2.Samuel 24

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Die Kapitel

David ist traurig: Saul und Jonatan sind tot: 2.Samuel 1

David wird der neue Präsident von Israel: || 2.Samuel 2 || 2.Samuel 3 || 2.Samuel 4 || 2.Samuel 5

David in Jerusalem: 2.Samuel 6 || 2.Samuel 7 || 2.Samuel 8 || 2.Samuel 9 || 2.Samuel 10 || 2.Samuel 11 || 2.Samuel 12 || 2.Samuel 13 || 2.Samuel 14 || 2.Samuel 15 || 2.Samuel 16 || 2.Samuel 17 || 2.Samuel 18 || 2.Samuel 19

Abspann: Noch ein paar Infos zu David und was er so gemacht hat: || 2.Samuel 20 || 2.Samuel 21 || 2.Samuel 22 || 2.Samuel 23 || 2.Samuel 24

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David will seine Leute zählen, aber Gott will das nicht

1  Es gab da noch so eine Geschichte, wo die Israeliten richtig Scheiße gebaut haben und Gott ziemlich sauer auf sie war. Und zwar war das so, dass Gott David mal austesten wollte, etwas zu tun, was für ihn und seine Leute total ätzend enden musste. Gott fragte ihn: „Na, was hältst du von der Idee, mal die Leute von ganz Israel zu zählen?!“

2  David sagte dann seinem General Joab, er sollte das für ihn organisieren. „Gehen Sie mal durch die ganzen Familienstämme von Israel, und machen Sie eine Liste von allen wehrfähigen Männern, die wir zum Bund einziehen könnten. Ich will wissen, wie viele Männer wir zur Verfügung haben von Dan im Norden bis nach Beerscheba im Süden!“

3  Joab war nicht so begeistert. „Hey, Chef, mein Präsident, also, ich bin ja auch dafür, dass Gott unser Heer noch hundertmal größer macht, als es jetzt schon ist. Ich wünsche Ihnen auch von Herzen, dass Sie das noch erleben werden. Aber warum jetzt die Soldaten zählen?“

4  Aber David ließ nicht locker, obwohl Joab und auch seine anderen Generäle die Idee nicht so toll fanden. Also führten sie den Befehl aus und musterten alle wehrfähigen Männer ab 18 Jahren.

5  Joab fing mit der Musterung auf der anderen Seite vom Jordan an. Er zog mit den anderen Generälen in die Aroer-Gegend und in die Stadt, die im Arnontal liegt, und trug die Namen der Männer in Listen ein. Vom Gebiet des Familienstammes Gad ging es weiter in Richtung Jaser.

6  Als nächste Station kamen sie durch die Landschaft Gilead zum Gebiet der Hetiter in der Gegend von Kadesch. Dann ging es weiter über Dan-Jaan bis in die Gegend Sidon.

7  Schließlich gingen sie südwärts und kamen zu der Stadt Tyrus, erfassten dort alle Männer in den Städten der Hiwiter und der Kanaaniter in dieser Gegend und zogen schließlich weiter durch das ganze Land bis nach Beerscheba am südlichen Ende von Juda.

8  Die Zählung dauerte insgesamt neun Monate und zwanzig Tage, dann hatten sie das ganze Land durchkämmt und zogen wieder zurück nach Jerusalem.

9  Joab machte dann beim Präsidenten Meldung. Er präsentierte ihm die ganze Zahl der Männer, die alt genug waren, um mit einer Waffe umgehen zu können. Insgesamt waren das: 800 000 im Gebiet von Israel und 500 000 im Gebiet von Juda.

Gott findet das nicht so toll

10  Plötzlich hatte David voll Gewissensbisse, weil er das gemacht hatte. „Gott, ich glaub, ich hab gerade großen Mist gebaut! Bitte verzeih mir das! Ich war zu verpeilt und hab nicht richtig nachgedacht!“

11–12  Am nächsten Morgen stand auf einmal der Prophetentyp Gad vor seiner Haustür. Er hatte nämlich gestern eine Nachricht von Gott für David reinbekommen: „Geh mal zu David und richte ihm Folgendes von mir aus: ‚Du kannst dir eine von drei möglichen Bestrafungen aussuchen.‘

13  Also ging der Prophetentyp zum Präsidenten und brachte ihm die Nachricht. „Gott hat mich zu Ihnen geschickt. Was ist Ihnen lieber? a) Sieben Jahre, wo es nichts zu essen gibt, oder b) drei Monate Flucht vor Ihren Feinden, oder c) dass drei Tage lang überall in Ihrem Land viele Leute plötzlich eine tödliche Krankheit kriegen. Überlegen Sie es sich gut, und dann sagen Sie mir Ihre Antwort. Ich werde die dann Gott ausrichten!“

14  David war geschockt: „Da kann ich ja nur zwischen Not und Elend wählen! Heftig! Wenn das so sein muss, dann ist es mir lieber, dass Gott die Kontrolle über mich hat als irgendjemand anders. Gott ist einfach liebevoller als die Menschen. Ich möchte nicht, dass irgendwelche Typen Macht über mich haben. Also wähle ich c).“

15  Darum sorgte Gott dafür, dass in ganz Israel tierisch viele Leute eine ansteckende Krankheit bekamen. Die breitete sich wie verrückt aus, drei Tage lang, und zwar überall, von Dan bis Beerscheba. 70 000 Menschen starben an der Krankheit.

16  Als dann aber der Vollstrecker Gottes, so ein Engel, auch in Jerusalem losschlagen wollte, um dort viele Leute zu infizieren, tat es Gott auf -einmal total leid. Er sagte zu ihm: „Stopp! Es reicht jetzt!“ Zu dem Zeitpunkt stand der Engel gerade auf dem Parkplatz des Jebusiters Arauna.

17  David kriegte das natürlich mit, wie dieser Vollstrecker die Leute mit dieser Krankheit ansteckte, und er sagte zu Gott: „Das versteh ich jetzt echt nicht! Ich bin doch derjenige, der Mist gebaut hat! Ich, der Präsident, hab mit meiner Entscheidung voll danebengelegen! Meine Leute sind unschuldig, die haben nichts ausgefressen! Wenn jemand bestraft werden muss, dann bin ich das, und meine Familie!“

18  Abends kam der Prophetentyp Gad bei David an: „Gehen Sie mal nach oben, auf den Parkplatz von Arauna, diesem Jebusiter. Dort sollen Sie einen Opfertisch, so einen Altar, für Gott bauen!“

19  David gehorchte sofort und zog diesen Befehl durch, den er von dem Propheten bekommen hatte.

20  Arauna war gerade bei der Arbeit. Als er den Präsidenten und seine Begleitung kommen sah, ging er ihm schnell entgegen. Dann warf er sich vor ihm platt auf den Boden, mit Gesicht nach unten.

21  „Mein Präsident! Mein Chef! Was kann ich für Sie tun? Warum sind Sie hier?“, fragte er. David antwortete: „Ich möchte Ihren Parkplatz kaufen und dort einen Altar für Gott drauf bauen, damit diese Seuche aufhört.“

22  „Sie können alles haben, mein Präsident!“, sagte Arauna. „Sie können dort gerne auch ein Abfackelopfer durchziehen, so wie Sie es sich vorstellen. Sie können sich dafür auch gerne an meinen Rindern bedienen, und als Holz könnten Sie einfach diesen Zaun dort zerlegen und den Heuwagen von mir aus auch.

23  Gehört alles Ihnen, ist geschenkt!“ Dann sagte er noch: „Ich wünsche Ihnen, dass Gott Ihre Geschenke und Opfer akzeptiert und er sie richtig gut findet!“

24  „Ich möchte aber den Platz von Ihnen abkaufen, und zwar für den ganz normalen Preis!“, meinte David. „Und ich will auch keine Opfer dort abfackeln, für die ich nichts blechen musste.“ Darum kaufte David den Platz und die Rinder für insgesamt 6400 Euro.

25  Dann ließ er dort einen Altar bauen. Auf dem Tisch schenkte er Gott Dankopfer und Abfackelopfer. Gott fand das cool, und er hörte auf die Gebete, die der Präsident David für sein Land und seine Leute gebetet hatte. Er beendete die Krankheit, durch die in Israel so viele Leute gestorben waren.