2.Könige 6

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Die Kapitel

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Elischa bringt einen Hammer zum Schwimmen

1 Die Prophetenschüler aus der WG kamen dann mal mit einem Anliegen zu Elischa. „Hey, wir finden, dass unser Wohnhaus viel zu klein geworden ist!

2 Wir würden gern in den Baumarkt gehen und ein paar Sachen einkaufen, um damit einen neuen Raum an unser Haus zu bauen. Ist das okay?“ – „Ja, klar, super Idee, macht ruhig!“, antwortete Elischa.

3 Einer von den Schülern fragte Elischa, ob er nicht Bock hätte mitzukommen, und Elischa sagte ja.

4 Also fuhren sie zusammen zum Baumarkt und kauften das Holz und die Rigipsplatten ein. Beim Zusammenbauen vom Gerüst fiel aus Versehen ein Hammer von einem der Schüler in eine Baugrube, die mit Wasser vollgelaufen war. „O nein! Was mach ich jetzt! Das Teil war nur geliehen!“, rief der Typ.

6 Elischa fragte: „Wo ist denn der Hammer reingefallen?“ Der Typ zeigte ihm die Grube. Elischa nahm sich einen Stock und schlug damit einmal auf das Wasser, und „zack“ schwamm an der Stelle der Hammer auf der Wasseroberfläche.

7 „Nimm ihn dir!“, lachte Elischa. Der Typ packte den Hammer und steckte ihn in seine Tasche.

Elischa sorgt dafür, dass Syrien und Israel einen Friedensvertrag schließen

8 Der Präsident von Syrien hatte den Israeliten den Krieg erklärt. Mitten in der Vorbereitung zu einem Angriff traf er sich mit seinen Generälen. Man wollte eine Entscheidung fällen, von welcher Seite aus der Angriff gestartet werden sollte. Ziel war, die Israeliten völlig zu überraschen.

9 Elischa hatte aber von Gott von diesem Plan erfahren. Er schickte darum eine Mail zum Präsidenten von Israel, in der er davon berichtete und sogar den Ort nannte, der als Erster angegriffen werden sollte. „Passen Sie auf! Um die Stelle müssen Sie einen Bogen machen, denn hier will man den Angriff starten!“, schrieb er.

10 Der Präsident hörte auf den Rat. Er ließ die Gegend gut abchecken und passte dort ganz besonders auf. Dass Elischa solche Tipps auf Lager hatte, passierte schon mal öfter in der Zeit.

11 Das war für den Präsidenten von Syrien ziemlich krass, er kriegte das irgendwie nicht so ganz geschnallt. Seine Vermutung war, dass es in seinen Reihen irgendwo einen Spion geben musste. Darum organisierte er ein Treffen mit den Generälen und befragte die: „Haben Sie eine Ahnung, wer uns hier ständig verrät?“

12 „Wir haben keinen blassen Schimmer!“, antworteten die Generäle. „Aber vermutlich wissen die das von diesem Prophetentypen Elischa. Der weiß einfach alles, er weiß sogar, wovon Sie träumen, und könnte Details davon seinem Präsidenten verraten, wenn er das will!“

13 „Ich möchte diesen Typen haben, tot oder lebendig! Kriegt seine Adresse raus!“, befahl er seinen Leuten. Später kam dann die Meldung, dass Elischa gerade in Dotan wohnen würde.

14 Also schickte er eine große Abteilung von seinem Heer dorthin. Mit am Start waren sogar noch ein paar Panzerfahrzeuge. Mitten in der Nacht kamen sie in Dotan an und umzingelten die Stadt.

15 Morgens blickte der Angestellte von Elischa aus dem Dachfenster und sah, dass die ganze Stadt von feindlichen Truppen umstellt war. „Was machen wir jetzt nur?“, fragte er Elischa.

16 „Hey, keine Panik! Nur weil das so viele Soldaten sind, müssen wir keine Angst haben! Auf unserer Seite kämpfen wesentlich mehr!“

17 Elischa betete dann für seinen Angestellten: „Gott, bitte lass ihn erkennen, wie die Sache wirklich aussieht!“ Plötzlich konnte der Typ ringsrum auf den Bergen Gottes Engelarmee sehen, die nur darauf brannte, für Elischa zu kämpfen.

18 Dann rückten die feindlichen Armeen der Syrer vor. Elischa betete zu Gott: „Mach doch, dass sie total verpeilt sind und nichts mehr checken!“ Und Gott erhörte das Gebet.

19 Elischa ging der Truppe zu Fuß entgegen, und als er bei den ersten Soldaten angekommen war, sagte er zu ihnen: „Ihr müsst irgendwie falsch abgebogen sein, oder? Das ist hier gar nicht die Stadt, gegen die ihr kämpfen wollt! Ich werde euch zeigen, welche Stadt eigentlich euer Feind ist. Mir nach!“ Dann führte er die Truppen nach Samaria, der Hauptstadt vom Nordstaat Israel.

20 Als sie dort waren, betete er: „Gott, jetzt mach, dass sie wieder normal sind!“ Und Gott sorgte dafür, dass sie alles wieder so sehen konnten, wie es auch wirklich war. Plötzlich merkten sie, dass sie mitten in Samaria standen!

21 Der Präsident von Israel rief dann bei Elischa auf dem Handy an: „Elischa, was sagen Sie: Sollen wir sie jetzt alle plattmachen, oder nicht?“

22 „Nein, auf keinen Fall!“, antwortete Elischa. „Sie würden doch auch nicht die Kriegsgefangenen töten. Laden Sie die besser mal zum Essen ein, und geben Sie ihnen ein Bier aus. Wenn die mit dem Essen fertig sind, sollen die wieder zurückgehen, zu ihrem Präsidenten.“

23 Der Präsident von Israel ließ also in der Stadthalle ein fettes Essen auffahren. Alle Soldaten durften sich bedienen, und nachdem sie fertig waren, konnten sie als freie Männer wieder zurück nach Syrien ziehen. Von dem Zeitpunkt an gab es lange keinen Krieg zwischen Syrien und Israel.

In Samaria gibt’s nichts zu futtern

24 Ein paar Jahre später kam aber Ben-Hadad, der Präsident von Syrien, auf die Idee, Israel anzugreifen. Er zog sein Heer zusammen, startete einen Krieg und kam bis zur Stadt Samaria.

25 Während der Belagerung kamen keine Lebensmittel in die Stadt, und die Bewohner mussten total hungern. Am Ende wurde Essen so teuer, dass man für eine alte Mettwurst 50 Euro hinblättern musste und für einen Keks 25 Euro.

26 Als der Präsident dann mal mit ein paar Leuten checken wollte, ob die Stadtmauer noch in Ordnung war, rief ihm eine Frau zu: „Hilfe, Hilfe! Helfen Sie mir, Herr Präsident!“

27 „Wenn Gott Ihnen nicht hilft, kann ich Ihnen auch nicht helfen! Es gibt einfach kein Brot mehr und auch kein Bier, alles ist alle.

28 Was wollen Sie denn von mir?“ Die Frau rief zurück: „Diese Frau dort drüben hat heute Mittag zu mir gesagt, dass sie meinen Sohn schlachten will! ‚Den essen wir heute, und morgen essen wir meinen!‘, sagte sie zu mir.

29 Wir haben dann also meinen Jungen getötet und das Fleisch gekocht und aufgegessen. Ein paar Tage später hatte ich aber wieder Hunger. Da habe ich zu ihr gesagt, dass wir jetzt ihren Sohn essen müssen. Aber sie hatte ihn einfach versteckt!“

30 Als der Präsident diese Story hörte, war er total fertig. Er schmiss sich auf den Boden und heulte. Dabei fiel ihm eine Pillendose mit Antidepressiva aus der Jackentasche, so dass alle mitkriegten, wie sehr er unter der Situation litt.

31 Schließlich sagte der Präsident vor allen Leuten: „Ich will auf der Stelle tot umfallen, wenn ich es nicht schaffe, dem Elischa heute noch den Kopf wegzuballern!“

Elischa sagt: Bald gibt es wieder was zu futtern

32 Elischa hatte gerade ein Treffen mit den Chefs der Stadt bei sich zu Hause. Der Präsident stieg in sein Auto und fuhr zu ihm hin. Allerdings war einer seiner Angestellten schon mal vorgefahren, um den Besuch anzukündigen. Aber bevor der Angestellte da war, sagte Elischa zu den Chefs: „Haben Sie das auch schon gehört? Der Präsident hat einen seiner Angestellten bezahlt, der hierherkommen soll, um mir den Kopf wegzuballern? Falls der Mann gleich klingelt, schieben Sie bitte den Türriegel vor und lassen ihn nicht rein! Der Präsident wird auch gleich nach ihm hierherkommen!“

33 Er hatte seinen Satz kaum zu Ende gesprochen, da stand schon der Präsident selbst in der Tür. Der sagte: „Unsere Probleme hat Gott uns eingebrockt! Wie soll das gehen, dass ich noch ewig da drauf warte, bis er jetzt endlich in die Puschen kommt und uns da wieder raushilft? Er hat dafür gesorgt, dass wir hier so Probleme haben!“