || 3.Mo 24 || 3.Mo 25

Was Glück bringt und was nicht: 3.Mo 26 || 3.Mo 27

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Was man mit den Leuten macht, die von der Krankheit „Aussatz“geheilt wurden

1  Gott sagte Mose dann noch was:

2  „Jetzt kommt noch ein Gesetz, was ihr machen sollt, wenn einer von der fiesen, ansteckenden Hautkrankheit ,Aussatz‘ geheilt worden ist. Er soll dann erst mal beim Priester vorbeigehen

3  und mit ihm zusammen das Lager verlassen. Dann soll der ihn unter-suchen, um festzustellen, ob die Stellen am Körper wirklich geheilt sind.

4  Als Nächstes soll er noch organisieren, dass man ihm zwei Vögel, die nicht als ‚unrein‘ gelten, eine Schüssel, etwas Fichtenholz, rote Farbe und einen Büschel Lavendel vorbeibringt.

5  In die Schüssel kommt sauberes Wasser rein. Der eine Vogel wird dann über der Schüssel geschlachtet.

6  Jetzt schmeißt er das Stück Holz mit der Farbe und dem Lavendel in das mit Blut vermischte Wasser rein. Als Letztes wird der noch lebende Vogel da kurz reingetaucht.

7  Mit der ganzen Mischung wird dann derjenige, der krank war, siebenmal hintereinander bespritzt. Dann erklärt der Priester ihn für gesund, er ist ,rein‘. Zum Schluss lässt er den noch lebenden Vogel wegfliegen.

8  Nun muss der Gesunde seine Klamotten waschen, sich die Haare abrasieren und einmal anständig duschen. Ab dann ist er wieder sauber, er ist ,rein‘. Er darf dann auch zu den anderen ins Lager gehen. Aber in sein privates Zelt soll er erst mal noch nicht reingehen.

9  Nach sieben Tagen muss er seine Haare noch mal abrasieren, auch den Bart und die Augenbrauen, einfach alle Haare am ganzen Körper. Und seine ganzen Klamotten müssen auch noch mal anständig gereinigt werden. Ab dann ist er aber wieder voll okay, er ist ,rein‘.

10  Am achten Tag soll er zwei junge männliche Schafe nehmen, die voll in Ordnung sind, und die opfern. Dazu kommen noch ein einjähriges Schaf sowie ein Essensopfer mit 3,5 Kilo Mehl und 1/3 Liter Olivenöl.

11  Der Priester geht dann mit ihm zum Eingang vom besonderen Zelt, wo man Gott begegnen kann.

12  Das männliche Schaf und das Öl sind für so ein Wiedergutmach-Opfer. Der Priester übergibt die Sachen erst mal durch Hin-und-her-Schwenken symbolisch an Gott.

13  Er schlachtet das Tier dann im Hof vom besonderen Zelt. Die Sachen, die übrig bleiben, kann der Priester mit nach Hause nehmen, genauso wie bei dem Opfer, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat. Es ist etwas ganz Besonderes, es ist heilig.

14  Der Priester nimmt dann was vom Blut von dem Tier und berührt damit den geheilten Menschen am Ohr. Der rechte Daumen und die rechte große Zehe werden mit dem Blut eingeschmiert.

15  Von dem Öl gießt er sich was in die linke Hand, die leicht geöffnet wurde.

16  Dann taucht er mit dem rechten Zeigefinger in das Öl und sprenkelt das Zeug siebenmal an den großen Tisch, den Altar.

17  Als Nächstes berührt er mit dem Öl das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und die rechte große Zehe.

18  Der Rest, den er noch in der Hand hat, wird demjenigen auf den Kopf geschüttet. Auf die Art sorgt er dafür, dass zwischen dem Geheilten und Gott wieder alles okay ist.

19  Jetzt opfert der Priester das Schaf als so ein Opfer, das man macht, wenn jemand aus Versehen Mist gebaut hat, um den Typen, der geheilt wurde, von seiner Schuld freizusprechen, die er Gott gegenüber hatte. Denn durch die Krankheit haben ja alle gesehen, dass er ,unrein‘ war, er war nicht okay. Danach schlachtet der Priester das andere männliche Schaf.

20  Dieses Schaf wird dann als Abfackelopfer mit den Essenssachen auf dem Tisch verbrannt. So wäscht der Priester den ganzen Dreck aus dem Leben von dem Exkranken. Der ist dann wieder okay, er ist ,rein‘.

21  Falls jemand keine Kohle hat und sich drei Schafe nicht leisten kann, dann reicht auch ein einziges männliches Schaf. Das kann er dann für das Wiedergutmach-Opfer nehmen. Es wird dann auch durch Hin-und-her-Schwenken symbolisch Gott geschenkt. Dann ist er wieder sauber. Dazu braucht er auch noch ein Essensopfer. Er nimmt hierfür 1 Kilo Mehl und vermischt das mit 1/3 Liter Öl.

22  Es kommen noch zwei Tauben dazu, egal was für welche. Die eine Taube ist für das Opfer, das man macht, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat, und die andere für das Abfackelopfer.

23  Der Typ bringt das alles zum Priester an den Eingang vom besonderen Zelt, wo man Gott begegnen kann.

24  Der Priester soll das männliche Schaf und das Öl für das Wiedergutmach-Opfer nehmen.

25–31  Wenn er das Tier geschlachtet hat, macht er mit dem Blut und Öl das Gleiche, wie bei den Leuten, die sich drei Schafe leisten können. Die zwei Tauben werden dann für das Abfackelopfer und für das Opfer, das man macht, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat, verwendet. Und dann wird noch das Essensopfer durchgezogen. So reinigt der Priester denjenigen, der sauber werden will. Der wird so seine Sache mit Gott wieder klar kriegen.

32  Das war jetzt das Gesetz für jemanden, der von dieser fiesen Hautkrankheit ‚Aussatz‘ gesund geworden ist und nicht genug Kohle besitzt, um das ganze große Opferritual durchzuziehen.“

Was man macht, wenn es Schimmel an den Häusern gibt

33  Gott sagte zu Mose und Aaron dann noch:

34  „Wenn ihr endlich in dem Land seid, das ich euch schenken will, und plötzlich jemand Schimmel an seiner Hütte hat,

35  dann soll der Besitzer die Sache schnell einem Priester melden. Er soll ihm dann sagen: ,Bei mir ist etwas, das sieht aus wie Schimmel.‘

36  Bevor der Priester dann in die Hütte reingeht, muss das ganze Teil erst mal leer geräumt werden. Wenn sich die Sache nämlich bestätigt, ist der ganze Krempel eh für den Schrott, er ist ,unrein‘. Nachdem die Hütte leer geräumt ist, geht er dann da rein und checkt alles ab.

37  Wenn er jetzt irgend- wo grüne Flecken findet oder auch rote, die etwas tiefer liegen als der Rest der Wand,

38  muss er das ganze Gebäude erst mal für sieben Tage zumachen.

39  Falls man dann feststellt, dass sich die Flecken an der Wand ausbreiten,

40  dann soll er die Steine, wo sich Schimmel befindet, rausreißen. Die kommen dann auf den großen Schrottplatz, der vor dem Ort liegt.

41  Von den Wänden wird dann einmal ringsrum der Putz abgeklopft und auch auf den Schrottplatz gebracht.

42  Als Letztes werden die alten Steine durch neue Steine ersetzt und die Wände wieder neu verputzt.

43  Wenn die Flecken jetzt nach einer Zeit wieder auftauchen

44  und der Priester stellt fest, dass sie sogar größer geworden sind, dann ist das ein sich ausbreitender Schimmelpilz. Das ganze Haus ist dann verseucht, es ist ,unrein‘.

45  Man muss das Teil dann komplett abreißen. Der ganze Bauschutt kommt auf einen Schrottplatz, der außerhalb der Stadt liegt.

46  Keiner sollte in der Zeit die Baustelle betreten, und wenn das doch jemand tut, gilt er für den Rest des Tages als dreckig, er ist ,unrein‘.

47  Und wenn einer in dem Haus sogar was isst oder da übernachtet, dann muss er auf jeden Fall sofort seine Klamotten waschen.

48  Wenn der Priester nach einer Untersuchung aber feststellt, dass der Schimmel nicht wiedergekommen ist, nachdem man das Haus neu -verputzt hat, dann erklärt er das Haus für okay, es ist ,rein‘. Der Schimmel wurde komplett entfernt.

49  Um das Haus auch für Gott okay, also ‚rein‘, zu machen, muss der Besitzer dann noch zwei Vögel opfern. Dafür braucht er auch noch ein Stück Eichenholz, rote Farbe und ein Büschel Lavendel.

50  Er schlachtet den einen Vogel über einer Schüssel, wo Wasser drin ist.

51  Dann schmeißt er das Holz, den Lavendel und die Farbe da rein und vermischt alles mit dem Blut von dem Vogel. Mit dem Zeug besprenkelt er dann das Haus überall siebenmal nacheinander.

52  Das macht er, um mit dem Blut von dem Vogel, dem Wasser und dem lebenden Vogel, dem Holz, der roten Farbe und dem Lavendel das Haus wieder okay zu kriegen.

53  Anschließend lässt er den noch lebenden Vogel außerhalb der Stadt in die Freiheit fliegen. So macht er das Haus wieder okay, es ist dann ,rein‘.

54  Das ist jetzt das neue Gesetz, wenn es Schimmel gibt,

55  der an Klamotten oder Häusern sitzt.

56  So soll man mit Beulen, Hautausschlag und Haut-flecken umgehen.

57  Es ging da drum, klarzukriegen, was okay ist und was nicht. Ihr solltet unterscheiden können, was ,unrein‘ ist und was ,rein‘. Diese Gesetze gingen über die fiese ansteckende Hautkrankheit ‚Aussatz‘ und Schimmel.“