2.Samuel 9

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Die Kapitel

David ist traurig: Saul und Jonatan sind tot: 2.Samuel 1

David wird der neue Präsident von Israel: || 2.Samuel 2 || 2.Samuel 3 || 2.Samuel 4 || 2.Samuel 5

David in Jerusalem: 2.Samuel 6 || 2.Samuel 7 || 2.Samuel 8 || 2.Samuel 9 || 2.Samuel 10 || 2.Samuel 11 || 2.Samuel 12 || 2.Samuel 13 || 2.Samuel 14 || 2.Samuel 15 || 2.Samuel 16 || 2.Samuel 17 || 2.Samuel 18 || 2.Samuel 19

Abspann: Noch ein paar Infos zu David und was er so gemacht hat: || 2.Samuel 20 || 2.Samuel 21 || 2.Samuel 22 || 2.Samuel 23 || 2.Samuel 24

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David kümmert sich um die Familie vom Saul

1 Später fragte David mal seinen Sekretär: „Gibt es eigentlich noch irgendeinen Überlebenden aus der Familie vom Saul? Ich würde ihnen gerne irgendwie helfen, wenn das möglich ist. Schon allein, weil Jonatan, ein Sohn von Saul, mein allerbester Freund war.“

2 Nun gab es da so einen Manager, der sich früher um alle wichtige Angelegenheiten von Saul gekümmert hatte. Dieser Typ hieß Ziba. Er wurde zum Präsidenten David beordert: „Sie sind also Ziba, ja?“, fragte ihn David. „Ja, der bin ich. Ich tue alles für Sie, Ihr Wunsch ist mir Befehl!“, antwortete Ziba.

3 „Es geht um Folgendes: Wissen Sie von irgend jemandem, der aus der Familie von Saul stammt und noch lebt? Ich würde den gerne unterstützen, ihm helfen oder so. Ich denke, Gott findet das auch gut.“ – „Ja“, antwortete Ziba. „Da gibt es noch einen Sohn von Jonatan! Der ist an beiden Beinen gehbehindert.“

4 „Haben Sie auch ne Adresse?“, fragte David. „Die Adresse hab ich, der wohnt im Haus von Machir, in der Stadt Lo-Dabar. Machir ist ein Sohn von Ammiel“, antwortete Ziba.

5 Präsident David schickte ein paar seiner Leute nach Lo-Dabar, ließ den Jungen abholen und zu sich bringen.

6 Der Junge hieß Merib-Baal. Als dieser Sohn von Jonatan (also ein Enkel von Saul) dann in das Haus kam, legte er sich vor David mit dem Gesicht nach unten auf den Fußboden. So was war normal, wenn man jemandem zeigen wollte, dass man echt Respekt vor ihm hat. Dann begrüßte ihn David: „Hallo, mein Junge! Du bist also Merib-Baal?“ – „Ja, der bin ich! Ich bin bereit, alles für Sie zu tun!“, antwortete Merib-Baal.

7 „Du brauchst keine Angst vor mir zu haben“, sagte David. „Ich will dich nur beschenken, vor allem wegen deinem Vater Jonatan. Ich werde organisieren, dass du jedes Stück Land zurückbekommst, was mal deinem Opa Saul privat gehört hat. Und ab sofort kannst du jeden Tag kostenlos bei uns Mittag essen, wenn du willst. Du hast für immer einen festen Platz an meinem Esstisch.“

8 Merib-Baal war total baff. Er machte eine ganz tiefe Verbeugung und stammelte: „Äh, ich hab das echt nicht verdient, ich komm doch aus einer viel tieferen Liga als Sie! Sie sind sozusagen aus der Champions League, und ich komm nur aus der Kreisklasse!“

9 Der Präsident rief aber sofort bei Ziba an, der jahrelang für Saul gearbeitet hatte. „Ich möchte, dass der ganze Privatbesitz von Saul und seiner Familie an Merib-Baal überschrieben wird! Er ist schließlich ein Enkel vom altem Chef.

10 Ich möchte auch, dass Sie, Ziba, ab sofort mit Ihrer ganzen Familie und Ihren Angestellten für ihn arbeiten! Sie kümmern sich um seine Felder und bringen die Ernte ein. Sie sorgen für einen angemessenen Lebensunterhalt! Merib-Baal hat ab sofort einen Stammplatz an meinem Tisch!“ Ziba hatte übrigens selbst fünfzehn Söhne und zwanzig Angestellte.

11 „Ich werde alles erledigen, wie Sie es mir gesagt haben!“, antwortete er. Merib-Baal aß ab dann jeden Tag mit David zusammen zu Mittag. Er hatte einen Platz am Esstisch von ihm, genauso wie die Söhne vom Präsidenten.

12 Merib-Baal hatte übrigens selbst auch einen kleinen Sohn, der Micha hieß. Die ganze Großfamilie vom Ziba wurde ab jetzt automatisch zu seinen Angestellten.

13 Er blieb also in Jerusalem und war jetzt ständiger Gast beim Präsidenten und hatte es von da nicht mehr so weit. Wie gesagt, war er an beiden Beinen behindert.